Mittwoch, 1. Juni 2016

Fledermaus gesichtet

Dass Brandenburg seit einigen Jahren wieder Wolfsrudel beheimatet und ihr Bestand erfolgreich geschützt und vermehrt werden konnte, ist ja hinlänglich bekannt. Aber dass nun auch das seltene Exemplar einer fast ausgestorbenen Fledermausart hier nun wieder sein Zuhause gefunden hat, ist ein absolutes Phänomen.

In unserem Garten, unweit von Grinsekätzchens kleinem Refugium, haben wir sie zuerst entdeckt. Im Fachjargon ist sie besser bekannt als Microchiroptera Purpura - die violette Fledermaus. Du kennst sie nicht? Dann wird es aber Zeit!

Schüchtern, fast unscheinbar hängt sie zuweilen schlaftrunken in einem Baum und lässt sich von wildem Kindergetobe nicht aus der Ruhe bringen. Aus der Nähe betrachtet erst sieht man, um was für ein fantastisches Exemplar dieser seltenen Art es sich handelt. 
Sie besitzt ein dichtes, wollweiches Fell in Flieder- und Brombeerfarben, hat eine dicke Stubsnase, zwei kleine Fledermauszähnchen und ein wirklich freundliches Gesicht. Vorbei also die Zeiten, als insbesondere kleine Kinder sich vor ihrer Spezies fürchteten.
Ihre Flügel trägt sie bei Schlechtwetter eingeschlagen (das wärmt wohl) und bei schönem Wetter offen (vermutlich zum Auslüften) - stets natürlich über Kopf. Selbstredend. 
Wir haben sie allerdings auch schon sitzend beobachten können und selbst liegend (im Salbeibeet) ist sie uns schon begegnet.
Mit ihren kleinen Schlaufenbeinchen findet sie nahezu an jedem Ast oder Vorsprung Halt und wehrt sich keinesfalls, nimmt man sie von ihrer (Ab-)Hänge-Stelle, um sie zu kuscheln. 
Wirklich wahr: sie ist so zahm, dass sie nichts lieber mag als Schmusen. Deswegen darf sie auch ab und an mal rein, in die gute Stube. Dort hängt sie am liebsten am Hochbett und schnarcht mit Grinsekätzchen um die Wette, aber nur so lange, bis es noch nicht stockduster ist. Denn dann geht sie auf Beutefang...







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