Mittwoch, 17. August 2016

Die Krupps

Dem Grinsekätzchen die Heimat zu zeigen und die Pott-Kultur nahe zu bringen, macht mir immer eine besondere Freude und rührt mich ungemein. Nicht zuletzt, weil ich an längst vergangene Sonntagsausflüge mit meiner Oma zurück denke, die mich in Kindertagen durch das ganze Ruhrgebiet "geschleppt" hat.
Omi sei dank, habe ich ihre Unternehmungsfreude wohl anerzogen bekommen und liebe Ausflüge mit Herzkönig und Grinsekätzchen in der Region.

Bei unserem letzten Aufenthalt in der Heimat hielt ich es für angemessen, dem Grinsekätzchen mal die Familie Krupp vorzustellen. Unsere Ururgroßfahren waren nämlich waschechte Kruppianer und so gehört es quasi zur Stammbaumpflege, das Grinsekätzchen mit der Familie Krupp vertraut zu machen. Die Krupps gehören demnach zu meiner Heimat, wie der Milchschaum in den Cappuccino, Biene Maja zu Willi und "er" zu Marianne Rosenberg. Du weißt schon!

Die Villa Hügel - das mehr als representative Stammhaus der Krupps - ist von unserem Heimat-Refugium nur zwei S-Bahn-Haltestellen entfernt und so machten wir uns eines frischen, wetterunentschlossenen Morgens auf den Weg, den Krupps einen Besuch abzustatten.

Die Villa Hügel ist seit Jahren Ausflugsziel, weil wunderbar am Baldeneysee gelegen - und Konzert- & Ausstellungsort zugleich. Die imposanten Bilder des Hauses und des umgebenden Areals siehst Du hier:


Die Ankunft am S-Bahnhof "Essen-Hügel" hält dieses Panorama für jeden bereit. Am Morgen hängt noch der Frühnebel über dem Baldeneysee. Aber die ersten Boote segeln bereits
Nach einem kurzen Fußmarsch bergauf wartet hinter den Eingangsportalen des 28 Hektar großen  Krupp-Geländes dieses Wärterhäuschen auf den Besucher

Diese wunderbaren Fliesen zieren die Veranda des Wärterhäuschens
Die Weitläufigkeit des Parkes, der einen im folgenden erwartet, ist einfach nur umwerfend
Ein uralter Mammutbaum trumpft hier im wahrsten Wortsinn auf

Im Park versteckt findet man das "kleine" Spielhaus der Krupp´schen Kinder, auch "Spatzenhaus" genannt. Ein Blick durch die Sprossenfenster zeigt eine gemütliche Essecke und Kinderküche. Einfach zauberhaft!
Ein Regenschauer überrascht uns; Schutz bietet eine kleine Remise direkt neben dem Spatzenhaus
Ein "Wünschelbrunnen" direkt am Spatzenhaus







Der Garten ist terrassenartig gegliedert
Ein erster Blick durch die dichten Baumwipfel lässt das Monument erahnen, die Villa Hügel (Südwestansicht)
Der Blick an einer alten Linde vorbei zeigt das Eingangsportal des heutigen Haupthauses
Eine unglaubliche Weitläufigkeit aus allen erdenklichen Perspektiven; hinten rechts - fast unscheinbar vor einem Nebengelass - ein weidendes Bronzepferd
Der Blick auf das heutige Haupthaus mit frisch gemähtem "Vorgarten"




Prunkvolle Laternenmaste im Vorhof



Die Decke des Konzertsaals im 1. Stock des Hauses
Detailansicht des Konzertsaals
Deckenansicht eines der zahlreichen Zimmer - Orientierung verloren
Die Bibliothek; von hier aus - so hörte ich - geht ein geheimer Gang ab, was die ganze Besichtigung noch spannender machte. Gefunden haben wir ihn allerdings nicht. Wenn ich jetzt vorsichtig das 3 Buch in der 2. Reihe aus der ersten Vitrine herausnehme, dann....?
Ein Blick aus dem Fenster der Bibliothek
Detailansicht im Treppenhaus
Eines der zahlreichen Familien-Portraits aus dem Foyer des Hauses. Hier: Gustav Krupp von Bohlen und Halbach

Stuckdecken im damaligen Wohnhaus, heute Museum
Deckenarbeit im Chinesischen Zimmer, damaliges Wohnhaus
Museumsluft macht müde, daher: draußen tief einatmen und Waldluft inhalieren
Zurück zum Bahnhof - oder besser noch: zum Baldeneysee, um die grandiose Aussicht und ein Eis  zu genießen.

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