Samstag, 17. Juni 2017

Ein Frühstück im Bett...

... ist gemütlich und nett..., weiß wohl auch die Marketing-Abteilung des Möbel-Schweden und läd seit Neustem regelmäßig ausgewählte Kunden zum "Frühstück im Bett" ein. 
Die Wahl fiel unverhofft und glücklicherweise auf mich, kleines Vorstadtmädchen, und so durfte ich in Begleitung meiner lieben Freundin ein verschnacktes Bettfrühstück genießen. (Mein Herzkönig verneinte zuvor vehement und ausgiebig, augen- und kopfschüttelnd, so dass ich Angst bekam und von ihm absah.)







Das Frühstück fiel auf einen Juni-Samstag mit trübsten Wetteraussichten und echtem Bett-Kuschelwetter! Das nenne ich Timing!





Um 09:30 Uhr startete die Frühstücks-Aktion - perfekte Zeit für mich und meinen Magen! 
Zunächst wurden alle Teilnehmer - meist Pärchen - in die Schlafzimmer-Abteilung begleitet, wo sich jeder ein Kuschelbett seiner Wahl aussuchen durfte. Unsere Wahl fiel auf ein breites Bett mit übergroßer Bettwäsche und vielen Kissen. Es befand sich in einer olivgrün gestrichenen Schlafzimmer-Kulisse mit hübschen Sukkulenten- und Kakteen-Dekorationen. Ein kleines Schmink-Eckchen gehörte mit zu der Szenerie. 






Schnell hatten meine Freundin und ich es uns in den Kissen gemütlich gemacht und schnackten drauf los. 
Schon bald bekamen wir vom Personal jeweils ein Tablett mit frischen Brötchen, duftendem Kaffee, Orangensaft und Brötchenbelag ausgehändigt. Nachbestellungen inklusive. Bettkrümmeln ausdrücklich erlaubt. Herrlich.




Etwas skurril wurde es zugegebenermaßen, als um 10 Uhr die Pforten auch für die übrigen Besucher geöffnet wurden und schmunzelnde Gesichter in Scharen an uns vorbei flanierten. 
Es hatte einen Hauch von Zoo-Atmosphäre: Fütterung der Exoten! 
Aber, ganz ehrlich? Meine Freundin und ich waren so ins Gespräch und Futtern vertieft, dass wir schon nach kurzer Zeit die Besucher nicht mehr wahr nahmen. (So oder ähnlich fühlt sich wohl auch "Big Brother" an!) 

Nach 1 1/2 Stunden genüsslichen Frühstücks entschlossen wir, noch eine kleine Einkaufsrunde durch den Möbelschweden zu drehen. Es findet sich dort ja immer etwas Feines! So auch heute.
Wirklich nett war, dass wir zum Abschluss "der Fütterung" das komplette Bettzeug geschenkt bekamen und so schritt ich mit zwei prall gefüllten Ikea-Taschen und einem wohligen Gefühl im Bauch von dannen.

Ein genüsslicher und kurzweiliger Samstagmorgen! Danke, liebe Freundin für die fabelhafte Unterhaltung, und danke Ikea - für die ausgefallene Frühstücks-Einladung!

Freitag, 2. Juni 2017

Alles anders...

In letzter Zeit beobachte ich immer häufiger, dass die Katze von einem "wirklich schönen" Tag in der Schule spricht. Scheinbar geschehen noch Zeichen und Wunder, denn es macht den Anschein, als fände sie (endlich!) Gefallen an dem sonst so leidigen Schulalltag. 

Letztens kam sie heim und berichtete freudig davon, eines ihrer zahlreichen Bücher in der Schule vorstellen zu dürfen. Der Clou an dieser Buchvorstellung sei, dass man den Inhalt des Buches mithilfe eines selbstgestalteten Schuhkartons und dessen "Füllung" vorstellen dürfe. Eine tolle Idee, wie ich finde, die unbedingt nachahmenswert ist und deren Ergebnis ich Dir heute vorstellen mag!

Lange überlegten wir gemeinsam, welches Buch sich wohl für solch einen Vortrag, der nicht länger als fünf Minuten in Anspruch nehmen sollte, eignet. Die Wahl des Grinsekätzchens fiel bei einem beherzten Griff in den Bücherschrank auf "Amelie Anders - stellt die Welt auf den Kopf". 
Das toll illustrierte Buch, (das nämlich auch Erwachsene zum Blättern und vor allem Schmunzeln einläd) besitzen wir schon einige Jahre. Wenn Kinderbesuch bei uns nächtigt, ist "Amelie Anders" immer und stets "the book to be", bei dem gekuschelt und laut gelacht werden darf, bevor kleine Kinder ermattet in den Kissen versinken.

Der Inhalt des Buches ist kurios: Amelie startet mit einer Gute-Nacht-Geschichte in den Morgen, an dem zum Frühstück Abendbrot - natürlich Salamistulle, Chips und Malzbier - serviert wird. 
Und wenn die Eltern erst einmal in den Elterngarten gebracht sind, geht das Abenteuer für Amelie richtig los. Mit ihren besten Freunden und den beiden Trollen erlebt sie sagenhaft Verqueres. Glitzernder Zaubersand spielt dabei eine nicht unerhebliche Rolle. 

Ein Karton aus dem 4-Quadratmeter-Schuladen unserer Vorstadt war schnell besorgt und die Lieblingsszenen aus dem Buch rasch in Farbe kopiert. 
Dann ging es ans Werk: mit selbst gepanschtem Kleister-Sand, Glitzerkleber und Acrylfarbe, Papier, Garn und einer Menge Zubehör aus Puppenhaus und Spielkisten entstand dieser zauberhafte und leicht magisch anmutende Karton (wohl ganz im Sinne von Amelie), den das Grinsekätzchen diese Woche in der Schule vorstellte.













Die Innenseite des Karton-Deckels verrät alle wichtigen Kurzinformationen rund um das Buch. Sie war obligatorisch von der Lehrerin ausgegeben worden, sollte vom vortragenden Kind ausgefüllt werden und den Einstieg in die Buchvorstellung erleichtern. 


Den Karton-Deckel hatte das Grinsekätzchen in Hellblau gesprayt - die Farbe passt so schön zum maritimen Kinderzimmer Amelies. Neben dem Buchtitel in Großaufnahme tummeln sich auf ihm zwei niedliche Trolle, die Amelie durch jede Seite des Buches begleiten. Sie scheinen gerade den glitzerigen Zaubersand ins Säckchen zu füllen. Mal sehen, wo die Zauberspur hinführt. Ach nee, das verrate ich lieber nicht - denn es lohnt sich, einmal selbst einen Blick in das Buch hinein zu werfen.



22 staundende Augenpaare erwarteten gespannt die Öffnung des Kartons und begutachteten Amelies nachgebautes Kinderzimmer im Schuhkarton - mit eigenem Sandstrand, einer Hängematte und Lampions natürlich.

Die Buchvorstellung in der Schule mit all den lustigen Accessoires kam grandios an, schließlich hatte das Grinsekätzchen noch die Seiten des Kartons mit Ausschnitten aus dem Elterngarten und den Besuch in der etwas anderen Eisdiele beklebt.

An Amelies Kinderzimmerwand hatten wir einen Mini-Magnet angebracht, an dem zum Schluss der Papagei Platz finden durfte. Er ist Amelies sehnlichster Wunsch, der ihr vom Grinsekätzchen zum Vortragsende erfüllt wurde. 

Das Highlight eines stark bekicherten Buchinhaltes waren eisgekühlte Schoko-Bananen im Anschluss des Vortrags. Denn die sind schließlich die Leibspeise von Amelies bester Freundin...












Donnerstag, 1. Juni 2017

Alltagsverschönerer

Kennst Du Alltagsverschönerer? Bestimmt kennst Du sie. Nach einem richtig miesen Tag sind sie es, die Dich wieder in die Bahn bringen, die Dir Glück verheißen und Dein geschundenes Gemüt milde stimmen. 

Genau so einen brauchte ich am gestrigen Tag! Die Geschichte meiner miesen Laune fing mit einem miserablen Morgen an, in den ich aus einer Albtraumnacht erwachte. Das sagt doch schon alles, oder?

Vormittags bemerkte ich, dass die Grinsekatze wieder einmal ihr halbes Schulutensil zu Hause vergessen hatte und nötigte mich dazu, es ihr in einem zweiten Schulanfahrtsanlauf vorbei zu bringen. Noch Fragen?

Als ich meine aktuellen Dawanda-Verkäufe später zu Post brachte, wurde ich von einer Brandenburgischen Schnauze (ganz ähnlich der Berliner Schnauze, nur noch ein wenig raunziger) hinter dem Schalter harsch und entnervt angegriffen, warum ich mein Päckchen denn schon wieeeeeeder falsch beschriftet hätte. Ob ich´s denn nicht langsam besser wüsste....
Dazu sei gesagt, dass ich meine Quadrillionen Päckchen, die ich dort aufgebe, noch niemals falsch beschriftet habe. Dieses Mal hatte ich statt auf einem Paketschein die Adresse lediglich direkt auf den Karton geschrieben. Groß und leserlich. Mit Absender. Kein Vergehen, oder?
Dafür forderte die Schnauze 4,80 € statt der von mir, Format und Gewicht berücksichtigend, berechneten 3,95 €. Vermutlich eine individuelle und tages(launen)abhängige Strafgebühr für vermeindlich falsches Beschriften. Sie meinte es ernst. Ich zweifelte an ihrem Geisteszustand! Und den AGBs der Deutschen Post. 
Den weiteren Verlauf unseres Dialogs erspare ich Dir an dieser Stelle. Nur so viel sei gesagt: als ich die Post verließ, hatte ich den Papp auf. 

Zuhause angekommen verhieß der Kühlschrank - verlässlich, wie so oft - Linderung meiner Launen-Not. Eine Schale Blaubeeren animierte mich zu einem schnellen Rezept, das - solltest Du auch dringend einen Alltagsverschönerer benötigen - rasch und unbedingt empfehlenswert, nachzumachen ist. 




Aus 150 g Butter, 100 g (Rohrohr-)Zucker, 1 Ei, etwas Mark aus der Vanilleschote und 160 g (Dinkel-)Mehl, vermischt mit einem TL Backpulver, knetest Du einen Teig, der, während Du die nächsten Zutaten anmischst, im Kühlschrank entspannt chillen darf.

In einer Schüssel vermengst Du 300 g türkischen Joghurt (vollfett, yeah!) mit 4-6 EL Quark, 1 Ei, 2 EL Vanillepuddingpulver, gibst 60 g Zucker, wieder etwas Mark aus der Vanilleschote und 500 g gewaschene Blaubeeren hinzu. 

Nachdem alles vorsichtig vermengt ist, darf der gechillte Teig wieder aus dem Kühlschrank geholt und als Boden am besten in einer Tarteform platziert werden. Meine hatte ich gerade verliehen, daher tat es auch eine normale 28er Backform. Wenn Du den Teig mit leicht angefeuchteten Fingern auf dem Boden der Backform verteilst, funktioniert es bestens. Hierauf kommt nun die Beeren-Masse. 
Bei 200 Grad wird die Tarte nun ca. 30 Minuten im vorgeheizten Backofen mit Umluft gebacken. Fertig ist der Kuchen, wenn die Oberfläche leicht bräunt.




Warm schmeckt diese Köstlichkeit am besten. Das I-Tüpfelchen hierzu ist eine Puderzuckerhaube und/oder ein Bällchen Vanilleeis. Und der Tag ist wieder gerettet!