Donnerstag, 30. Juni 2016

Eine Partie Crocket gefällig?


"Die Hauptschwierigkeit, die Alice zuerst fand, war, ihren Flamingo zu handhaben. So konnte sie zwar ziemlich bequem seinen Körper unter ihrem Arm festhalten, sodass die Füße herunter hingen, aber wenn sie eben seinen Hals schön ausgestreckt hatte und mit seinem Kopf dem Igel nun einen Schlag geben wollte, so richtete er sich auf und sah ihr mit einem so verdutzten Ausdruck ins Gesicht, dass sie es sich nicht verkneifen konnte, laut zu lachen...." 
Lewis Carroll, "Alice im Wunderland"

Schon seit einigen Jahren beherbergt unser Garten diesen zauberhaften Flamingo. Ich glaube, nun ist es wirklich an der Zeit,  dass ich ihn Dir einmal persönlich vorstelle.

Der Flamingo ist ein zugegebener Maßen scheuer Mitbewohner, der sich gern zwischen üppigem Grün versteckt und vorzugsweise am kleinen Mini-Teich im Garten verweilt. Dort hockt er vergnügt, fischt nach kleinem Getier und beobachtet mich dann und wann beim Schmökern auf meinem Lieblingsplatz. 

Körper und Kopf sind aus einem Stück Sperrholz von etwas weniger als 1 cm Dicke zugesägt. Die Formen sind so einfach, dass man diese leicht aus freier Hand zeichnen kann. 
Mit einer Stichsäge sind beide Teile schnell ausgesägt und mit groben Schmirgelpapier sind die Ränder fix geglättet. 
Die Beine des Flamingos bestehen aus halbrunden Stäben mit einer Länge von jeweils 1,20 m, die auf der Hinterseite des Körpers mit zwei kleinen Schrauben fixiert werden. 
Der Clou des Flamingos liegt eindeutig in seinem biegsamen Hals. Hierfür benötigt man einen dicken Draht von ca. 1 m, über den ein Stück Gartenschlauch gestülpt wird. Ich habe weiß gestreiften verwendet, denn der Standardschlauch in grün passt farblich nicht so schön. Der Draht sollte ca. 2 cm aus beiden Enden des Gartenschlauches heraus ragen.

Nun werden zwei kleine Löchern in eben dieser Tiefe vorsichtig in die Seiten des Körpers und Kopfes gebohrt. Danach wird der Draht mit Heißkleber an beiden Stellen fixiert.
Zum Schluss wird der Flamingo mit lachsfarbener Holzschutzfarbe lackiert, wobei es besonders schön aussieht, wenn man für Schnabel und Federkleid noch weiße Farbe beimischt, um schöne Farb-Nuancen zu erzielen.
Fertig ist das hübsche und "trendige" Federvieh für den Garten! Und der Partie Crocket steht nichts mehr im Wege - vorausgesetzt, man weiß, wie man ihn halten muss...

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