Sonntag, 13. März 2016

Süßer Ausflug ans Meer

Träumst Du an trüben Regentagen auch manchmal von Sonne, Strand und Meer? Von Meeresluft und tosenden Wellen? Ich schon.
Um Dir ein wenig Urlaubsfeeling nach Hause zu holen, hätte ich da etwas für Dich! Was es ist und was zu dazu brauchst, siehst Du hier:

 - einfachen Raffinade Zucker,
 - blaue Lebensmittelfarbe (die von Wusita eignet sich gut)
 - einen Quirl oder Spatel
 - eine Silikonform mit Meeresmotiv 
(Eiswürfelformen gibt es schöne bei Ikea; das Innere alter Pralinenschachteln ist eine preisgünstige Alternative)
Falls es ein Geschenk oder Mitbringsel werden soll: 
 - zum Thema passende Postkarten oder ausgedruckte Motive aus dem Internet
 - eine kleine Klarsichttüte
 - Bastband und Geschenkanhänger
 - evtl. Muscheln zum Verzieren

Mit all den Zutaten kannst Du Dir gefärbten & toll geformten Zucker herstellen, der Dir Deinen Tee- oder Kaffeegenuss versüßt und Dich auch bei dem schlimmsten Graupelwetter in entspanntes  Urlaubsfeeling versetzt.

So geht es:
Füge auf ca 125 g Zucker 2-3 kleine Tropfen der Lebensmittelfarbe. Ich mag es gern pastellig, weswegen ich nicht allzu viel Farbe genommen habe. Danach nochmals 2-3 Tropfen Wasser hinzufügen. Alles gut und ausgiebig mischen, bis sich eine leicht feuchte, grob krümmelige Masse ergeben hat.
Um in der maritimen Wortwahl zu bleiben: der Zucker sollte die Konsistenz von leicht feuchtem Sand haben. Hast Du ihn vermischt, kannst Du ihn in die Silikon- bzw. Pralinenförmchen füllen. Drücke ihn am besten mit einem Spatel fest in die Form und stürze diese dann vorsichtig auf ein Brettchen, so dass die fertigen Formen frei trocknen können. Hast Du die richtige Konsistenz erwischt, funktioniert dies einwandfrei.



Pralinen- oder Eiswürfelformen - 
alles eignet sich für selbstgefärbten Zucker

Nun muss der Zucker trocknen. Je länger, desto besser. Ich lasse ihn über Nacht an einem warmen, trockenen Ort aushärten.
Ist er getrocknet, so kannst Du ihn vorsichtig in eine hübsche Zuckerdose oder - wenn es ein Präsent sein soll - in die Geschenktüte füllen. Mit einem lieben Postkartengruß versehen, verschnürst Du das Tütchen und versiehst es nach Lust und Laune noch mit farblich passendem Geschenkanhänger und echten Muscheln. 

Und wenn Du Selbstgenießer bist: rasch einen guten Kaffee machen und ab an den Lieblingsplatz!
Maritimer Kaffeegenuss - erinnert an Urlaub und Me(e/h)r


Mittwoch, 9. März 2016

Österlicher Vorgeschmack

Ja. Ich weiß. Dieses niedliche Unschuldslämmchen erinnert mehr an Karneval, denn an Ostern. Umso besser: so kannst Du es zwischen Karneval und Ostern bei Dir grasen lassen (vorausgesetzt, Du kasteist Dich nicht mit Fasten) und erhälst im Gegenzug leckere Naschereien aus dem Glas.
Gefüllt ist das Glas mit bunten Brauseufos - die erinnern so herrlich an die eigene Kindheit...
Diese kleine Bastelei, die ich für gute Freunde gemacht habe, habe ich aus einem alten Marmeladenglas, einem Gummitier vom Flohmarkt und etwas Sprühfarbe, Kartonage & Krepp gefertigt. (Der aufmerksame Leser erkennt, ich kann meine Finger einfach nicht von Varianten dieser DIY-Idee lassen.)

Beim Foto-Shooting konnte ich diesem Brausekrams nicht widerstehen. Bin froh, dass nach Ende noch ein knapp gefülltes Glas zum Verschenken übrig geblieben ist.

Oder soll ich es vielleicht doch lieber behalten?

Montag, 7. März 2016

Sonntagsnachmittags-Genuss

Gestern kündigten sich nach meinem obligatorischen Sonntagmorgenflohmarktausflug Gäste zum Kaffee an. Ich hatte leider den großen Wochenendeinkauf versäumt, war ich am Samstag doch den ganzen Tag mit meinem Grinsekätzchen im Berliner Naturkundemuseum (es war so großartig!)
Zurück zu den Gästen, zurück in die Küche. Was machen, wenn man eigentlich nix da hat? 
Nach einem routinierten Totalscreening der Küche fand ich Äpfel, Butter, Mehl, Zucker und Sahne und schon hatte ich meine Grundzutaten für einen Apple-Crumble parat.
Weil unsere Gäste diesen echt lobten und ich mal davon ausgehe, dass er ihnen wirklich gemundet hat, hier mein Ruck-Zuck-Rezept dazu:

Für 4 Personen brauchst Du:

-  500 g Äpfel (die rotbackigen)
-  100 g Zucker (ich mag Rohrohrzucker hierzu gern)
-  150 g Mehl
-  25 g Haferflocken (weil kein Mehl mehr da!)
-  100 g weiche Butter
-  Saft einer Zitrone
-  Zimt (meine Geheimwaffe aus den Niederlanden: "Speculatius Cruiden")


Backofen auf 200 Grad vorheizen.
Äpfel schälen und in nicht allzu dicke Spalten schneiden. In Zitronenwasser kurz einlegen.
In der Zwischenzeit aus Butter, Mehl, Haferflocken, Zucker und 3-4 Messerspitzen Zimt bzw. Speculatius Cruiden einen Streuselteig bereiten.
Äpfel in einer gefetteten Tarte- bzw. Auflaufform auslegen und mit dem Streuselteig belegen.
Im Backofen ca 25 Minuten auf mittlerer Schiene backen, bis die Streusel goldbraun werden.
Noch warm mit frisch geschlagener Sahne servieren, der ich als kleinen Pfiff immer noch frische Vanille beifüge. Toll auch mit Vanilleeis dazu. Das gab mein Gefrierschrank gestern allerdings nicht mehr her....

Freitag, 4. März 2016

Parkleuchten

Als kleines Kind war ich gefühlt jeden Tag in meinem "Großstadt-Paradies", dem GRUGA-Park; einem alten Bundesgartenschaugelände aus den 1920ern, das seitdem auf mittlerweile 70ha nicht nur uns Ruhrpöttlern als Fluchtort vor Großstadtmief dient, sondern auch über die Grenzen des Ruhrpotts große Bekannt- und Beliebtheit besitzt.
Als ich klein war, habe ich dort mit sämtlichen Verwandten und angereisten Freunden der Familie die Entchen (vermutlich zu Tode) gefüttert, die Robbenschar im Becken bestaunt, (die ebenfalls zu Tode gefüttert wurde - allerdings nicht von mir), mich mit meiner Mutter gemeinsam in der Spinnenausstellung geekelt, mit meiner Tante - die mit dem grünen Daumen - heimlich Blumensamen stibitzt und die dortige "Bimmelbahn" schier endlos frequentiert. Später habe ich mit meinem ersten Freund im Schilfdickicht eines kleinen Teiches gepicknickt und mit meiner besten Freundin so manchen Abend im Biergarten gesessen, geschnackt und bin versackt.
Meinem kleinen Grinsekätzchen wollte ich dieses Glücklichkeitsfleckchen Erde nicht vorenthalten. Wenige Tage nach ihrer Geburt haben wir bereits das erste Mal als kleine Familie an der Dahlienarena gesessen und während ausgiebiger Stillsessions und die-Welt-ist-schön-Momente die Luft und den Ausblick genossen. Und wir waren selig. Wohl alle drei.
Als das Grinsekätzchen laufen konnte, haben wir jeden Spielplatz unsicher gemacht, sind auf Ponys geritten, haben gierige Ziegen und halbscheue Hirsche gefüttert. Und haben die Bimmelbahn schier endlos frequentiert.
Ein wundervoller Ort, den man zu besuchen niemals müde wird.
Mein "Stammbaum" im Frühjahr
Seit einigen Jahren ist der Park noch um eine Attraktion reicher:  das Parkleuchten!
Für ca 4 Wochen im Jahr verwandelt sich ein Großteil des GRUGA-Geländes allabendlich in ein fantastisches Lichtermeer mit großartigen Illuminationen, bewegten Bildern und interaktiven Lichtspielereien für Groß und Klein. Ich habe keines dieser Events versäumt und reise dafür sogar eigens aus meiner kleinen Berliner Vorstadt an. So geschehen am letzten Wochenende für einen Minikurztripp. 
Die wahrlich seelenmagischen Eindrücke hierzu möchte ich Dir auf gar keinen Fall vorenthalten:
Das Wahrzeichen: der GRUGA-Turm
 
Quelle: Grugapark Essen

Lichtinstallationen bei Tag -- und bei Nacht:





Kopflos durch die Nacht:


Seelenmagie:














Donnerstag, 3. März 2016

Was für ein Zirkus!

Komischerweise kann ich mich nicht daran erinnern, als Kind mit meinen Eltern jemals im Zirkus gewesen zu sein. Seit einigen Tagen habe ich eine leise Ahnung warum.

Mein Grinsekätzchen liebt Zirkus. Ihr letzter Geburtstag stand unter diesem Motto und all ihre Gäste durften standesgemäß verkleidet mit Eintrittsticket im "Garten-Zirkus" erscheinen, Waffeln, Zuckerwatte und Popcorn naschen, auf Holzpferden voltigieren, Kunststücke einüben und diese süßigkeitenverschmiert einem ausgewählten, geduldigen Publikum vorspielen... 


Selbstredend, dass man - gastiert ein echter Zirkus in der Nähe - diesen auch besuchen muss. An einem regnerischen Nachmittag beschlossen wir also, einen Mädchenausflug in den Zirkus zu machen. In einen kleinen familiengeführten Vorstadt-Zirkus. Ramba-Zamba. Rucki-Zucki. Zapperlotti. Ich weiß den Namen nicht mehr genau. 
Der Vorstadt-Zirkus ist, sagen wir: überschaubar. Der Eintrittspreis allerdings umso weniger. Wir gingen in die 16-Uhr-Vorstellung, die mit ca 35 Besuchern ausgebucht war. Grinsekätzchen und ich fanden einen hervorragenden Platz, von dem aus wir alles überschauen konnten.

Das Programm startete mit einem Tusch vom Band und einer hochschwangeren Zirkusdirektorin in einer etwas eigenwilligen Anzug-Frack-Kombination. (1. Gibt es wohl adäquate Schwangerschaftsmode für das Zirkus-Gewerbe? 2. Gott, was wenn die Fruchtblase während einer Vorstellung mitten in der Manege geplatzt wäre? Ob sie das noch als Kunststück oder Zaubertrick mit hätte einbinden können? Vermutlich.) Sie moderierte ihren jüngsten Sprössling, einen ca. 8 jährigen, als Clown verkleideten Jungen an, der wohl in Kinderaugen ziemlich lustig erschien, denn man konnte wildes Gekicher kleiner Gäste im Zuschauerraum vernehmen. Unter den Augen der schwangeren Direktorin bespaßte der kleine "Zucchini" (so oder ähnlich hieß er wohl) eine ganze Zeit lang die Menge. 
Ich ließ meine Gedanken während seiner Darbietung schweifen und sortierte die Termine der nächsten Tage, als ich plötzlich aus meiner Unaufmerksamkeit heraus gerissen wurde, weil der moderierende Pinguin geradewegs auf mich zukam, die Hand nach mir ausstreckte und die übrigen Zuschauer bat, mich mit einem kräftigen Applaus auf die Bühne zu bitten. 
Etwas irritiert leistete ich ihr Folge. Ein ebenso irritiertes Grinsekätzchen blieb mit runzelnder Stirn und flehendem Blick auf seinem Platz zurück. 
Madame Pinguin platzierte mich in die Mitte der Manege. Gott. Alle Strahler waren auf mich gerichtet. Mein Herz pochte. Ich blinzelte in die Menge. Der kleine Zucchini kam, wirres Zeug plappernd, (das kleine Gäste wohl wieder ziemlich witzig fanden - ich nicht) mit einem Hulahup-Reifen zu mir und stülpte ihn mir über. Die Schwangere, die nur unwesentlich beleibter war als ich mit meiner dicken Daunenjacke, forderte mich auf, mit dem Reifen einige Hüftumkreisungen zu machen und versprach für erfolgreiches Absolvieren dessen einen "tollen Preis". 
Mir wurde heiß in meiner Daunenhülle, wusste ich doch, dass ich mich genau jetzt - übrigens mit oder ohne Jacke - zum zweiten Clown in der Manege machen würde. Der Gedanke war mir zuwider. 
Ich beruhigte mich mit dem Gedanken, dass ich zum Glück nicht vor einem ausverkauften Zuschauerraum im Zirkus Roncalli mit ZDF-Live-Schalte stand sondern nur vor 34 glotzenden, kleinen und großen Gesichtern! Ich nahm den Reifen, holte Schwung und schaffte es, ihn eine halbe Umdrehung lang meine Jacke streifen zu lassen. Dann fiel er zu Boden.
Und meine Darbietung war beendet.
Neben wildem Gekicher kleiner Gäste vernahm ich zahlreiche mitleidige Gesichter großer Gäste und einen recht unaufdringlichen Applaus. 
Ich sah, wie die Zirkus-Direktorin mit einer Flasche "Veuve Clicquot" freudestrahlend auf mich zuwatschelte und dachte, Schampus sei eine ordentliche Entschädigung für den Straftatbestand der Nötigung. Hätte sich nicht plötzlich der kleine Zucchini ihr in den Weg gestellt, die Flasche entrissen und mir einen läppischen Lolly als Dankeschön in die Hand gedrückt....

Mittwoch, 2. März 2016

Neuer Mitbewohner

Mein Grinsekätzchen und ich sind bekennende Tierschützer - insbesondere aber Flohmarkttierschützer. Wenn wir Mädchen eine gemeinsame Runde über diesen machen, ist meist kein Langohr vor uns sicher. Neulich erst haben wir dieses klitzekleine Kaninchen im Schlafrock entdeckt, das uns eine nette Verkäuferin zur weiteren Pflege überlassen hat. 
Kurz darauf fanden wir ein verlassenes Puppenbettchen, das wir nach einem gemeinsamen Anstrich in weiß und kleineren Häkel- und Näharbeiten kuschelfertig für das Kaninchen gemacht haben.


Wie Du siehst, gefällt es ihm ganz gut darin. Nicht zuletzt auch deswegen, weil es direkt am Bett vom Grinsekätzchen sein Lager aufschlagen durfte. 








Und so flüstern sich die beiden vor dem Einschlafen noch geheimnissvolle Geschichten zu....