Freitag, 22. September 2017

Wal-Werbung

Nur noch wenige Tage, dann stehen die Bundestagswahlen an (#gehunbedingtwählen). Ich habe mich in diesem Jahr für die Briefwahl entschieden und habe so genug Zeit, einmal Werbung in eigener Sache zu machen:

Das Grinsekätzchen und ich haben einen verwindeten Herbstnachmittag nämlich dazu genutzt, am heimischen Küchentisch einmal wieder kreativ zu werden. Was bei duftendem Tee und Tonknete dabei entstanden ist, mag ich Dir heute einmal vorstellen. 

Während das Grinsekätzchen sich dazu entschlossen hatte, in die Weihnachtsbastelei einzusteigen (#werdenktdennjetztschonansFest) und zarte Eissterne mithilfe von Ausstechförmchen auszustanzen, stand mir der Sinn eher nach etwas... anderem.  Nämlich nach einem hübschen Blumentopf! 
Mein Herzkönig hatte doch letztens einen Vintage-Topf in Walform, den ich glückselig auf dem Flohmarkt erstanden hatte, vom Sideboard gefegt. Aus Versehen. Sagt er so. In Wirklichkeit vermute ich, kann er den "Nippes" in unserem Heim nicht mehr ertragen und sorgt "aus Versehen" zwischendurch dafür, dass sich die Schaustücke reduzieren. (Ähnliches Schicksal ereilte nämlich kürzlich schon einen 50er Jahre Röhrenlampenschirm aus Milchglas mit pastellfarbenem Strichelmuster!)

Für meine Blumentopf-Idee besorgte ich mir einen minikleinen Tontopf, weiße, selbsthärtende Tonknete aus dem Handel und das Töpferbesteck des Grinsekätzchens.

Aus einem tennisballgroßen Stück Ton, das man vorab ausgiebigst weich klopfen muss (herrlich zum Frustabbau von besagtem Scherbenmeer), habe ich ein großes "Ei" geformt, in das ich mittig den kleinen Tontopf eingesetzt habe. Der Rand des Tontopfes wird mit Tonknete in das Ei eingepasst. Das "Drumherum" wird nun der gewünschten Form angepasst und ich wollte einen WALFISCH (in memoriam an den alten!).
Nachdem ich das Ei also samt inliegendem Tontopf in Walform gebracht hatte, habe ich aus einem kleinen Stück Tonknete einen Walschwanz geformt und diesen mit der "Schlacketechnik" an den Wal "angeklebt". Bei dieser Technik - weisst Du vielleicht noch aus Schulzeiten - werden die zu verbindenden Elemente mit einem kleinen Messer kreuzweise eingeritzt und mit so viel Wasser benetzt, dass der Ton an beiden Stellen richtig nass wird. Dann drückst Du die Elemente fest zusammen und streichst die Verbindungsränder vorsichtig und gleichmäßig aus. 
Zur weiteren Fixierung meines Walschwanzes habe ich einfach ein Stück Zahnstocher in die Verbindungsstelle gedrückt. 
So, mit etwas Wasser habe ich die komplette Walhaut etwas geglättet und den Meeressäuger en miniature ca. 48 Stunden an einem warmen, trockenen Ort aushärten lassen (#ichbinsoetwasvonungeduldig). 
Acrylfarbe habe ich mit viel Weiß zu einem ganz zarten Blauton angemischt und mit einem weichen Pinsel vorsichtig die obere Hälfte damit bemalt. Das lange Maul und die Augen wurden mit einem Fineliner aufgebracht.

 
Nach einer kurzen Trockenzeit, kann der neue Mitbewohner nun mit Pflanzen bestückt werden.

Frischhaltefolie, etwas Blumenerde und Sand bilden die Grundlage für meine klitzekleinen Sukkulenten-Ableger. Die Folie wird in dem Tontopf platziert und dieser mit dem Sand-Erde-Gemisch aufgefüllt. Jetzt wird die Folie in Kantenhöhe vorsichtig und gleichmäßig abgeschnitten. Die kleinen Sukkulenten können nun platziert werden. Angießen nicht vergessen! Ich mag ihre Form sehr, erinnert sie mich doch ein bisschen an die Wasserfontänen des Wals.





Die Grinsekatze ist völlig vernarrt in den kleinen Blumentopf. (Ich übrigens auch!) Er passt so gut zu ihren zahlreichen Meeresbüchern.






Und sie hat wirklich recht. Im Bücherregal scheint er sich wirklich außerordentlich wohl zu fühlen. Bloß: ob er dort länger überlebt als mein altes Flohmarkt-Fundstück?










Montag, 11. September 2017

Home is where your Müsli is

Kennst Du das auch? Ist Dir manchmal im Bauch auch nach diesem Wohlgefühl aus der Kindheit? Mir war die Tage so.

Als Jugendliche war ich oft mit der Kirche unterwegs. In Jungschar-Freizeiten. Die Ausflüge, an die ich mich am liebsten erinnere, gingen ins Sauerland. Dort buchten wir uns als Horde Halbstarker in kleine Herbergen ein und verbrachten erlebnisreiche Wochenenden und kurze Ferien in der Natur.
Was mir aus dieser Zeit noch besonders in Erinnerung geblieben ist (ja, ich war schon früher sehr kulinarisch gepolt), ist das leckere Frühstücks-Müsli, welches die eigens für diese Zwecke mitgereiste (Kirchen-)Köchin für uns Youngsters allmorgendlich bereitet hat. Es fand nicht bei jedem Anklang, aber ich fand es herrlich.




Es besteht aus einer 6-Korn-Mischung an geschrotetem Getreidesorten, die über Nacht eingeweicht und dann mit Milch und Butter kurz aufgekocht wird. 
Natürlich kann das Müsli auch vegan zubereitet werden bspw. mit Mandelmilch und einem Mini-Schuss Leinöl. 
Gesüßt wird das kernige Müsli mit Honig oder Ahornsirup und verfeinert mit allen Früchten, die der Obstkorb der Saison hergibt. 
Ich liebe dieses Müsli mit Banane und Walnusskernen und finde die Kombination unschlagbar! Aber heute war mir nach zusätzlichen Blaubeeren. Und weil ich keine Walnüsse mehr hatte, mussten Pekannüsse daran glauben. 



Nach vielen Jahren fand ich die kindliches Wohlgefühl verheißende Mischung im Reformhaus und seither ist sie regelmäßiger Bestandteil unseres Frühstückstisches. Auch das Grinsekätzchen und Herzkönig sind mittlerweile völlig angefixt. Tantchen übrigens auch. Freundinnen sowieso. Ein Allround-Leckerli sozusagen.



Für das Office ist das Müsli übrigens eine tolle, vollwertige Mahlzeit. In ein Weckglas gefüllt, mit Lieblingsfrüchten und nussigen Toppings bestückt, wird die Büropause umso genussvoller! Probier es aus!





Samstag, 9. September 2017

Schloss Bellevue

Vor einigen Wochen fanden wir in unserem Briefkasten eine wunderbare Einladung - tatsächlich vom Bundespräsidenten! Wowi. 
Dieser lud uns hochoffiziell zum Bürgerfest ins Schloss Bellevue ein, das am gestrigen Tage statt fand. Wie aufregend für das Grinsekätzchen, mich und den Herzkönig! 
Die Wetterprognosen waren leider ernüchternd, die Wahl eines feinen Outfits umso schwieriger. 
So machten wir uns am Freitagnachmittag auf den Weg von unserer verträumten Vorstadt ins geschäftige Berlin. Ziel: roter Teppich, Bellevue. 





Gemeinschaft und Ehrenamt waren die zentralen Themen des Festes; zahlreiche Organisationen, Initiativen und Unternehmen präsentierten sich an kleinen Pagoden-Ständen und gaben Einblick in ihre ehrenamtliche Arbeit, mit der sie gesellschaftliche Herausforderungen meistern und sich mit viel Herz für Mitmenschen einsetzen. Das Engagement der Menschen hinter den Projekten hat uns begeistert und zuweilen auch gerührt! Wie wunderbar, so viel Tatendrang zu spüren!


Zum Auftakt gaben sich der Bundespräsident und die First Lady die Ehre und lasen zahlreichen kleinen (und großen) Gästen aus Cornelia Funkes "Der geheimnisvolle Ritter Namenlos" vor. Schmökern bei Regenwetter mal anders - nämlich nicht auf der Couch...

Wir strotzten kühlen Temperaturen und Dauerregen und schlenderten mit Schirm und Charme (ohne Melone) durch den wahrlich wundersamen Schlossgarten.










Geschicklichkeitsspiele, Kletterturm und Torwand begeisterten derweil das Grinsekätzchen.

 
Zwischen den Informationsständen tummelten sich zahlreiche Futterbüdchen, die zu deftigen Snacks einluden. Bei dem Wetter - genau das Richtige. Wo gab es noch gleich das zünftige Bierchen zum smarten Hering?





Auf zwei großen Bühnen begeisterten u.a. Lang Lang, die Neue Philharmonie, Matz Mutzke und Julian le Play die Zuschauer. Mein heimlicher Favorit mit Gänsehautfeeling war Letztgenannter. Musste inne halten und lauschen. Tiefgründig und episch. So mag ich´s; Seelenfutter!

So verschnackten wir den Abend mit zahlreichen Freunden & Bekannten sowie neuen Bekanntschaften. Aus kleinen Gesprächsrunden wurde rasch ein großer, illustrer Kreis.




Eine Foto-Lightshow auf der Fassade des Schlosses und ein späteres Feuerwerk rundeten den erlebnisreichen Nachmittag ab und ließen uns mit zahlreichen Eindrücken und Impulsen die Heimfahrt antreten.








Vielen Dank dafür, verehrter Herr BuPrä - es war ein tolles Fest!

Freitag, 25. August 2017

Daily Soap

Heute möchte ich Dir ein sommerlich fruchtiges DIY vorstellen, das das Kätzchen und ich als Präsent für bevorstehende Familiengeburtstage gefertigt haben. Der Spätsommer ist gespickt davon.

Wir sind nämlich auf Heimaturlaub und - was soll ich sagen - die Hälfte der Mischpoke aus dem Ruhrpott feiert Geburtstag. Klar, dass man als im Exil lebende Familienangehörige gern mit etwas Persönlichem auftrumpfen möchte. 

Ein verregneter Sommertag lud quasi dazu ein, uns mal an selbstgefertigter Seife zu versuchen. Aber nicht an irgend welcher Seife. Neee. 
Ananas, Melone & Co liegen ja derzeit schwer im Trend. Warum also nicht einmal eine Seife fertigen, die wie ein saftiges Stück Melone en miniature anmutet? 






Versehen mit einem frischen Limettenduft verleiht sie jedem kleinsten Badezimmer ein wenig Sommerfeeling. Und das tut an Schlechtwettertagen ja besonders not!

Für unsere Kreativ-Aktion haben wir den hiesigen Bastelmarkt gestürmt und folgendes Utensil erworben:




🍉 einen Block transparente Rohseife
🍉 einen Block weiße Rohseife
🍉 ätherisches Öl "wilde Limette"
🍉 Seifenfarbe grün (als Block)
🍉 Seifenfarbe rot (als Flüssigfarbe)
🍉 zweiteilige Kunststoffkugel

🍉 aus dem Supermarkt außerdem eine Bio-Limette und Chia-Samen.

Zuhause eingetroffen, benötigten wir aus der Küche noch

🍉 ein Brettchen
🍉 ein Messer mit glatter Klinge
🍉 einen kleinen Löffel
🍉 einen kleinen Kochtopf
🍉 eine feuerfeste Schale (für ein Wasserbad)

Zunächst haben wir ein kleines Stück transparente Seife und grüne Seifenfarbe im Wasserbad - also kleiner Kochtopf in mit Wasser befüllter, feuerfester Schale - zu einem satten, dunklen Grün schmelzen lassen. Diese Farbe ergibt die äußeren Streifen auf der Melonenschale. Denn wir sind ja detailverliebt.
Als "Förmchen" dienten uns die Hälften der Kunststoffkugel.
Mit einem kleinen Löffel haben wir fast tröpfchenweise die flüssige Seife in einer der Kunststoffhälften platziert.
Vom Verschlussende beginnend, haben wir die Tropfen der flüssigen Seife langsam bis zum gegenüberliegenden Pol auslaufen lassen. In unserer Schablonenhälfte haben wir nach diesem Schema insgesamt 5 Streifen platziert. Hier ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt. 
Danach wird die Hälfte der Kunststoffkugel zum Trocknen - gern in den Kühlschrank - beiseite gelegt.
Als nächstes wird im Wasserbad ein Stück weiße Rohseife gegeben. Dazu anteilig weniger grüne Seifenfarbe, denn die nächste Schicht der Melonenschale soll sich farblich ja von den Streifen abheben. Der geschmolzenen Seife haben wir Zesten der Bio-Limette beigefügt sowie 4-6 Tropfen des ätherischen Öls. Duftet herrlich! Durch die Zesten wirkt die Melonenschale so besonders natürlich. 
Zurück aus dem Kühlschrank haben wir die Kunststoffhalbkugel nun mit der heller grünen, milchigen Seife befüllt. Nun gilt es, die Halbkugel so zu drehen, dass sich die Flüssigseife nach und nach gleichmäßig im Inneren verteilt. Der Vorgang dauert etwa 3-5 Minuten, dann beginnt die Seife zu härten und lässt sich nicht mehr bewegen. Und? Du ahnst es, ab mit der nächsten Schicht zum Aushärten in den Kühlschrank.





Als nächstes haben wir ein weiteres Stück weiße Seife im Wasserbad schmelzen lassen. Dieses Mal ohne Farbzugabe. Auch sie muss, wie die Schicht zuvor, gleichmäßig in der ganzen Halbkugel durch leichtes Schwenken verteilt werden. Dann Kühlschrank. Klar.
So, jetzt ist es fast geschafft. 
Die letzte zu schmelzende Seifenschicht besteht aus einem Stück transparenter Rohseife, 6-8 Tropfen Duftöl und einem guten Schuss flüssiger, roter Seifenfarbe, der die Seife tiefrot färbt.

Ich hatte mich für Seifenfarbe in flüssiger und fester Form (als Block) entschieden, weil ich einfach ausprobieren wollte, was in der Verarbeitung besser funktioniert. Fazit: beide Aggregatzustände funktionieren tippitoppi.

Ist die Seife geschmolzen, werden ihr nun die Chia-Samen vorsichtig untergemischt. Nicht zu viele, sonst wirkt die Melone unnatürlich. Sanft vermengen und dann ab auf die dritte, weiße Schicht der Melonenschale. Die rote Flüssigseife kann nun bis zur Oberkante der Kunststoffhälfte aufgegossen werden. Zum entgültigen Aushärten gehört sie wieder in den Kühlschrank. 







Das Grinsekätzchen und ich haben jeweils eine Hälfte gefertigt und ich muss sagen, beide Hälften sind fantastisch geworden und ich könnte nicht sagen, welche Melone "saftiger" aussieht.



Auf jeden Fall sind sie in Form geschnitten und hübsch verpackt ein wunderbares Sommer-Add-On für den Geburtstagstisch der Lieben. 


Magst Du wissen, was sich hinter dem wunderbar mintigem Rautenpapier verbirgt? Farblich passende, feine Papeterieware und eine Lightbox mit herrlichen Sommerfrüchtchen natürlich.  Ein riesiger Melonen-Lolli darf auch nicht fehlen. Aber pssssst....

Mittwoch, 19. Juli 2017

Wannsee?

"Pack die Badesachen ein, nimm das kleine Kätzelein und dann nischt wie raus nach Wannsee..."? 
Nein, der Wannsee ist heute - zu Ferienbeginn - nicht unser erklärtes Ziel sondern die Heimat. Wannsee versus Ruhr, quasi. Schwer bepackt mit allem, was unseren Kofferraum bis zum letzten Kubikmillimeter füllen kann, wird eingepackt. 

Selbstverständlich auch unsere Badesachen. Denn hier in der Berliner Vorstadt misst die momentan (endlich echten) SOMMER verheißende WetterApp 28 - im Ruhrgebiet ganze 32 Grad. Klar also, dass die Badesachen zu oberst eingepackt werden. 

Damit sie auch immer in Sichtweite sind und rasch aus dem Koffer-Taschen-Tüten-Gewühl des Kofferraums herausgezogen werden können, habe ich rasch noch ein kleines Urlaubs-DIY gefertigt, das ich Dir noch schnell vor Abreise vorstellen möchte.




Alles, was Du dafür brauchst, sind
- eine Stofftasche (mein Drogeriemarkt bietet welche in tollen, pastelligen Sommerfarben an)
- glitzernde Textilfolie zum Aufbügeln (jetzt toootal hip!)
- schwarze Stoffmalfarbe
- Schere, Pinsel, Bügeleisen
- Kartonreste als Durchmalschutz für das Tascheninnere und eine Schablone
- Sommer(bade)sachen, die glücklich machen

Zunächst habe ich den Innenraum der Tasche mit Pappkarton ausgelegt, so dass beim Bemalen keine Farbe durchdrückt. Außerdem ist die Tasche beim Bemalen so stabiler und der Stoff verrutscht nicht.
Aus einem Kartonrest, den ich doppelt gelegt habe, habe ich zwei Schablonen für die Liddeckel gemacht. Diese habe ich auf die glitzerige Textilfolie übertragen, ausgeschnitten und auf die Stofftasche gelegt. Unterhalb habe ich mit der Stoffmalfarbe, dicke, lange, schwarze Wimpern aufgetragen. Funky Lashes, was?



Nach dem Trocknen der Stoffmalfarbe wird der Pappkarton aus der Tasche entfernt und diese auf links gedreht. Nach Anweisung des Folienherstellers wird nun die Textilfolie wie auch die Stoffmalfarbe kurz mit dem Bügeleisen fixiert. Schon ist die Tasche sommerfein und kann mit allerlei herrlichen Dingen gefüllt werden, die ich für die Sommerferien brauche.... (Wo hab ich nur die Sonnencreme?)



Na dann, verabschiede ich mich erst einmal; muss weiter packen für den Heimat-Urlaub. Dort wartet nämlich ein Mammutprojekt auf uns, von dem ich demnächst einmal berichten werde. Bleib also gespannt und hab´ einen wunderbaren Sommer,

Katja


Freitag, 14. Juli 2017

(M)ein kleiner grüner Kaktus...

Im Zeichen des Kaktus´ stand die Geburtstagsfeier der kleinen Grinsekatze, die in diesem Jahr stolze acht Jahre alt geworden ist. (War es denn nicht erst letztes Jahr, als sie im Garten laufen lernte?)

Nachdem die selbst gemachten Einladungskarten in Kakteenform mit Pompomblüten standesgemäß in der Schule in den Umlauf gelangten und zahlreiche "oh, wie süüüüüüüß!" zu vernehmen waren, begann die WIRKLICH heiße Phase. Für mich. Und meine Kreativ-Kemenate. Und meine Küche.

Das Ergebnis kannst Du Dir im Folgenden in meiner kleinen Bilderreihe ansehen:


Gebastelt wurde, was das Zeug hält. Zahlreiche, überdimensional große Kakteen jedweder Couleur - aus Verpackungsmaterial gefertigt, bemalt und beblümt - zierten am "Tag X" die Garten-Geburtstags-Szenerie!

Der Teller-Kaktus macht sich wirklich prächtig im Kräuterbeet, oder? Und der Kaktus am Eingangsportal erinnert alle Gäste an eine Umarmung, die zum Geburtstag fällig ist. 






Hier und da gesellten sich auch einige Alpaccas unter das Stachelgrün, z.B. in der Girlande, die das große Bauwagenfenster direkt am Geburtstagstisch zierte.

Die Sonne lachte am Tag der Geburtstagsfeier mit den rosa Stockrosen aus dem Garten um die Wette.

Als die Gästeschar am Nachmittag bestens gelaunt im grünen Dresscode bei uns eintraf, wurde sie standesgemäß mit Max Raabes "Mein kleiner grüner Kaktus" begrüßt. Ein "Evergreen" (Achtung, Wortspiel!), den jeder mindestens mitsummen kann. Stimmung schon jetzt fantastisch und ausgelassen. So darf jede Party starten...

Unter die Familien-Geschenke in rosa Alpacca- und Glanzkaktus-Papier mischten sich nun die kunterbunten Mitbringsel der Freundinnen, die später beim spannenden Flaschendrehen geöffnet und bestaunt wurden. 



Der mit einer echten Kakteen-Parade gedeckte Geburtstagstisch in Rosé- und Grüntönen erwartete sodann die kleinen, "grünen" Damen.



Die Spannung stieg sichtlich, als die Geburtstags-Überraschungstorte mit einer grooßen "8" als Kerze serviert wurde.
Die Vorgabe des Kätzchens war, dass die Torte aus Schokolade, Buttermilch und Buttercreme bestehen sollte: ihre Favoriten-Kombi! 
So hatte ich in diesem Jahr 3 x 2 buttermilchschokige Tortenböden abgebacken (puhhh!), Buttercreme in zart rosé und pastellgrün zubereitet, diese schichtweise auf den Böden verteilt und außen herum zart in einander verlaufen lassen. Das Highlight waren Fondantkakteen mit picksigen Mandelstacheln und oben druff natürlich bunte Zuckerperlen. Ein knackiges must-have bei so viel softer Creme drumherum.



Nach dem klassischen "Happy Birthday" begleitet von einer Konfetti-Kanone wurde die Torte von dem Kätzchen stolz angeschnitten und an die Gäste verteilt. Nicht nur der Kuchen schien zu munden, scheinbar auch die Fondantkakteen, die im Nu vom Tortenrand verschwunden waren! Tzzzz.








Danach wurde der Dresscode etwas gelockert und acht Badenixen vergnügten sich im Gartenpool. Es wurde gelacht, gespritzt, getaucht und gesprungen was das Zeug hält und es war eine Freude, sie alle so ausgelassen und glücklich zu erleben - allen voran das Geburtstagskätzchen. 

Die geleerte Flasche der "Kaktus-Limo" wurde schnell zweckentfremdet und diente im Pool als Spritzgeschoss...



Nach ausgiebigem Spiel im kühlen Nass folgte ein warmes "Nass": in einer Schokofontäne durften süße Fruchtspieße mit großer Auswahl an Gesundem gebadet werden, um dann genüsslichst in der Schnute zu verschwinden. Erkennst Du die Melonen in Kakteenform?
(Gut war, dass wir im Garten diesmal keinen Wind hatten. Ich erinnere mich an einen Geburtstag mit gefühlter Windstärke 7, bei der den kleinen Gästen die flüssige Schokolade aus dem Brunnen entgegen flog...)










Danach folgte wieder ein ausgiebiger Poolbesuch, denn die schokoladigen Schnuten, Finger, Hände, Arme, Ohren, Bäuche, Beine mussten ja irgendwie gereinigt werden. (Ein Schuss Badezusatz wäre hier sicherlich hilfreich gewesen!) 

Die bunte Alpacca-Pinata, deren Magen prall gefüllt mit Süßigkeiten aller Art war, wartete am späten Nachmittag  darauf, in den Baum gehängt, all ihren Inhalt der erwartungsvollen Mädchenschar preis zu geben. 

Da nur das Geburtstagskind in den Genuss kam, mit verbundenen Augen und Stock das Tier zu "erwischen" (auch wenn der Inhalt schwesterlich geteilt wurde), warteten am Sitzplatz der Mädchen kleine, selbst gefertigte Mini-Pinatas in Kaktus-Form auf sie. 
Ein beherzter Zug an der kleinen Strippe gab weitere winzige Süßigkeiten preis. Na, wenn das keine Ausbeute ist! (Sorry, Moms!)




Zum Abendbrot wurde es - kaktusklar - mexikanisch: aus einem reichhaltigen Buffet mit frisch gebratenen Hähnchenstreifen aus der Live-cooking-Pfanne, Salat, Kidneybohnen, Mais, Tomaten, Paprika, Gurke, Joghurt und Salsa konnten sich die Mädels ihre knusprigen Taccos selbst befüllen. Ganz nach Gusto. Geschmäcker sind ja schließlich verschieden. Den Bildern nach zu urteilen, hat es gemundet. Yummie!




Als die Party gegen 19 Uhr endete, gab es für alle abholenden Eltern noch eine ausgiebigst geprobte Extra-Vorstellung aller Gästekinder auf der Slack-Line (unserem Geschenk für die Katze) mit musikalischer Untermalung von... Max Raabe natürlich. 
Ein tosender Beifall beendete die Feier und alle Mädels schritten glücklich mit einem kleinen Kreativ-Give-Away (fein verpackte Knete) plus mini-Schnappschuss aus der Sofortbildkamera von dannen. 



Das Kätzchen sprang mir sogleich in die Arme und sagte mehr als beseelt: "danke, für diesen zauberhaften Geburtstag!" 
Ich frage Dich, gibt es ein schöneres Dankeschön für Mamis? Mir fiel auf jeden Fall keins ein!

Was mir aber einfiel, war mein To-Do für den Folgetag. Denn schließlich wollten all ihre Klassenkameraden auch ordentlich mit Süßem versorgt werden und die Katze dabei hochleben lassen. Meine Leckerei für die Schule: Kaktus-Cake-Pops aus Schoko- und Zitronenquarkkkuchen - und das ganze 23 Mal....



(Im vergangenen Jahr hatten wir übrigens eine Horde Flamingos zu Besuch. Wenn Du mal nachschauen möchtest. So flatterten sie vor just 365 Tagen um das Geburtstagskind herum.)