Mittwoch, 22. November 2017

Knusper, knusper, knäuschen...

... wer knuspert an meinem Häuschen? Dieses Zitat der bösen Hexe aus Hänsel und Gretel fällt einem wohl unweigerlich ein, wenn man sich diese kleinen Knusperhäuschen anschaut. Sind sie nicht zum Anknabbern schön?

Sie stammen frisch aus unserer Bastelwerkstatt vom Wochenende, in der es galt, unansehnlich ausschauende Streichholzschachteln in "tiny houses" zu verwandeln. 

Die tolle Tonpapier Sonderedition der Firma Folia inspirierte uns quasi zu den kleinen architektonischen Meisterwerken, die auch von Kinderhand rasch gemacht werden können.



Streichholzschachteln in verschiedenen Formaten, Bleistift, Kleber, (Wellen-)Schere und weitere Papierreste aus der Bastelkiste waren schnell beschafft und komplettisierten unser Handwerksutensil für dieses Projekt.




Für die nach Lebkuchen anmutenden Häuschen haben wir braunes Tonpapier verwendet, für das mit Schnee bedeckte Dach weißes. Bei Türen, Fenstern und sonstigen Ausstattungsmerkmalen sind der weiteren Farbwahl - 25 wunderbare Farben stehen in der Sonderedition zur Verfügung - keine Grenzen gesetzt und so entstehen ganz fix die kleinen "Naschwerke". 

Damit die Häuschen auch märchenhaft "süß" ausschauen, haben wir sie noch mit Zuckerstreuseln in Sternchenform beklebt. Diese haben wir mit Lebensmittelkleber verklebt, falls jemand in die Versuchung kommen sollte, hier naschen zu wollen... 
(Mini-Pompoms waren übrigens bei der Fassadenverkleidung auch ganz groß im Rennen!)

Befüllt werden die Schachteln mit allerhand Leckereien, die so ein süßes Hexenhaus gesetz Märchen hergeben: kleine Traubenzuckerperlen, selbst gebackene Lebkuchenmännchen und Vanillesternchen im Miniformat sowie Salzbrezeln. 








Damit die Süßigkeit besonders hübsch gebettet ist, haben wir sie in Seidenpapier eingeschlagen. Folia bietet hier eine wunderbare Auswahl an zarten Seidenpapieren. Für unsere Zwecke haben wir irisierende Seide in Pastellgrün verwendet. 
Für ganz Neugierige haben wir einige Türpforten geöffnet. So kann mit einem raschen Blick schon einmal gespinkst werden, welche Süßigkeit sich in welchem Häuschen verbirgt.




Die Häuschen eigenen sich wunderbar als adventliches Mitbringsel, Wichtelgeschenk oder im 24er-Pack als Adventskalender. 
Natürlich können sie auch mit anderen kleinen Überraschungen oder Liebesbotschaften befüllt werden und lassen nicht nur Kinderherzen höher schlagen...




Dienstag, 14. November 2017

Fellpflege

Jede Mutter eines kleinen Grinsekätzchens kennt wohl dieses leidige Problem: die Fellpflege!
Mein Grinsekätzchen - eine blonde Langhaar-Rasse - tut sich schwer mit der regelmäßigen Bürstung.
Die schon zeitig angeschaffte Spezialbürste mit Anti-Ziep-Effekt, diverse milde Schampoos und das Haarknötchen lösende "Zauberspray" (für schlappe 19,85€ / 250 ml im Fachhandel - und eigentlich nur für Mutti) zögern lediglich Grinsekätzchens Albtraum heraus: den längst anstehenden Friseurbesuch!

Ich erinnere mich lebhaft und oft an die ersten Friseurbesuche, bei denen mein Grinsekätzchen grimmig und tränenüberströhmt mit hasserfülltem Blick die Friseurin strafte (oder galt der Blick womöglich mir?) und sich nur widerwillig Millimeter ihres geliebten "Fells" schneiden ließ. Selbst eine kleines Leckerli seitens der Friseurin konnte mein Grinsekätzchen nicht über den Verlust besagter Millimeter hinweg trösten.

Um dem hier mehr als ungrinsenden Grinsekätzchen die Fellpflege etwas zu verschönern und ihm den lästigen Akt positiv zu besetzen (Gott, was Mütter sich zuweilen alles einfallen lassen!), habe ich ihm ein kleines Mini-Me als Haarspangen-Halter genäht. 

Mini-Me begrüßt das Grinsekätzchen jeden Morgen im Bad am Spiegel und erinnert mit einer unglaublichen Auswahl an bunten Spangen und Haargummis daran, dass die morgendliche Fellpflege wieder einmal ansteht.

Zum Friseur geht es übrigens nicht mehr, seit die hiesig ansässigen Salons komischerweise keinen freien Termin mehr finden, sobald die Katze und ich den Laden betreten. Also schneidet Mutti seit Neustem selbst...

Solltest auch Du Dich einmal an einem Haarspangen-Halter versuchen wollen, der nicht nur zum Eigenbedarf sondern auch zum Verschenken prima, ach, was sag ich: grandios ist, hier eine Kurzanleitung des Sewing-Of´s.

Du benötigst:

  • ein Stück Nessel- oder Baumwollstoff für das Gesicht
  • weiteren Baumwollstoff für Haare und Zöpfe
  • evtl. etwas Vlieseline 
  • Stickgarn in einer Augen- und Mundfarbe Deiner Wahl plus Sticknadel
  • ein hübsches Webband als Aufhängung
  • Schleifenband für die Zöpfchen
  • etwas Füllwatte
  • etwas Rouge-Puder für die Wangen plus Wattestäbchen
  • eine Nähmaschine und eine Nähnadel
  • einige Stecknadeln
  • Schere
  • Bügeleisen
  • allerlei herum fliegende Haarspangen




Zuerst schneidest Du aus dem (am besten cremefarbenen)  Nesselstoff einen Kreis für das Gesicht. In gleicher Größe schneidest Du aus einem weiteren Baumwollstoff für die  Haare - hier mein gelber Pünktchenstoff - einen ebenso großen Kreis für den Hinterkopf. 
Je nachdem, welche Pony-Frisur Dein Kopf bekommen soll, werden aus besagtem Stoff nun die Partien für das "Haupthaar" zugeschnitten, bei mir, wie Du siehst, ein Seitenscheitel. Solltest Du mit Vlieseline arbeiten, was nicht zwingend notwendig ist, der Frisur aber mehr "Volumen" verleiht, bügele vor dem Zuschneiden des Haupthaares etwas Vlieseline von links auf den Stoff.

Für die Zöpfe schneidest Du zwei lange Streifen zu, die im Zuschnitt doppelt so dick sein sollten, wie der Zopf, den Dein Mädchen tragen soll. Kleine Nahtzugabe nicht vergessen. 
Dann geht es ran an die Nähmaschine: die zugeschnittene Ponypartie wird nun mit einem hübschen, farblich passenden Zierstich auf das Gesicht genäht, wobei der Zierstich wunderbar einen Scheitel darstellen kann.



Danach legst Du die Streifen für die Zöpfe jeweils auf links und knickst sie einmal längs. Dann nähst Du sie an der offenen Längsseite so zusammen, dass die Naht am Ende abgerundet ausläuft. Hast Du beide Zöpfe genäht, wende sie mithilfe einen Bleistiftes vorsichtig auf rechts und bügele sie sanft glatt. Nimm evtl. etwas Sprühstärke zur Hilfe. 

Die fertigen Zöpfe werden nun mit dem Köpfchen vernäht, und das ist ein klitzeklein wenig tricky. Ich brauchte auch zwei Anläufe, bis ich verstanden hatte, wie die Zöpfe auf links liegen müssen, damit sie im umgekrempelten Zustand vom Gesicht des Mädchens herunter hängen. Puh. Gar nicht so einfach - für einen Laien wie mich. 
Lege hierfür zunächst die zugeschnittenen Kreise für Gesicht und Hinterkopf übereinander auf links. Die späteren Zöpfe müssen nun rechts und links in dieser "Gesichtshülle" verschwinden. Lediglich ihre offenen Enden dürfen zum Zusammennähen des Kopfes heraus lugen und zwar mit einem leichten Schrägwinkel von ca. 45 Grad nach oben. Fixiere die Zöpfe am besten mit jeweils einer Stecknadel. 
Das gleiche gilt für das Webband, das später als Aufhängung dient. Dieses oberhalb des Kopfes innenliegend leicht übereinander schlagen und mit einer Stecknadel fixieren. 
Dann geht es an das Zusammennähen des Kopfes. Starte und ende im Halsbereich und vergiss nicht, dort noch eine kleine Nahtöffnung für die Befüllung mit Füllwatte zu lassen. 
Hast Du den Kopf vorsichtig zusammengenäht, entferne nun die Stecknadeln und drehe das Köpfchen auf rechts. Wenn Du magst, kannst Du jetzt vorsichtig das Gesicht und die möglicherweise etwas verknitterten Zöpfe noch einmal mit dem Bügeleisen glätten.
Wenn das Gesicht mit Füllwatte befüllt ist, kann die Füllöffnung mit einigen Stichen per Hand geschlossen werden. 
Für das Gesicht nun Augen und Mund aufsticken. Damit das kleine Zopfmädchen nicht zu blass wirkt, habe ich ihr mit Rouge-Puder und Ohrenstäbchen noch etwas Wangenfarbe aufgehaucht. 



Fertig ist der kleine Spangenhalter, der jetzt lediglich noch mit den Lieblingsspangen bestückt werden muss.

Na Katze, Lust auf eine neue Frisur! 

Mittwoch, 8. November 2017

Auf den Hund gekommen

Pileas scheinen schon seit einiger Zeit die Trendpflanze schlechthin zu sein. Jedes mit Scandi-Touch eingerichtete Zimmer - sei es Wohn- oder Schlafzimmer, Küche oder Bad - hat einschlägigen Social-Media-Kanälen zufolge eine hübsch inszenierte Pileapflanze drapiert. 

Selbstverständlich steht auch an meinem Kreativplatz eine Pilea. Ich gehe schließlich mit dem Trend! Letztes Jahr habe ich sie erworben, zart und klein. Mittlerweile ist sie zur Mutterpflanze avanciert und trägt zahlreiche Ableger. Nachdem diese nun genug mütterliche Zuneigung genossen haben, ist es Zeit für sie, Mama adieu zu sagen und ihren eigenen Weg zu gehen. Ich habe mich also mit frischer Pflanzerde ausgerüstet daran gemacht, die lieben Kleinen vorsichtig von Mama zu entwöhnen. 

Selbstverständlich wollte auch das Grinsekätzchen nicht leer ausgehen und fragte mich nach einem Ableger für seine Fensterbank. Nun wollte ich ihm keinen schnöden weißen Blumentopf ins Zimmer stellen und kam auf eine Idee.




Ein längst ausrangierter Blumentopf mit Standfuß aus der nicht mehr beachteten Sammlung der hintersten Ecke bekam mit zwei Paint Markern in schwarz und rosé schnell ein niedliches Hunde-Gesicht verpasst (obwohl es eigentlich ein Hase werden sollte); incl. schwarz-weißem Ringelkragen, denn der ist Trend in dieser Saison. 





Mit Pilea bestückt hat sich das Hündchen direkt auf der breiten Fensterbank des Kinderzimmers gemütlich gemacht und freut sich auf jeden Lese- und Kuschelbesuch von der Katze. Denn jetzt zum Anfang der Winterzeit fühlt auch sie sich hier am aller wohlsten - am liebsten mit einer heißen Milch und ihrer Lieblingslektüre, "die Schule der magischen Tiere". Passt doch, oder? 




Man sagt ja, Katz und Hund vertragen sich nicht. In dem Falle würde ich allerdings glatt das Gegenteil behaupten....





Montag, 16. Oktober 2017

Vollmohn

Am vergangenen Wochenende hatten wir Gäste. Gartengäste. Jeder brachte dabei etwas mit, das wir an einer großen, herbstlich eingedeckten Tafel serviert haben. 
Es gab (frisch gesammelte) Pilze, Entrecote aus dem Sous-Vide-Garer, kurz noch einmal angegrillt, und zum Nachtisch - mein Part - eine herrliche Mohn-Quark Creme mit Kirschen. 

Meine Idee, eine Fotoserie für diesen Post zu fertigen, ging irgendwie nach hinten los. Denn kaum hatte ich diesen Traum in Weiß und Rot serviert, war er auch schon weg. Keine Chance für eine große Fotosession! 

Das schnelle Rezept, das so wunderbar schmeckt und - wo immer ich damit auftauche - in Kürze vertilgt wird, stelle ich Dir heute vor. 
Es eignet sich hervorragend für größere Gästemengen und kann prima schon am Vorabend zubereitet werden. Fix und schmackofatzi.

Et voilà, die Zutaten:

2 x 500 g Magerquark
etwas Frischmilch
ca. 100 g gemahlener Mohn (es geht auch Mohn-Back; dann unbedingt Zuckermenge reduzieren, wenn nicht sogar weg lassen)
125 g (unbedingt!) kalte Marzipanrohmasse
2 große Gläser Sauerkirschen plus Kirschsaft
ca. 75 g Zucker
etwas frische Vanilleschote (oder aus der Mühle)
ca. 50 Schokodrops (die festen zum Backen)
1 Päckchen Vanillepudding, instant

Zuerst werden die Kirschen aus dem Glas abgegossen; den Fruchtsaft separat auffangen und mit einem 3/4 Päckchen Vanillepudding nach Anleitung (Saft statt Milch) zubereiten. Wenn der Saft durch die Puddingstärke eindickt, Kirschen hinzugeben. Umrühren und lauwarm abkühlen lassen. 



Den Magerquark in eine Schüssel geben und mit etwas Frischmilch zu einer sämigen Konsistenz verhelfen. Nun den gemahlenen Mohn, die Vanilleschote sowie den Zucker, wahlweise Mohn-Back ohne weitere Zuckerzugabe unterrühren. 
Die kalte Marzipanrohmasse (am besten einige Stunden im Gefrierfach kühlen) mit einer groben Raspel hobeln und zu der Quarkmasse geben. Jetzt backfeste Schokodrops beimengen, gern auch in Zartbitter.




Die Quarkmasse nun in eine schöne Schüssel - am besten Glas - füllen und mit den angedickten Kirschen zudecken. 

Die Menge reicht für etwa 4 Personen und schmeckt am besten, wenn Mohn und Marzipan gut durch den Quark gezogen sind.

In der Herbst- und Winterzeit schmeckt der Nachtisch auch ganz hervorragend mit eingeweckten Pflaumen.





Montag, 9. Oktober 2017

Nestwerk

Heute möchte ich Dir einmal Anton vorstellen. Anton ist ganz zauberhaft und das knuffigste und pflegeleichteste Baby, das ich je kennen gelernt habe. Sein Augenaufschlag und sein Lächeln: einfach einzigartig!



Antons einziges Manko: er gehört leider nicht uns (obwohl das Grinsekätzchen sich schon ewigst einen Grinsekater oder ein weiteres -kätzchen wünscht)!
Anton gehört vielmehr lieben Freunden, die sich ob ihres kleinen, stets gut gelaunten Grinsekaterchens wirklich glücklich schätzen dürfen! 




Sie haben ihrem kleinen Spross aus einem nur knapp 10 qm großen, sehr funktional eingerichteten Arbeitszimmer ein so wunderbares Babyzimmer gezaubert, dass ich Dir dieses heute unbedingt einmal vorstellen mag. 
Ich möchte Dir dabei zeigen, wie man auch aus klitzekleinen Räumen mit viel Liebe, Farbgefühl und gar nicht allzu viel Aufwand ein wunderbares Kuschelrefugium zaubern kann.

Hier also ein rascher Einblick in das Vorher des doch recht überschaubar anmutenden Raumes:



Das Zimmer im "zarten" Format von 2,75 x 3,36 m wurde vor Antons Ankunft frisch geweißt und eine Längsseite in einem satten Türkisgrün gestrichen. Tolle Farbwahl. Genau mein Geschmack!

Antons Wickelkommode hat vor der türkisgrünen Wand einen wunderbaren Eckplatz gefunden. Die Kommode besteht eigentlich aus einem einfachen Sideboard, das mit pastellfarbenen Treibholztüren aufgehübscht wurde und somit toll zur Wandfarbe passt. 


Den Rahmen der Wickelauflage hat Antons Papa gefertigt. Er ist so gezimmert, dass die Auflage perfekt hinein passt, Wickelutensil praktisch in Griffweite verstaut werden und der kleine Anton genüsslich alle Viere von sich strecken kann. Herrlich, so ein Windelwechsel!

Über Antons Wickelplätzchen hat sein Papa einen Ast der Korkenzieherweide direkt mit der Seitenwand verschraubt. Zahlreiche Origami-Vögel - Schwalben, Tauben und Möwen - die seine Mama gefaltet und mit Angelsehne versehen hat, flattern nun über Antons Köpfchen und vertreiben ihm die Zeit beim Boxen- ähm... Buchsen-Stopp!



Farblich passend zu dem flatternden Federvieh hat Antons Mama die Kinderzimmerlampe gestaltet. Einen einfachen Lampenschirm aus Reispapier hat sie mit einer selbstgemachten Wimpelkette verziert. Hierzu verwendet hat sie gelbes Stickgarn und zugeschnittene, kleine Rauten aus Origami-Papier. Diese werden einfach umgeknickt und mit der Schnur verklebt. Fertig sind die Mini-Wimpel. 

Wunderbare Accessoires in Antons Zimmer runden das Farbbild perfekt ab wie z.B. die blecherne Schatzkiste in zartem Pastellblau. Was da wohl drin steckt?



Zurück zu Anton: mit frischer Windel geht es gern ab auf die Beobachtungs- und Krabbelmatte. Von hier aus genießt Anton sein pastellfarbenfeines Reich, das von dem großen Bären mit der Mondleuchte behütet wird. 
Wölkchenregal und -lampe und zahlreiche kupferfarbene Sternchen machen dieses Babyzimmereckchen zum absoluten Lieblingsplatz - nicht zuletzt wegen des gemütlichen, gelb-orange melierten Teppichs und der dazu passenden Kuschelkissen. Eine kleine Lektüre gefällig, kleiner Mann?



Die vielen schönen Dinge im Babyzimmer zu bestaunen und Geschichtenlauschen machen ganz schön hungrig - und müde noch dazu. 
Nach einer ausgiebigen Milchmahlzeit und einem erneuten Besuch bei den flatternden Vögelchen geht es ab in die Poofe. 



Antons Schlafstätte liegt gleich gegenüber vom wachsamen Bären neben einem offenen Regalschrank mit allerlei Staufläche. 
Zur Schlafenszeit knipst der große Bär sachte die Mondlampe an und beschert Anton einen fabelhaften Ausblick auf den türkisgrünen Sternenhimmel. 
Jetzt noch rasch die Sternchengardinen zugezogen und einen dicken Kuss für Anton: schon schlummert er friedlich vor sich hin. Manchmal auch seine Eltern, die vom gemütlichen Sitzsack einfach nicht loskommen. Gibt es Entspannenderes, als einem selig schlafenden Baby zuzusehen. Ich finde, nicht!















Dienstag, 26. September 2017

Hello Yellow...

... schreit es im Herbst ja ein wenig. Wenn ich allerdings von "Yellow" rede, dann, weil wir uns heute ein wenig Sommerfeeling zurück ins Zuhause geholt haben. 

Bügelperlenverrückt, wie wir beiden Mädchen im Moment sind, haben wir am Wochenende wieder einmal Fruchtiges fabriziert. Es gab unter anderem eine freegestylte Bügelperlen-Ananas, die ich, falls sie Dir gefallen sollte, mal in Nahaufnahme zum Nachahmen vorstellen darf:

 
Na? Sieht sie nicht zum Anbeißen lecker aus? Hierzu verwendet habe ich neben mattgoldenen Bügelperlen jeweils zwei verschiedene Gelb- und Grüntöne, die die Fasern bzw. Blätter fast plastisch wirken lassen. Ich find sie ganz fein und sie versprüht definitiv gute Laune.

Kreativ befruchtet von besagter Ananas habe ich sogar noch ein weiteres DIY für Dich. Two in one, quasi.

Bei Aufräumarbeiten im Kinderzimmer, die einer Totalsanierung glichen, stellte ich die Tage wieder einmal überwältigt fest, wie viel ungeahnter Kleinkram sich in schier jeder Ritze des Zimmers verbirgt.
Nachdem der Staubsauger zum Glück einiges an undefinierbarem Kleinkram verschluckte (ich glaube, dabei auch eine halbe Salamischeibe entdeckt zu haben), machte ich mich an die feinmotorische Sortierung des filigranen Restes und fühlte mich dabei wie eine Fabrikarbeiterin am Akkordband. 

Eine leere Ü-Ei Verpackung fiel mir dabei in die Hände: mit gelbem Paint Marker habe ich ihr rasch ein paar Zacken aufgemalt. Mit einem Streifen Moosgummirest, der aus Grinsekätzchens Schublade lukte, einigen gekonnten Fransel-Schnitten mit der Schere und einem Spritzer Heißkleber wurde aus dem "Abfall" schnell ein nützliches Etwas: in der kleinen Ananas finden jetzt Katzes kleine Kopfhörer Platz. 



Auch das Milch- und Müsligeld für die Schule, Kaugummis, Schmuckstücke und andere Kleinst-Kuriositäten lassen sich dort prima und vor allem mit hoher Wiederauffindwahrscheinlichkeit aufbewahren. Denn eine fruchtige Ananas im Kinderzimmer ist schließlich ein echter Blickfang, oder etwa nicht?




Job done, würde ich sagen; in der Hoffnung, dass nicht jedes Kleinteil demnächst wieder in den Weiten des Kinderzimmers verschwindet....


Freitag, 22. September 2017

Wal-Werbung

Nur noch wenige Tage, dann stehen die Bundestagswahlen an (#gehunbedingtwählen). Ich habe mich in diesem Jahr für die Briefwahl entschieden und habe so genug Zeit, einmal Werbung in eigener Sache zu machen:

Das Grinsekätzchen und ich haben einen verwindeten Herbstnachmittag nämlich dazu genutzt, am heimischen Küchentisch einmal wieder kreativ zu werden. Was bei duftendem Tee und Tonknete dabei entstanden ist, mag ich Dir heute einmal vorstellen. 

Während das Grinsekätzchen sich dazu entschlossen hatte, in die Weihnachtsbastelei einzusteigen (#werdenktdennjetztschonansFest) und zarte Eissterne mithilfe von Ausstechförmchen auszustanzen, stand mir der Sinn eher nach etwas... anderem.  Nämlich nach einem hübschen Blumentopf! 
Mein Herzkönig hatte doch letztens einen Vintage-Topf in Walform, den ich glückselig auf dem Flohmarkt erstanden hatte, vom Sideboard gefegt. Aus Versehen. Sagt er so. In Wirklichkeit vermute ich, kann er den "Nippes" in unserem Heim nicht mehr ertragen und sorgt "aus Versehen" zwischendurch dafür, dass sich die Schaustücke reduzieren. (Ähnliches Schicksal ereilte nämlich kürzlich schon einen 50er Jahre Röhrenlampenschirm aus Milchglas mit pastellfarbenem Strichelmuster!)

Für meine Blumentopf-Idee besorgte ich mir einen minikleinen Tontopf, weiße, selbsthärtende Tonknete aus dem Handel und das Töpferbesteck des Grinsekätzchens.

Aus einem tennisballgroßen Stück Ton, das man vorab ausgiebigst weich klopfen muss (herrlich zum Frustabbau von besagtem Scherbenmeer), habe ich ein großes "Ei" geformt, in das ich mittig den kleinen Tontopf eingesetzt habe. Der Rand des Tontopfes wird mit Tonknete in das Ei eingepasst. Das "Drumherum" wird nun der gewünschten Form angepasst und ich wollte einen WALFISCH (in memoriam an den alten!).
Nachdem ich das Ei also samt inliegendem Tontopf in Walform gebracht hatte, habe ich aus einem kleinen Stück Tonknete einen Walschwanz geformt und diesen mit der "Schlacketechnik" an den Wal "angeklebt". Bei dieser Technik - weisst Du vielleicht noch aus Schulzeiten - werden die zu verbindenden Elemente mit einem kleinen Messer kreuzweise eingeritzt und mit so viel Wasser benetzt, dass der Ton an beiden Stellen richtig nass wird. Dann drückst Du die Elemente fest zusammen und streichst die Verbindungsränder vorsichtig und gleichmäßig aus. 
Zur weiteren Fixierung meines Walschwanzes habe ich einfach ein Stück Zahnstocher in die Verbindungsstelle gedrückt. 
So, mit etwas Wasser habe ich die komplette Walhaut etwas geglättet und den Meeressäuger en miniature ca. 48 Stunden an einem warmen, trockenen Ort aushärten lassen (#ichbinsoetwasvonungeduldig). 
Acrylfarbe habe ich mit viel Weiß zu einem ganz zarten Blauton angemischt und mit einem weichen Pinsel vorsichtig die obere Hälfte damit bemalt. Das lange Maul und die Augen wurden mit einem Fineliner aufgebracht.

 
Nach einer kurzen Trockenzeit, kann der neue Mitbewohner nun mit Pflanzen bestückt werden.

Frischhaltefolie, etwas Blumenerde und Sand bilden die Grundlage für meine klitzekleinen Sukkulenten-Ableger. Die Folie wird in dem Tontopf platziert und dieser mit dem Sand-Erde-Gemisch aufgefüllt. Jetzt wird die Folie in Kantenhöhe vorsichtig und gleichmäßig abgeschnitten. Die kleinen Sukkulenten können nun platziert werden. Angießen nicht vergessen! Ich mag ihre Form sehr, erinnert sie mich doch ein bisschen an die Wasserfontänen des Wals.





Die Grinsekatze ist völlig vernarrt in den kleinen Blumentopf. (Ich übrigens auch!) Er passt so gut zu ihren zahlreichen Meeresbüchern.






Und sie hat wirklich recht. Im Bücherregal scheint er sich wirklich außerordentlich wohl zu fühlen. Bloß: ob er dort länger überlebt als mein altes Flohmarkt-Fundstück?










Montag, 11. September 2017

Home is where your Müsli is

Kennst Du das auch? Ist Dir manchmal im Bauch auch nach diesem Wohlgefühl aus der Kindheit? Mir war die Tage so.

Als Jugendliche war ich oft mit der Kirche unterwegs. In Jungschar-Freizeiten. Die Ausflüge, an die ich mich am liebsten erinnere, gingen ins Sauerland. Dort buchten wir uns als Horde Halbstarker in kleine Herbergen ein und verbrachten erlebnisreiche Wochenenden und kurze Ferien in der Natur.
Was mir aus dieser Zeit noch besonders in Erinnerung geblieben ist (ja, ich war schon früher sehr kulinarisch gepolt), ist das leckere Frühstücks-Müsli, welches die eigens für diese Zwecke mitgereiste (Kirchen-)Köchin für uns Youngsters allmorgendlich bereitet hat. Es fand nicht bei jedem Anklang, aber ich fand es herrlich.




Es besteht aus einer 6-Korn-Mischung an geschrotetem Getreidesorten, die über Nacht eingeweicht und dann mit Milch und Butter kurz aufgekocht wird. 
Natürlich kann das Müsli auch vegan zubereitet werden bspw. mit Mandelmilch und einem Mini-Schuss Leinöl. 
Gesüßt wird das kernige Müsli mit Honig oder Ahornsirup und verfeinert mit allen Früchten, die der Obstkorb der Saison hergibt. 
Ich liebe dieses Müsli mit Banane und Walnusskernen und finde die Kombination unschlagbar! Aber heute war mir nach zusätzlichen Blaubeeren. Und weil ich keine Walnüsse mehr hatte, mussten Pekannüsse daran glauben. 



Nach vielen Jahren fand ich die kindliches Wohlgefühl verheißende Mischung im Reformhaus und seither ist sie regelmäßiger Bestandteil unseres Frühstückstisches. Auch das Grinsekätzchen und Herzkönig sind mittlerweile völlig angefixt. Tantchen übrigens auch. Freundinnen sowieso. Ein Allround-Leckerli sozusagen.



Für das Office ist das Müsli übrigens eine tolle, vollwertige Mahlzeit. In ein Weckglas gefüllt, mit Lieblingsfrüchten und nussigen Toppings bestückt, wird die Büropause umso genussvoller! Probier es aus!





Samstag, 9. September 2017

Schloss Bellevue

Vor einigen Wochen fanden wir in unserem Briefkasten eine wunderbare Einladung - tatsächlich vom Bundespräsidenten! Wowi. 
Dieser lud uns hochoffiziell zum Bürgerfest ins Schloss Bellevue ein, das am gestrigen Tage statt fand. Wie aufregend für das Grinsekätzchen, mich und den Herzkönig! 
Die Wetterprognosen waren leider ernüchternd, die Wahl eines feinen Outfits umso schwieriger. 
So machten wir uns am Freitagnachmittag auf den Weg von unserer verträumten Vorstadt ins geschäftige Berlin. Ziel: roter Teppich, Bellevue. 





Gemeinschaft und Ehrenamt waren die zentralen Themen des Festes; zahlreiche Organisationen, Initiativen und Unternehmen präsentierten sich an kleinen Pagoden-Ständen und gaben Einblick in ihre ehrenamtliche Arbeit, mit der sie gesellschaftliche Herausforderungen meistern und sich mit viel Herz für Mitmenschen einsetzen. Das Engagement der Menschen hinter den Projekten hat uns begeistert und zuweilen auch gerührt! Wie wunderbar, so viel Tatendrang zu spüren!


Zum Auftakt gaben sich der Bundespräsident und die First Lady die Ehre und lasen zahlreichen kleinen (und großen) Gästen aus Cornelia Funkes "Der geheimnisvolle Ritter Namenlos" vor. Schmökern bei Regenwetter mal anders - nämlich nicht auf der Couch...

Wir strotzten kühlen Temperaturen und Dauerregen und schlenderten mit Schirm und Charme (ohne Melone) durch den wahrlich wundersamen Schlossgarten.










Geschicklichkeitsspiele, Kletterturm und Torwand begeisterten derweil das Grinsekätzchen.

 
Zwischen den Informationsständen tummelten sich zahlreiche Futterbüdchen, die zu deftigen Snacks einluden. Bei dem Wetter - genau das Richtige. Wo gab es noch gleich das zünftige Bierchen zum smarten Hering?





Auf zwei großen Bühnen begeisterten u.a. Lang Lang, die Neue Philharmonie, Matz Mutzke und Julian le Play die Zuschauer. Mein heimlicher Favorit mit Gänsehautfeeling war Letztgenannter. Musste inne halten und lauschen. Tiefgründig und episch. So mag ich´s; Seelenfutter!

So verschnackten wir den Abend mit zahlreichen Freunden & Bekannten sowie neuen Bekanntschaften. Aus kleinen Gesprächsrunden wurde rasch ein großer, illustrer Kreis.




Eine Foto-Lightshow auf der Fassade des Schlosses und ein späteres Feuerwerk rundeten den erlebnisreichen Nachmittag ab und ließen uns mit zahlreichen Eindrücken und Impulsen die Heimfahrt antreten.








Vielen Dank dafür, verehrter Herr BuPrä - es war ein tolles Fest!

Kleiner Nachtrag: da zahlreiche meiner Aufnahmen wegen des schlechten Wetters unbrauchbar waren, durfte ich in Teilen aus dem aktuellen "Fotofundus" von Frank Kotowski zurück greifen. Merci!