Montag, 9. Oktober 2017

Nestwerk

Heute möchte ich Dir einmal Anton vorstellen. Anton ist ganz zauberhaft und das knuffigste und pflegeleichteste Baby, das ich je kennen gelernt habe. Sein Augenaufschlag und sein Lächeln: einfach einzigartig!



Antons einziges Manko: er gehört leider nicht uns (obwohl das Grinsekätzchen sich schon ewigst einen Grinsekater oder ein weiteres -kätzchen wünscht)!
Anton gehört vielmehr lieben Freunden, die sich ob ihres kleinen, stets gut gelaunten Grinsekaterchens wirklich glücklich schätzen dürfen! 




Sie haben ihrem kleinen Spross aus einem nur knapp 10 qm großen, sehr funktional eingerichteten Arbeitszimmer ein so wunderbares Babyzimmer gezaubert, dass ich Dir dieses heute unbedingt einmal vorstellen mag. 
Ich möchte Dir dabei zeigen, wie man auch aus klitzekleinen Räumen mit viel Liebe, Farbgefühl und gar nicht allzu viel Aufwand ein wunderbares Kuschelrefugium zaubern kann.

Hier also ein rascher Einblick in das Vorher des doch recht überschaubar anmutenden Raumes:



Das Zimmer im "zarten" Format von 2,75 x 3,36 m wurde vor Antons Ankunft frisch geweißt und eine Längsseite in einem satten Türkisgrün gestrichen. Tolle Farbwahl. Genau mein Geschmack!

Antons Wickelkommode hat vor der türkisgrünen Wand einen wunderbaren Eckplatz gefunden. Die Kommode besteht eigentlich aus einem einfachen Sideboard, das mit pastellfarbenen Treibholztüren aufgehübscht wurde und somit toll zur Wandfarbe passt. 


Den Rahmen der Wickelauflage hat Antons Papa gefertigt. Er ist so gezimmert, dass die Auflage perfekt hinein passt, Wickelutensil praktisch in Griffweite verstaut werden und der kleine Anton genüsslich alle Viere von sich strecken kann. Herrlich, so ein Windelwechsel!

Über Antons Wickelplätzchen hat sein Papa einen Ast der Korkenzieherweide direkt mit der Seitenwand verschraubt. Zahlreiche Origami-Vögel - Schwalben, Tauben und Möwen - die seine Mama gefaltet und mit Angelsehne versehen hat, flattern nun über Antons Köpfchen und vertreiben ihm die Zeit beim Boxen- ähm... Buchsen-Stopp!



Farblich passend zu dem flatternden Federvieh hat Antons Mama die Kinderzimmerlampe gestaltet. Einen einfachen Lampenschirm aus Reispapier hat sie mit einer selbstgemachten Wimpelkette verziert. Hierzu verwendet hat sie gelbes Stickgarn und zugeschnittene, kleine Rauten aus Origami-Papier. Diese werden einfach umgeknickt und mit der Schnur verklebt. Fertig sind die Mini-Wimpel. 

Wunderbare Accessoires in Antons Zimmer runden das Farbbild perfekt ab wie z.B. die blecherne Schatzkiste in zartem Pastellblau. Was da wohl drin steckt?



Zurück zu Anton: mit frischer Windel geht es gern ab auf die Beobachtungs- und Krabbelmatte. Von hier aus genießt Anton sein pastellfarbenfeines Reich, das von dem großen Bären mit der Mondleuchte behütet wird. 
Wölkchenregal und -lampe und zahlreiche kupferfarbene Sternchen machen dieses Babyzimmereckchen zum absoluten Lieblingsplatz - nicht zuletzt wegen des gemütlichen, gelb-orange melierten Teppichs und der dazu passenden Kuschelkissen. Eine kleine Lektüre gefällig, kleiner Mann?



Die vielen schönen Dinge im Babyzimmer zu bestaunen und Geschichtenlauschen machen ganz schön hungrig - und müde noch dazu. 
Nach einer ausgiebigen Milchmahlzeit und einem erneuten Besuch bei den flatternden Vögelchen geht es ab in die Poofe. 



Antons Schlafstätte liegt gleich gegenüber vom wachsamen Bären neben einem offenen Regalschrank mit allerlei Staufläche. 
Zur Schlafenszeit knipst der große Bär sachte die Mondlampe an und beschert Anton einen fabelhaften Ausblick auf den türkisgrünen Sternenhimmel. 
Jetzt noch rasch die Sternchengardinen zugezogen und einen dicken Kuss für Anton: schon schlummert er friedlich vor sich hin. Manchmal auch seine Eltern, die vom gemütlichen Sitzsack einfach nicht loskommen. Gibt es Entspannenderes, als einem selig schlafenden Baby zuzusehen. Ich finde, nicht!















Dienstag, 26. September 2017

Hello Yellow...

... schreit es im Herbst ja ein wenig. Wenn ich allerdings von "Yellow" rede, dann, weil wir uns heute ein wenig Sommerfeeling zurück ins Zuhause geholt haben. 

Bügelperlenverrückt, wie wir beiden Mädchen im Moment sind, haben wir am Wochenende wieder einmal Fruchtiges fabriziert. Es gab unter anderem eine freegestylte Bügelperlen-Ananas, die ich, falls sie Dir gefallen sollte, mal in Nahaufnahme zum Nachahmen vorstellen darf:

 
Na? Sieht sie nicht zum Anbeißen lecker aus? Hierzu verwendet habe ich neben mattgoldenen Bügelperlen jeweils zwei verschiedene Gelb- und Grüntöne, die die Fasern bzw. Blätter fast plastisch wirken lassen. Ich find sie ganz fein und sie versprüht definitiv gute Laune.

Kreativ befruchtet von besagter Ananas habe ich sogar noch ein weiteres DIY für Dich. Two in one, quasi.

Bei Aufräumarbeiten im Kinderzimmer, die einer Totalsanierung glichen, stellte ich die Tage wieder einmal überwältigt fest, wie viel ungeahnter Kleinkram sich in schier jeder Ritze des Zimmers verbirgt.
Nachdem der Staubsauger zum Glück einiges an undefinierbarem Kleinkram verschluckte (ich glaube, dabei auch eine halbe Salamischeibe entdeckt zu haben), machte ich mich an die feinmotorische Sortierung des filigranen Restes und fühlte mich dabei wie eine Fabrikarbeiterin am Akkordband. 

Eine leere Ü-Ei Verpackung fiel mir dabei in die Hände: mit gelbem Paint Marker habe ich ihr rasch ein paar Zacken aufgemalt. Mit einem Streifen Moosgummirest, der aus Grinsekätzchens Schublade lukte, einigen gekonnten Fransel-Schnitten mit der Schere und einem Spritzer Heißkleber wurde aus dem "Abfall" schnell ein nützliches Etwas: in der kleinen Ananas finden jetzt Katzes kleine Kopfhörer Platz. 



Auch das Milch- und Müsligeld für die Schule, Kaugummis, Schmuckstücke und andere Kleinst-Kuriositäten lassen sich dort prima und vor allem mit hoher Wiederauffindwahrscheinlichkeit aufbewahren. Denn eine fruchtige Ananas im Kinderzimmer ist schließlich ein echter Blickfang, oder etwa nicht?




Job done, würde ich sagen; in der Hoffnung, dass nicht jedes Kleinteil demnächst wieder in den Weiten des Kinderzimmers verschwindet....


Freitag, 22. September 2017

Wal-Werbung

Nur noch wenige Tage, dann stehen die Bundestagswahlen an (#gehunbedingtwählen). Ich habe mich in diesem Jahr für die Briefwahl entschieden und habe so genug Zeit, einmal Werbung in eigener Sache zu machen:

Das Grinsekätzchen und ich haben einen verwindeten Herbstnachmittag nämlich dazu genutzt, am heimischen Küchentisch einmal wieder kreativ zu werden. Was bei duftendem Tee und Tonknete dabei entstanden ist, mag ich Dir heute einmal vorstellen. 

Während das Grinsekätzchen sich dazu entschlossen hatte, in die Weihnachtsbastelei einzusteigen (#werdenktdennjetztschonansFest) und zarte Eissterne mithilfe von Ausstechförmchen auszustanzen, stand mir der Sinn eher nach etwas... anderem.  Nämlich nach einem hübschen Blumentopf! 
Mein Herzkönig hatte doch letztens einen Vintage-Topf in Walform, den ich glückselig auf dem Flohmarkt erstanden hatte, vom Sideboard gefegt. Aus Versehen. Sagt er so. In Wirklichkeit vermute ich, kann er den "Nippes" in unserem Heim nicht mehr ertragen und sorgt "aus Versehen" zwischendurch dafür, dass sich die Schaustücke reduzieren. (Ähnliches Schicksal ereilte nämlich kürzlich schon einen 50er Jahre Röhrenlampenschirm aus Milchglas mit pastellfarbenem Strichelmuster!)

Für meine Blumentopf-Idee besorgte ich mir einen minikleinen Tontopf, weiße, selbsthärtende Tonknete aus dem Handel und das Töpferbesteck des Grinsekätzchens.

Aus einem tennisballgroßen Stück Ton, das man vorab ausgiebigst weich klopfen muss (herrlich zum Frustabbau von besagtem Scherbenmeer), habe ich ein großes "Ei" geformt, in das ich mittig den kleinen Tontopf eingesetzt habe. Der Rand des Tontopfes wird mit Tonknete in das Ei eingepasst. Das "Drumherum" wird nun der gewünschten Form angepasst und ich wollte einen WALFISCH (in memoriam an den alten!).
Nachdem ich das Ei also samt inliegendem Tontopf in Walform gebracht hatte, habe ich aus einem kleinen Stück Tonknete einen Walschwanz geformt und diesen mit der "Schlacketechnik" an den Wal "angeklebt". Bei dieser Technik - weisst Du vielleicht noch aus Schulzeiten - werden die zu verbindenden Elemente mit einem kleinen Messer kreuzweise eingeritzt und mit so viel Wasser benetzt, dass der Ton an beiden Stellen richtig nass wird. Dann drückst Du die Elemente fest zusammen und streichst die Verbindungsränder vorsichtig und gleichmäßig aus. 
Zur weiteren Fixierung meines Walschwanzes habe ich einfach ein Stück Zahnstocher in die Verbindungsstelle gedrückt. 
So, mit etwas Wasser habe ich die komplette Walhaut etwas geglättet und den Meeressäuger en miniature ca. 48 Stunden an einem warmen, trockenen Ort aushärten lassen (#ichbinsoetwasvonungeduldig). 
Acrylfarbe habe ich mit viel Weiß zu einem ganz zarten Blauton angemischt und mit einem weichen Pinsel vorsichtig die obere Hälfte damit bemalt. Das lange Maul und die Augen wurden mit einem Fineliner aufgebracht.

 
Nach einer kurzen Trockenzeit, kann der neue Mitbewohner nun mit Pflanzen bestückt werden.

Frischhaltefolie, etwas Blumenerde und Sand bilden die Grundlage für meine klitzekleinen Sukkulenten-Ableger. Die Folie wird in dem Tontopf platziert und dieser mit dem Sand-Erde-Gemisch aufgefüllt. Jetzt wird die Folie in Kantenhöhe vorsichtig und gleichmäßig abgeschnitten. Die kleinen Sukkulenten können nun platziert werden. Angießen nicht vergessen! Ich mag ihre Form sehr, erinnert sie mich doch ein bisschen an die Wasserfontänen des Wals.





Die Grinsekatze ist völlig vernarrt in den kleinen Blumentopf. (Ich übrigens auch!) Er passt so gut zu ihren zahlreichen Meeresbüchern.






Und sie hat wirklich recht. Im Bücherregal scheint er sich wirklich außerordentlich wohl zu fühlen. Bloß: ob er dort länger überlebt als mein altes Flohmarkt-Fundstück?










Montag, 11. September 2017

Home is where your Müsli is

Kennst Du das auch? Ist Dir manchmal im Bauch auch nach diesem Wohlgefühl aus der Kindheit? Mir war die Tage so.

Als Jugendliche war ich oft mit der Kirche unterwegs. In Jungschar-Freizeiten. Die Ausflüge, an die ich mich am liebsten erinnere, gingen ins Sauerland. Dort buchten wir uns als Horde Halbstarker in kleine Herbergen ein und verbrachten erlebnisreiche Wochenenden und kurze Ferien in der Natur.
Was mir aus dieser Zeit noch besonders in Erinnerung geblieben ist (ja, ich war schon früher sehr kulinarisch gepolt), ist das leckere Frühstücks-Müsli, welches die eigens für diese Zwecke mitgereiste (Kirchen-)Köchin für uns Youngsters allmorgendlich bereitet hat. Es fand nicht bei jedem Anklang, aber ich fand es herrlich.




Es besteht aus einer 6-Korn-Mischung an geschrotetem Getreidesorten, die über Nacht eingeweicht und dann mit Milch und Butter kurz aufgekocht wird. 
Natürlich kann das Müsli auch vegan zubereitet werden bspw. mit Mandelmilch und einem Mini-Schuss Leinöl. 
Gesüßt wird das kernige Müsli mit Honig oder Ahornsirup und verfeinert mit allen Früchten, die der Obstkorb der Saison hergibt. 
Ich liebe dieses Müsli mit Banane und Walnusskernen und finde die Kombination unschlagbar! Aber heute war mir nach zusätzlichen Blaubeeren. Und weil ich keine Walnüsse mehr hatte, mussten Pekannüsse daran glauben. 



Nach vielen Jahren fand ich die kindliches Wohlgefühl verheißende Mischung im Reformhaus und seither ist sie regelmäßiger Bestandteil unseres Frühstückstisches. Auch das Grinsekätzchen und Herzkönig sind mittlerweile völlig angefixt. Tantchen übrigens auch. Freundinnen sowieso. Ein Allround-Leckerli sozusagen.



Für das Office ist das Müsli übrigens eine tolle, vollwertige Mahlzeit. In ein Weckglas gefüllt, mit Lieblingsfrüchten und nussigen Toppings bestückt, wird die Büropause umso genussvoller! Probier es aus!





Samstag, 9. September 2017

Schloss Bellevue

Vor einigen Wochen fanden wir in unserem Briefkasten eine wunderbare Einladung - tatsächlich vom Bundespräsidenten! Wowi. 
Dieser lud uns hochoffiziell zum Bürgerfest ins Schloss Bellevue ein, das am gestrigen Tage statt fand. Wie aufregend für das Grinsekätzchen, mich und den Herzkönig! 
Die Wetterprognosen waren leider ernüchternd, die Wahl eines feinen Outfits umso schwieriger. 
So machten wir uns am Freitagnachmittag auf den Weg von unserer verträumten Vorstadt ins geschäftige Berlin. Ziel: roter Teppich, Bellevue. 





Gemeinschaft und Ehrenamt waren die zentralen Themen des Festes; zahlreiche Organisationen, Initiativen und Unternehmen präsentierten sich an kleinen Pagoden-Ständen und gaben Einblick in ihre ehrenamtliche Arbeit, mit der sie gesellschaftliche Herausforderungen meistern und sich mit viel Herz für Mitmenschen einsetzen. Das Engagement der Menschen hinter den Projekten hat uns begeistert und zuweilen auch gerührt! Wie wunderbar, so viel Tatendrang zu spüren!


Zum Auftakt gaben sich der Bundespräsident und die First Lady die Ehre und lasen zahlreichen kleinen (und großen) Gästen aus Cornelia Funkes "Der geheimnisvolle Ritter Namenlos" vor. Schmökern bei Regenwetter mal anders - nämlich nicht auf der Couch...

Wir strotzten kühlen Temperaturen und Dauerregen und schlenderten mit Schirm und Charme (ohne Melone) durch den wahrlich wundersamen Schlossgarten.










Geschicklichkeitsspiele, Kletterturm und Torwand begeisterten derweil das Grinsekätzchen.

 
Zwischen den Informationsständen tummelten sich zahlreiche Futterbüdchen, die zu deftigen Snacks einluden. Bei dem Wetter - genau das Richtige. Wo gab es noch gleich das zünftige Bierchen zum smarten Hering?





Auf zwei großen Bühnen begeisterten u.a. Lang Lang, die Neue Philharmonie, Matz Mutzke und Julian le Play die Zuschauer. Mein heimlicher Favorit mit Gänsehautfeeling war Letztgenannter. Musste inne halten und lauschen. Tiefgründig und episch. So mag ich´s; Seelenfutter!

So verschnackten wir den Abend mit zahlreichen Freunden & Bekannten sowie neuen Bekanntschaften. Aus kleinen Gesprächsrunden wurde rasch ein großer, illustrer Kreis.




Eine Foto-Lightshow auf der Fassade des Schlosses und ein späteres Feuerwerk rundeten den erlebnisreichen Nachmittag ab und ließen uns mit zahlreichen Eindrücken und Impulsen die Heimfahrt antreten.








Vielen Dank dafür, verehrter Herr BuPrä - es war ein tolles Fest!

Kleiner Nachtrag: da zahlreiche meiner Aufnahmen wegen des schlechten Wetters unbrauchbar waren, durfte ich in Teilen aus dem aktuellen "Fotofundus" von Frank Kotowski zurück greifen. Merci!

Freitag, 25. August 2017

Daily Soap

Heute möchte ich Dir ein sommerlich fruchtiges DIY vorstellen, das das Kätzchen und ich als Präsent für bevorstehende Familiengeburtstage gefertigt haben. Der Spätsommer ist gespickt davon.

Wir sind nämlich auf Heimaturlaub und - was soll ich sagen - die Hälfte der Mischpoke aus dem Ruhrpott feiert Geburtstag. Klar, dass man als im Exil lebende Familienangehörige gern mit etwas Persönlichem auftrumpfen möchte. 

Ein verregneter Sommertag lud quasi dazu ein, uns mal an selbstgefertigter Seife zu versuchen. Aber nicht an irgend welcher Seife. Neee. 
Ananas, Melone & Co liegen ja derzeit schwer im Trend. Warum also nicht einmal eine Seife fertigen, die wie ein saftiges Stück Melone en miniature anmutet? 






Versehen mit einem frischen Limettenduft verleiht sie jedem kleinsten Badezimmer ein wenig Sommerfeeling. Und das tut an Schlechtwettertagen ja besonders not!

Für unsere Kreativ-Aktion haben wir den hiesigen Bastelmarkt gestürmt und folgendes Utensil erworben:




🍉 einen Block transparente Rohseife
🍉 einen Block weiße Rohseife
🍉 ätherisches Öl "wilde Limette"
🍉 Seifenfarbe grün (als Block)
🍉 Seifenfarbe rot (als Flüssigfarbe)
🍉 zweiteilige Kunststoffkugel

🍉 aus dem Supermarkt außerdem eine Bio-Limette und Chia-Samen.

Zuhause eingetroffen, benötigten wir aus der Küche noch

🍉 ein Brettchen
🍉 ein Messer mit glatter Klinge
🍉 einen kleinen Löffel
🍉 einen kleinen Kochtopf
🍉 eine feuerfeste Schale (für ein Wasserbad)

Zunächst haben wir ein kleines Stück transparente Seife und grüne Seifenfarbe im Wasserbad - also kleiner Kochtopf in mit Wasser befüllter, feuerfester Schale - zu einem satten, dunklen Grün schmelzen lassen. Diese Farbe ergibt die äußeren Streifen auf der Melonenschale. Denn wir sind ja detailverliebt.
Als "Förmchen" dienten uns die Hälften der Kunststoffkugel.
Mit einem kleinen Löffel haben wir fast tröpfchenweise die flüssige Seife in einer der Kunststoffhälften platziert.
Vom Verschlussende beginnend, haben wir die Tropfen der flüssigen Seife langsam bis zum gegenüberliegenden Pol auslaufen lassen. In unserer Schablonenhälfte haben wir nach diesem Schema insgesamt 5 Streifen platziert. Hier ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt. 
Danach wird die Hälfte der Kunststoffkugel zum Trocknen - gern in den Kühlschrank - beiseite gelegt.
Als nächstes wird im Wasserbad ein Stück weiße Rohseife gegeben. Dazu anteilig weniger grüne Seifenfarbe, denn die nächste Schicht der Melonenschale soll sich farblich ja von den Streifen abheben. Der geschmolzenen Seife haben wir Zesten der Bio-Limette beigefügt sowie 4-6 Tropfen des ätherischen Öls. Duftet herrlich! Durch die Zesten wirkt die Melonenschale so besonders natürlich. 
Zurück aus dem Kühlschrank haben wir die Kunststoffhalbkugel nun mit der heller grünen, milchigen Seife befüllt. Nun gilt es, die Halbkugel so zu drehen, dass sich die Flüssigseife nach und nach gleichmäßig im Inneren verteilt. Der Vorgang dauert etwa 3-5 Minuten, dann beginnt die Seife zu härten und lässt sich nicht mehr bewegen. Und? Du ahnst es, ab mit der nächsten Schicht zum Aushärten in den Kühlschrank.





Als nächstes haben wir ein weiteres Stück weiße Seife im Wasserbad schmelzen lassen. Dieses Mal ohne Farbzugabe. Auch sie muss, wie die Schicht zuvor, gleichmäßig in der ganzen Halbkugel durch leichtes Schwenken verteilt werden. Dann Kühlschrank. Klar.
So, jetzt ist es fast geschafft. 
Die letzte zu schmelzende Seifenschicht besteht aus einem Stück transparenter Rohseife, 6-8 Tropfen Duftöl und einem guten Schuss flüssiger, roter Seifenfarbe, der die Seife tiefrot färbt.

Ich hatte mich für Seifenfarbe in flüssiger und fester Form (als Block) entschieden, weil ich einfach ausprobieren wollte, was in der Verarbeitung besser funktioniert. Fazit: beide Aggregatzustände funktionieren tippitoppi.

Ist die Seife geschmolzen, werden ihr nun die Chia-Samen vorsichtig untergemischt. Nicht zu viele, sonst wirkt die Melone unnatürlich. Sanft vermengen und dann ab auf die dritte, weiße Schicht der Melonenschale. Die rote Flüssigseife kann nun bis zur Oberkante der Kunststoffhälfte aufgegossen werden. Zum entgültigen Aushärten gehört sie wieder in den Kühlschrank. 







Das Grinsekätzchen und ich haben jeweils eine Hälfte gefertigt und ich muss sagen, beide Hälften sind fantastisch geworden und ich könnte nicht sagen, welche Melone "saftiger" aussieht.



Auf jeden Fall sind sie in Form geschnitten und hübsch verpackt ein wunderbares Sommer-Add-On für den Geburtstagstisch der Lieben. 


Magst Du wissen, was sich hinter dem wunderbar mintigem Rautenpapier verbirgt? Farblich passende, feine Papeterieware und eine Lightbox mit herrlichen Sommerfrüchtchen natürlich.  Ein riesiger Melonen-Lolli darf auch nicht fehlen. Aber pssssst....

Mittwoch, 19. Juli 2017

Wannsee?

"Pack die Badesachen ein, nimm das kleine Kätzelein und dann nischt wie raus nach Wannsee..."? 
Nein, der Wannsee ist heute - zu Ferienbeginn - nicht unser erklärtes Ziel sondern die Heimat. Wannsee versus Ruhr, quasi. Schwer bepackt mit allem, was unseren Kofferraum bis zum letzten Kubikmillimeter füllen kann, wird eingepackt. 

Selbstverständlich auch unsere Badesachen. Denn hier in der Berliner Vorstadt misst die momentan (endlich echten) SOMMER verheißende WetterApp 28 - im Ruhrgebiet ganze 32 Grad. Klar also, dass die Badesachen zu oberst eingepackt werden. 

Damit sie auch immer in Sichtweite sind und rasch aus dem Koffer-Taschen-Tüten-Gewühl des Kofferraums herausgezogen werden können, habe ich rasch noch ein kleines Urlaubs-DIY gefertigt, das ich Dir noch schnell vor Abreise vorstellen möchte.




Alles, was Du dafür brauchst, sind
- eine Stofftasche (mein Drogeriemarkt bietet welche in tollen, pastelligen Sommerfarben an)
- glitzernde Textilfolie zum Aufbügeln (jetzt toootal hip!)
- schwarze Stoffmalfarbe
- Schere, Pinsel, Bügeleisen
- Kartonreste als Durchmalschutz für das Tascheninnere und eine Schablone
- Sommer(bade)sachen, die glücklich machen

Zunächst habe ich den Innenraum der Tasche mit Pappkarton ausgelegt, so dass beim Bemalen keine Farbe durchdrückt. Außerdem ist die Tasche beim Bemalen so stabiler und der Stoff verrutscht nicht.
Aus einem Kartonrest, den ich doppelt gelegt habe, habe ich zwei Schablonen für die Liddeckel gemacht. Diese habe ich auf die glitzerige Textilfolie übertragen, ausgeschnitten und auf die Stofftasche gelegt. Unterhalb habe ich mit der Stoffmalfarbe, dicke, lange, schwarze Wimpern aufgetragen. Funky Lashes, was?



Nach dem Trocknen der Stoffmalfarbe wird der Pappkarton aus der Tasche entfernt und diese auf links gedreht. Nach Anweisung des Folienherstellers wird nun die Textilfolie wie auch die Stoffmalfarbe kurz mit dem Bügeleisen fixiert. Schon ist die Tasche sommerfein und kann mit allerlei herrlichen Dingen gefüllt werden, die ich für die Sommerferien brauche.... (Wo hab ich nur die Sonnencreme?)



Na dann, verabschiede ich mich erst einmal; muss weiter packen für den Heimat-Urlaub. Dort wartet nämlich ein Mammutprojekt auf uns, von dem ich demnächst einmal berichten werde. Bleib also gespannt und hab´ einen wunderbaren Sommer,

Katja