Mittwoch, 19. Juli 2017

Wannsee?

"Pack die Badesachen ein, nimm das kleine Kätzelein und dann nischt wie raus nach Wannsee..."? 
Nein, der Wannsee ist heute - zu Ferienbeginn - nicht unser erklärtes Ziel sondern die Heimat. Wannsee versus Ruhr, quasi. Schwer bepackt mit allem, was unseren Kofferraum bis zum letzten Kubikmillimeter füllen kann, wird eingepackt. 

Selbstverständlich auch unsere Badesachen. Denn hier in der Berliner Vorstadt misst die momentan (endlich echten) SOMMER verheißende WetterApp 28 - im Ruhrgebiet ganze 32 Grad. Klar also, dass die Badesachen zu oberst eingepackt werden. 

Damit sie auch immer in Sichtweite sind und rasch aus dem Koffer-Taschen-Tüten-Gewühl des Kofferraums herausgezogen werden können, habe ich rasch noch ein kleines Urlaubs-DIY gefertigt, das ich Dir noch schnell vor Abreise vorstellen möchte.




Alles, was Du dafür brauchst, sind
- eine Stofftasche (mein Drogeriemarkt bietet welche in tollen, pastelligen Sommerfarben an)
- glitzernde Textilfolie zum Aufbügeln (jetzt toootal hip!)
- schwarze Stoffmalfarbe
- Schere, Pinsel, Bügeleisen
- Kartonreste als Durchmalschutz für das Tascheninnere und eine Schablone
- Sommer(bade)sachen, die glücklich machen

Zunächst habe ich den Innenraum der Tasche mit Pappkarton ausgelegt, so dass beim Bemalen keine Farbe durchdrückt. Außerdem ist die Tasche beim Bemalen so stabiler und der Stoff verrutscht nicht.
Aus einem Kartonrest, den ich doppelt gelegt habe, habe ich zwei Schablonen für die Liddeckel gemacht. Diese habe ich auf die glitzerige Textilfolie übertragen, ausgeschnitten und auf die Stofftasche gelegt. Unterhalb habe ich mit der Stoffmalfarbe, dicke, lange, schwarze Wimpern aufgetragen. Funky Lashes, was?



Nach dem Trocknen der Stoffmalfarbe wird der Pappkarton aus der Tasche entfernt und diese auf links gedreht. Nach Anweisung des Folienherstellers wird nun die Textilfolie wie auch die Stoffmalfarbe kurz mit dem Bügeleisen fixiert. Schon ist die Tasche sommerfein und kann mit allerlei herrlichen Dingen gefüllt werden, die ich für die Sommerferien brauche.... (Wo hab ich nur die Sonnencreme?)



Na dann, verabschiede ich mich erst einmal; muss weiter packen für den Heimat-Urlaub. Dort wartet nämlich ein Mammutprojekt auf uns, von dem ich demnächst einmal berichten werde. Bleib also gespannt und hab´ einen wunderbaren Sommer,

Katja


Freitag, 14. Juli 2017

(M)ein kleiner grüner Kaktus...

Im Zeichen des Kaktus´ stand die Geburtstagsfeier der kleinen Grinsekatze, die in diesem Jahr stolze acht Jahre alt geworden ist. (War es denn nicht erst letztes Jahr, als sie im Garten laufen lernte?)

Nachdem die selbst gemachten Einladungskarten in Kakteenform mit Pompomblüten standesgemäß in der Schule in den Umlauf gelangten und zahlreiche "oh, wie süüüüüüüß!" zu vernehmen waren, begann die WIRKLICH heiße Phase. Für mich. Und meine Kreativ-Kemenate. Und meine Küche.

Das Ergebnis kannst Du Dir im Folgenden in meiner kleinen Bilderreihe ansehen:


Gebastelt wurde, was das Zeug hält. Zahlreiche, überdimensional große Kakteen jedweder Couleur - aus Verpackungsmaterial gefertigt, bemalt und beblümt - zierten am "Tag X" die Garten-Geburtstags-Szenerie!

Der Teller-Kaktus macht sich wirklich prächtig im Kräuterbeet, oder? Und der Kaktus am Eingangsportal erinnert alle Gäste an eine Umarmung, die zum Geburtstag fällig ist. 






Hier und da gesellten sich auch einige Alpaccas unter das Stachelgrün, z.B. in der Girlande, die das große Bauwagenfenster direkt am Geburtstagstisch zierte.

Die Sonne lachte am Tag der Geburtstagsfeier mit den rosa Stockrosen aus dem Garten um die Wette.

Als die Gästeschar am Nachmittag bestens gelaunt im grünen Dresscode bei uns eintraf, wurde sie standesgemäß mit Max Raabes "Mein kleiner grüner Kaktus" begrüßt. Ein "Evergreen" (Achtung, Wortspiel!), den jeder mindestens mitsummen kann. Stimmung schon jetzt fantastisch und ausgelassen. So darf jede Party starten...

Unter die Familien-Geschenke in rosa Alpacca- und Glanzkaktus-Papier mischten sich nun die kunterbunten Mitbringsel der Freundinnen, die später beim spannenden Flaschendrehen geöffnet und bestaunt wurden. 



Der mit einer echten Kakteen-Parade gedeckte Geburtstagstisch in Rosé- und Grüntönen erwartete sodann die kleinen, "grünen" Damen.



Die Spannung stieg sichtlich, als die Geburtstags-Überraschungstorte mit einer grooßen "8" als Kerze serviert wurde.
Die Vorgabe des Kätzchens war, dass die Torte aus Schokolade, Buttermilch und Buttercreme bestehen sollte: ihre Favoriten-Kombi! 
So hatte ich in diesem Jahr 3 x 2 buttermilchschokige Tortenböden abgebacken (puhhh!), Buttercreme in zart rosé und pastellgrün zubereitet, diese schichtweise auf den Böden verteilt und außen herum zart in einander verlaufen lassen. Das Highlight waren Fondantkakteen mit picksigen Mandelstacheln und oben druff natürlich bunte Zuckerperlen. Ein knackiges must-have bei so viel softer Creme drumherum.



Nach dem klassischen "Happy Birthday" begleitet von einer Konfetti-Kanone wurde die Torte von dem Kätzchen stolz angeschnitten und an die Gäste verteilt. Nicht nur der Kuchen schien zu munden, scheinbar auch die Fondantkakteen, die im Nu vom Tortenrand verschwunden waren! Tzzzz.








Danach wurde der Dresscode etwas gelockert und acht Badenixen vergnügten sich im Gartenpool. Es wurde gelacht, gespritzt, getaucht und gesprungen was das Zeug hält und es war eine Freude, sie alle so ausgelassen und glücklich zu erleben - allen voran das Geburtstagskätzchen. 

Die geleerte Flasche der "Kaktus-Limo" wurde schnell zweckentfremdet und diente im Pool als Spritzgeschoss...



Nach ausgiebigem Spiel im kühlen Nass folgte ein warmes "Nass": in einer Schokofontäne durften süße Fruchtspieße mit großer Auswahl an Gesundem gebadet werden, um dann genüsslichst in der Schnute zu verschwinden. Erkennst Du die Melonen in Kakteenform?
(Gut war, dass wir im Garten diesmal keinen Wind hatten. Ich erinnere mich an einen Geburtstag mit gefühlter Windstärke 7, bei der den kleinen Gästen die flüssige Schokolade aus dem Brunnen entgegen flog...)










Danach folgte wieder ein ausgiebiger Poolbesuch, denn die schokoladigen Schnuten, Finger, Hände, Arme, Ohren, Bäuche, Beine mussten ja irgendwie gereinigt werden. (Ein Schuss Badezusatz wäre hier sicherlich hilfreich gewesen!) 

Die bunte Alpacca-Pinata, deren Magen prall gefüllt mit Süßigkeiten aller Art war, wartete am späten Nachmittag  darauf, in den Baum gehängt, all ihren Inhalt der erwartungsvollen Mädchenschar preis zu geben. 

Da nur das Geburtstagskind in den Genuss kam, mit verbundenen Augen und Stock das Tier zu "erwischen" (auch wenn der Inhalt schwesterlich geteilt wurde), warteten am Sitzplatz der Mädchen kleine, selbst gefertigte Mini-Pinatas in Kaktus-Form auf sie. 
Ein beherzter Zug an der kleinen Strippe gab weitere winzige Süßigkeiten preis. Na, wenn das keine Ausbeute ist! (Sorry, Moms!)




Zum Abendbrot wurde es - kaktusklar - mexikanisch: aus einem reichhaltigen Buffet mit frisch gebratenen Hähnchenstreifen aus der Live-cooking-Pfanne, Salat, Kidneybohnen, Mais, Tomaten, Paprika, Gurke, Joghurt und Salsa konnten sich die Mädels ihre knusprigen Taccos selbst befüllen. Ganz nach Gusto. Geschmäcker sind ja schließlich verschieden. Den Bildern nach zu urteilen, hat es gemundet. Yummie!




Als die Party gegen 19 Uhr endete, gab es für alle abholenden Eltern noch eine ausgiebigst geprobte Extra-Vorstellung aller Gästekinder auf der Slack-Line (unserem Geschenk für die Katze) mit musikalischer Untermalung von... Max Raabe natürlich. 
Ein tosender Beifall beendete die Feier und alle Mädels schritten glücklich mit einem kleinen Kreativ-Give-Away (fein verpackte Knete) plus mini-Schnappschuss aus der Sofortbildkamera von dannen. 



Das Kätzchen sprang mir sogleich in die Arme und sagte mehr als beseelt: "danke, für diesen zauberhaften Geburtstag!" 
Ich frage Dich, gibt es ein schöneres Dankeschön für Mamis? Mir fiel auf jeden Fall keins ein!

Was mir aber einfiel, war mein To-Do für den Folgetag. Denn schließlich wollten all ihre Klassenkameraden auch ordentlich mit Süßem versorgt werden und die Katze dabei hochleben lassen. Meine Leckerei für die Schule: Kaktus-Cake-Pops aus Schoko- und Zitronenquarkkkuchen - und das ganze 23 Mal....



(Im vergangenen Jahr hatten wir übrigens eine Horde Flamingos zu Besuch. Wenn Du mal nachschauen möchtest. So flatterten sie vor just 365 Tagen um das Geburtstagskind herum.)

Montag, 3. Juli 2017

NIcecream

Im Sommer bin ich mangovernarrt. Am liebsten die aus dem indischen Lebensmittelgeschäft. Sie sind in keiner Form mit den Mangos aus dem hiesigen Supermarkt zu vergleichen. Zugegeben: optisch ansprechend sind sie nicht, denn ihre Schale ist runzelig gelb. Aber ihr Innenleben hat so ein fantastisches Aroma, das seinesgleichen sucht. 
Für alle Süßspeisen, die ich zubereite, ist die Mango vom Inder meine erste Wahl. Scheinbar ergeht es nicht nur mir so, denn in letzter Zeit ist die süße, gelbe Köstlichkeit beim Inder immer vergriffen. 

In meiner Not griff ich im Supermarkt neulich zu den tiefgefrorenen Mangos, wollte ich doch ein leckeres Mango-Eis für mich und meine Lieben zaubern. In den Einkaufswagen gesellte sich zu den Tiefkühlmangos noch eine "herkömmliche" zum Dekorieren sowie ein Becher griechischer Joghurt mit 10 % Fettanteil. Genau richtig, um der Eiscreme zu einer äußerst cremigen Konsistenz zu verhelfen - ohne die zahlreichen (Wasser-)Eiskristalle, die ich in selbst gemachtem Eis (ohne Eismaschine) nicht so gerne mag. 


Zuhause angekommen, ging es super fix: 300 g tiefgefrorene Mangos in den Mixer, 4-5 gut gehäufte Esslöffel griechischen Joghurt dazu und dann alles kurz pürieren. Wer mag, kann etwas Zucker hinzufügen. Heraus kommt in wenigen Minuten eine Art Slush Eis auf Joghurt-Basis, das himmlisch schmeckt und unser eigentliches Projekt daher etwas, will sagen, dezimierte.



Nun gut. Unter den "Rest" mischte ich 2 Stiele fein gehackte, frische Minze aus dem Garten und füllte ihn in Eisbehälter, die ich jeweils mit einem Eisstiel aus Holz bestückte. Wer keine Stieleisform besitzt, kann kleine Joghurtbecher verwenden. Wer keine Eisstiele hat, nimmt kleine Eierlöffel oder Picker. Funktioniert auch super.




Nach 8 Stunden Aufenthalt im Gefrierschrank präsentiert sich Dir ein herrlich, cremiges Mango-Eis mit leichter Minz-Note. Es ist so unglaublich erfrischend und köstlich, dass es von mir das Prädikat "NIcecream" erhalten hat. Aber vorsicht: hat Suchtfaktorpotential!

Dienstag, 27. Juni 2017

Stay wild at heart!

Immer "wild" im Herzen bleiben, ist mein heimliches Lebensmotto. Die von meiner Freundin selbstgemachte Kreide-Tafel in Türkisblau, die das Wohnzimmer unseres kleinen Heimat-Refugiums ziert, erinnert mich stetig daran.






Wenn ich die kleine Wohnung betrete, erfreue ich mich immer an all den Kleinigkeiten (mein Herzkönig nennt sie schroff: Nippes), die das Wohnen dort so gemütlich und besonders machen. 

Wie Du vielleicht von meinen Heimatberichten weißt, besteht unser kleines Reich ausschließlich aus 2nd-Hand Möbeln und selbstgefertigten Accessoires. 
Bei meinem letzten Heimatbesuch habe ich also wieder einiges "angeschleppt", das mit einem kleinen Boho-Danish-Touch beseelt ist und das ich eifrig auf dem Flohmarkt gesammelt hatte.
Dort hatte ich neulich eine wunderbare marokkanische Trommel mit einem tollen Rauten-Stern-Motiv gefunden, die perfekt in unser kleines Wohnzimmer passt (und zu geselligen Stunden einläd).



Außerdem hatte ich einige außergewöhnlich schön geflochtene Rattanschalen und -körbchen aufgetan, die ich als Ensemble an der Wand über dem Daybed dekorieren wollte. Besonders schön sind ihre unterschiedlichen Tiefen; sie geben der Wandfläche eine ganz besondere Haptik. Und ihre Schatten werfen zudem wunderbare Muster an die Wand.



Schau mal, wie findest Du mein aufgehübschtes Heimat-Wohnzimmer? Die Rattan- und Holzelemente machen es wunderbar heimelig und mit den zahlreichen Kuschelkissen lassen sich gemütliche Ecken zum Verweilen knautschen. Muss bei dem trüben Wetter unweigerlich an die heutigen Siebenschläfer denken. Wäre jetzt gern einer von ihnen.

So, jetzt noch rasch ein Teechen und etwas kreative Lektüre und dann ab auf´s Daybettchen...

Donnerstag, 22. Juni 2017

Frühjahrsputz

Bei uns - ach, was sag ich: bei MIR - steht derzeit der Frühjahrsputz an. Was? Du findest, ich bin Mitte Juni zu spät dran? Sollte ich besser Frühsommerputz sagen? Den kennt doch niemand! 

Was ich eigentlich sagen will, ist, dass ich den doch langsam überquellenden Kinderkleiderschrank und die prall gefüllten Schubladen des Grinsekätzchens dazu genutzt habe, mal wieder "klar Schiff" zu machen. 
Katzenkinder wachsen so unglaublich schnell, dass man - schwups - feststellt, dass die Ärmel des Shirts neulich noch länger waren, Knöpfe sich schon mal besser schließen ließen, der Gummizugabdruck auf dem Bauch gefährlich rot aussieht und die Jeans im Hochwasser-Look so auch noch nicht gesichtet wurde.

Nun gehöre ich ja (leider) zu der Spezies, die sich sooo schlecht von alten Dingen trennen kann. Wenn es darum geht, die Anziehsachen der letzten Saison auszusortieren, gerate ich beim Entsorgungsvorgang dann und wann schon einmal ins Stocken - und Schwelgen. "Hach, das T-Shirt hatte sie an ihrem Geburtstag an. Und die Hose war so ein schönes Geschenk von Tantchen. Das Jeans-Kleid stand ihr aber auch gut...". 
Statt die Anziehsachen flink der nächsten Kinder-Generation der Freunde zu überlassen, benötigte ich dieses Mal ewig lange, um gegen meinen Trennungsschmerz anzukämpfen. Aus meinem vorsortierten vielleicht-weg- wurde ein behalte-ich-doch-lieber-Klamotten-Hügel.

Mit der Ausbeute bog ich rasch vom Kinder- in mein Kreativzimmer ab und wollte diese gerade zu meiner stattlichen Stoffsammlung packen, als mir zum Glück das tolle Stickrahmen-Set von Folia in die Hände fiel. 
Es besteht aus zwei wunderschönen, very-vintage angehauchten Stickrahmen mit den Durchmessern 15 und 20 cm sowie einem Stück Aida-Stoff zum Besticken. Der Stoff misst 25 x 49 cm und ist deshalb so besonders, weil seine Webstruktur es Stickanfängern leicht macht, sich im Sticken zu versuchen. Toll für schnell-Verzagte, wie mich!




Den Aida-Stoff musste ich zunächst allerdings für eine künftige Kreativ-Aktion beiseite legen. Denn heute ist ja Klamotten-Aussortieren angesagt und somit (noch) keine Zeit, für aus Schultagen zu reanimierende Stick-Versuche.




Die beiden Stickrahmen eignen sich hervorragend, um - easy peasy - die alten Motiv-Shirts des Kätzchens einzuspannen und im Kinderzimmer als neuen Wandschmuck zu deklarieren. Auch die alte lila Jeans lässt sich nach dem Öffnen der Nähte prima einspannen und die alte Hosentasche als Utensilo für Stifte und Kleinkrams nutzen. Und selbst ein altes Kleid wird, 1 1/2fach gelegt und in den Stickrahmen gespannt, zu einem kleinen Wand-Täschchen für Kätzchens Geheimnisse. Die Möglichkeiten sind schier unendlich.


Alles, was Du tun musst, ist die kleine Verstellschraube des Rahmens öffnen, den Stoff Deiner Wahl glatt auf den innenliegenden, kleineren Stickrahmen legen und mit dem Außenrahmen fixieren. Schräubchen anziehen. Stoffkante gleichmäßig mit einem Überstand von 1,5 cm abschneiden. Vorsichtig mit den Händen in das Rahmeninnere einschlagen.  Evtl. mit doppelseitigem Klebeband am Innenrahmen fixieren. FERTIG.





Wenn Du magst, kannst Du den Rahmen noch mit farblich passender Bommelborte, Patches, Wolle oder Masking Tape bekleben bzw. umwicklen. Die lilafarbene Miniborte und das türkise Häkelblümchen passten bei uns perfekt.

Und jetzt: FREUEN. Freuen an den upcycelten Lieblingsstücken, die nicht nur das eigene Kinderzimmer verschönern, sondern auch eine prima Geschenkidee für andere kleine "Kätzchen" sind....




Bei uns gesellt sich der hübsche Piepmatz zu seinen kleinen Bügelperlen-Freunden und der farblich passenden Porzellan-Katze. Sie ist ein aktuelles Mitbringsel vom Flohmarkt und im wahren Leben ein Wasserverdunster für die Heizung. Mit etwas Sprühfarbe und einem Blümchen versehen hängt sie nun fröhlich als reinkarnierte Vase im Kinderzimmer ab... und wehe, sie jagt eines der Vögelchen!





Samstag, 17. Juni 2017

Ein Frühstück im Bett...

... ist gemütlich und nett..., weiß wohl auch die Marketing-Abteilung des Möbel-Schweden und läd seit Neustem regelmäßig ausgewählte Kunden zum "Frühstück im Bett" ein. 
Die Wahl fiel unverhofft und glücklicherweise auf mich, kleines Vorstadtmädchen, und so durfte ich in Begleitung meiner lieben Freundin ein verschnacktes Bettfrühstück genießen. (Mein Herzkönig verneinte zuvor vehement und ausgiebig, augen- und kopfschüttelnd, so dass ich Angst bekam und von ihm absah.)







Das Frühstück fiel auf einen Juni-Samstag mit trübsten Wetteraussichten und echtem Bett-Kuschelwetter! Das nenne ich Timing!





Um 09:30 Uhr startete die Frühstücks-Aktion - perfekte Zeit für mich und meinen Magen! 
Zunächst wurden alle Teilnehmer - meist Pärchen - in die Schlafzimmer-Abteilung begleitet, wo sich jeder ein Kuschelbett seiner Wahl aussuchen durfte. Unsere Wahl fiel auf ein breites Bett mit übergroßer Bettwäsche und vielen Kissen. Es befand sich in einer olivgrün gestrichenen Schlafzimmer-Kulisse mit hübschen Sukkulenten- und Kakteen-Dekorationen. Ein kleines Schmink-Eckchen gehörte mit zu der Szenerie. 






Schnell hatten meine Freundin und ich es uns in den Kissen gemütlich gemacht und schnackten drauf los. 
Schon bald bekamen wir vom Personal jeweils ein Tablett mit frischen Brötchen, duftendem Kaffee, Orangensaft und Brötchenbelag ausgehändigt. Nachbestellungen inklusive. Bettkrümmeln ausdrücklich erlaubt. Herrlich.




Etwas skurril wurde es zugegebenermaßen, als um 10 Uhr die Pforten auch für die übrigen Besucher geöffnet wurden und schmunzelnde Gesichter in Scharen an uns vorbei flanierten. 
Es hatte einen Hauch von Zoo-Atmosphäre: Fütterung der Exoten! 
Aber, ganz ehrlich? Meine Freundin und ich waren so ins Gespräch und Futtern vertieft, dass wir schon nach kurzer Zeit die Besucher nicht mehr wahr nahmen. (So oder ähnlich fühlt sich wohl auch "Big Brother" an!) 

Nach 1 1/2 Stunden genüsslichen Frühstücks entschlossen wir, noch eine kleine Einkaufsrunde durch den Möbelschweden zu drehen. Es findet sich dort ja immer etwas Feines! So auch heute.
Wirklich nett war, dass wir zum Abschluss "der Fütterung" das komplette Bettzeug geschenkt bekamen und so schritt ich mit zwei prall gefüllten Ikea-Taschen und einem wohligen Gefühl im Bauch von dannen.

Ein genüsslicher und kurzweiliger Samstagmorgen! Danke, liebe Freundin für die fabelhafte Unterhaltung, und danke Ikea - für die ausgefallene Frühstücks-Einladung!

Freitag, 2. Juni 2017

Alles anders...

In letzter Zeit beobachte ich immer häufiger, dass die Katze von einem "wirklich schönen" Tag in der Schule spricht. Scheinbar geschehen noch Zeichen und Wunder, denn es macht den Anschein, als fände sie (endlich!) Gefallen an dem sonst so leidigen Schulalltag. 

Letztens kam sie heim und berichtete freudig davon, eines ihrer zahlreichen Bücher in der Schule vorstellen zu dürfen. Der Clou an dieser Buchvorstellung sei, dass man den Inhalt des Buches mithilfe eines selbstgestalteten Schuhkartons und dessen "Füllung" vorstellen dürfe. Eine tolle Idee, wie ich finde, die unbedingt nachahmenswert ist und deren Ergebnis ich Dir heute vorstellen mag!

Lange überlegten wir gemeinsam, welches Buch sich wohl für solch einen Vortrag, der nicht länger als fünf Minuten in Anspruch nehmen sollte, eignet. Die Wahl des Grinsekätzchens fiel bei einem beherzten Griff in den Bücherschrank auf "Amelie Anders - stellt die Welt auf den Kopf". 
Das toll illustrierte Buch, (das nämlich auch Erwachsene zum Blättern und vor allem Schmunzeln einläd) besitzen wir schon einige Jahre. Wenn Kinderbesuch bei uns nächtigt, ist "Amelie Anders" immer und stets "the book to be", bei dem gekuschelt und laut gelacht werden darf, bevor kleine Kinder ermattet in den Kissen versinken.

Der Inhalt des Buches ist kurios: Amelie startet mit einer Gute-Nacht-Geschichte in den Morgen, an dem zum Frühstück Abendbrot - natürlich Salamistulle, Chips und Malzbier - serviert wird. 
Und wenn die Eltern erst einmal in den Elterngarten gebracht sind, geht das Abenteuer für Amelie richtig los. Mit ihren besten Freunden und den beiden Trollen erlebt sie sagenhaft Verqueres. Glitzernder Zaubersand spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle. 

Ein Karton aus dem 4-Quadratmeter-Schuladen unserer Vorstadt war schnell besorgt und die Lieblingsszenen aus dem Buch rasch in Farbe kopiert. 
Dann ging es ans Werk: mit selbst gepanschtem Kleister-Sand, Glitzerkleber und Acrylfarbe, Papier, Garn und einer Menge Zubehör aus Puppenhaus und Spielkisten entstand dieser zauberhafte und leicht magisch anmutende Karton (wohl ganz im Sinne von Amelie), den das Grinsekätzchen diese Woche in der Schule vorstellte.













Die Innenseite des Karton-Deckels verrät alle wichtigen Kurzinformationen rund um das Buch. Sie war obligatorisch von der Lehrerin ausgegeben worden, sollte vom vortragenden Kind ausgefüllt werden und den Einstieg in die Buchvorstellung erleichtern. 


Den Karton-Deckel hatte das Grinsekätzchen in Hellblau gesprayt - die Farbe passt so schön zum maritimen Kinderzimmer Amelies. Neben dem Buchtitel in Großaufnahme tummeln sich auf ihm zwei niedliche Trolle, die Amelie durch jede Seite des Buches begleiten. Sie scheinen gerade den glitzerigen Zaubersand ins Säckchen zu füllen. Mal sehen, wo die Zauberspur hinführt. Ach nee, das verrate ich lieber nicht - denn es lohnt sich, einmal selbst einen Blick in das Buch hinein zu werfen.



22 staundende Augenpaare erwarteten gespannt die Öffnung des Kartons und begutachteten Amelies nachgebautes Kinderzimmer im Schuhkarton - mit eigenem Sandstrand, einer Hängematte und Lampions natürlich.

Die Buchvorstellung in der Schule mit all den lustigen Accessoires kam grandios an, schließlich hatte das Grinsekätzchen noch die Seiten des Kartons mit Ausschnitten aus dem Elterngarten und den Besuch in der etwas anderen Eisdiele beklebt.

An Amelies Kinderzimmerwand hatten wir einen Mini-Magnet angebracht, an dem zum Schluss der Papagei Platz finden durfte. Er ist Amelies sehnlichster Wunsch, der ihr vom Grinsekätzchen zum Vortragsende erfüllt wurde. 

Das Highlight eines stark bekicherten Buchinhaltes waren eisgekühlte Schoko-Bananen im Anschluss des Vortrags. Denn die sind schließlich die Leibspeise von Amelies bester Freundin...