Dienstag, 14. März 2017

Brain Storming

Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob unser Gehirn wirklich unendlich viel Speicherplatz hat!
Leider befürchte ich, dass dies bei mir nicht der Fall ist. Um ehrlich zu sein: ich weiß es. Schon länger.
Tröstlich ist, dass ich auch bei anderen zweifele, ob sie nicht mehr alle.... Aber das ist eine andere Geschichte.

Fast ärgert es mich, dass ich mir beispielsweise merken kann, wie sämtliche Bestseller vom Möbelschweden heißen. Dabei interessiert mich maximal das Design, nicht aber der für Laien unaussprechliche Name!
So sorge ich mich wirklich ernsthaft darum, ob mir dieses unnütze Wissen um besagte Produktsortimentnamen nicht wertvolle Speicherkapazitäten klaut. 

Vielmehr interessiert mich in regelmäßigen, immer kürzer werdenden Abständen, wo ich meinen Haustürschlüssel, mein Handykabel oder meinen Kopf gelassen habe. Aber das fällt mir natürlich NICHT ein.

Was das jetzt mit meinem Post zu tun hat? Eben wusste ich es noch. Aber, hej, dafür weiß ich, dass SÄLLSKAP die neue, limitierte Koll.... Ach, lassen wir das.

So viel ist klar: um weiteren Gedächtnisverlust vorzubeugen - mein einziger Ansatz, dem entgegen zu wirken - müssen ein paar visuelle Supporter her. 
Hab mich also gleich mal an meinen Schreibtisch begeben und mein Papier- nebst unordentlich Beiwerk gesichtet. Damit meine ich die gefühlten 200 Schnipsel in Form von Notizen, Rechnungen, Haftzetteln, Fotos, das Handykabel (ahhh, hier also!), Kreativkritzeleien, und so weiter....

Geht es Dir auch so? Ist Dein Schreibtisch unordentlich, fühlt es sich im Kopf auch direkt nach Chaos an. Na, zumindest bilde ich mir das ein. Meine Idee also: der Wirk- und Werkstätte ein neues Wohlfühl-Layout zu verpassen, damit der Kopf wieder ein paar Kapazitäten... Du weißt schon.

Unter besagtem Arbeitsplatz offenbarte sich mir ein frisch eingetroffener Geschenkkarton der Firma Folia (#wieWeihnachtenuntermSchreibtisch). Schon beim Öffnen ließ er meine Fingerkuppen kribbeln und bei Sichtung des Inhalts meinen Kreativ-Part im Gehirn zudem freudig rauchen. Er enthielt nämlich neben zahlreichem, verschieden strukturiertem Korkpapier (ich lieeeebe Kork!) weitere wunderbare Dinge, die sich mit Kork herrlich kombinieren lassen. Mehr dazu auf den Fotos!

Sofort schnappte ich mir das Korkpapier und fing an zu werken. Neben der wirklich tollen Haptik des Korks im Format von je 20 x 30 cm ist er zudem noch selbstklebend, so dass er perfekt zu allerlei Schönem verarbeitet werden kann. "Abemus ideas", rauchte mein Kopf weiter...



Meine schönsten Schreibtisch-Doitmyselfies darf ich Dir heut´ präsentieren. Und ja, ich glaub, DAS war, was ich Dir eigentlich berichten wollte!

1. Im Keller fand ich letztens einen vom Vermieter ausrangierten "ewigen Kalender" in Form eines Blechschildes zum Aufhängen - ein Werbegeschenk aus längst vergangenen Tagen. 




Den seitlichen Drehmechanismus fand ich allerdings so pfiffig, dass ich trotz der unschönen Oberfläche dachte, man könne hieraus noch etwas Nettes zaubern. Und? Mit Korkpapier bezogen kommt der Kalender zu neuen Ehren und darf nun täglich vom Grinsekätzchen "geblättert" werden. Wann ist endlich Wochenende? Saaaaamstag.




Der Clou: er ist magnetisch und kann mit den Magneten von Folia (aus der letzten Bastelaktion) mit wichtigen Tagesnotizen bestückt werden. Hierzu habe ich einfach die kleinen, starken Magnete mit stabilen Fotokarton-Dreiecken beklebt. Bin entzückt!



2. Das Handykabel. Ich suche es jeeeeeden Tag. Ich habe mir schon ein Zweit- und Drittkabel angeschafft. Aber, es nützt nichts. Alle verstecken sich gleichzeitig!
Aus dem Korkpapier habe ich rasch eine kleine Hülle zur Aufbewahrung gefertigt, indem ich zwei Korkkreise mit einem Durchmesser von 10 cm (mit Zirkel oder auch Glasrand vorgezeichnet) ausgeschnitten und gegen einander geklebt habe. 




Dann noch innenseitig mit Klettverschluss-Aufklebern aus dem Folia-Sortiment versehen - und schwupps, ist das Handykabel ordentlich verstaut und griffbereit. (Mit Washi-Tape lässt sich Kabelsalat übrigens hervorragend vorsortieren und beschriften.)




3. Kladden habe ich ebenso oft in Gebrauch wie besagte Handykabel. Meine losen Gedanken (Du weißt vielleicht: schon morgens nach dem Aufstehen muss ich an sechs unmögliche Dinge denken) und kreativen Ergüsse muss ich überall aufschreiben können, Ideen müssen aufgekritzelt, "kostbare" Papierfunde knitterfrei gesammelt werden. Meine neu angeschafften Kladden sind aus recycelter Kartonage gefertigt und daher vom Einband her etwas langweilig. Pfiffig ist an ihnen, dass der Rand ein sehr schönes, buntes Dreiecksmuster besitzt. Da muss doch mehr drin sein, dachte ich mir...



Was ist demnach also einfacher, als die Lieblingskladde (die wie ein Tagebuch gehütet wird), schön zu bekleben und haltbarer zu machen? Mit den von Folia gelieferten, farbigen Kunstlederbändern kann man sie nach dem wirklich einfachen Bekleben mit neuer Korkhülle zudem noch edel zubinden, so dass nichts mehr heraus fällt. Sieht die Kork-Struktur nicht wunderbar aus? Mit dem dunkelbraunen Kunstlederband kommt nature-feeling auf.




Für die zweite Kladde, die ich mit anderer Kork-Struktur  beklebt habe (im Sortiment sind drei verschiedene), habe ich mir überlegt, ein Verschluss-Riemchen zu fertigen. Hierzu werden zwei lange Streifen Kork zugeschnitten - in meinem Fall mit einer griffigen Breite von 3,5 cm und einer Länge von 16,5 und 13,5 cm - und gegen einander geklebt. 




Die übrig bleibende 3 cm lange Klebefläche wird rückseitig auf der Kladde aufgebracht und fest angedrückt. Das Riemchen wird dann auf die Vorderseite geführt und mithilfe eines Klettverschlusses geschlossen. Man kann das Ende des  Riemchens nun nach Geschmack zuschneiden. Ich habe mich für eine angeschrägte Variante entschieden, die fein zu den frontal aus Fotokarton aufgeklebten Dreiecken und dem Muster am Rand passt. Beachten sollte man, dass das Notizbuch mit entsprechender Füllung dicker wird; das Riemchen sollte deshalb nicht zu stramm über die Kladde geführt werden, sondern noch genug "Luft" besitzen.


4. Als Lesezeichen für das auf-welcher-Seite-bin-ich-überhaupt-gerade-Phänomen habe ich mir ein kleines Kork-Herzchen ausgedacht. Auch dies ist schnell gemacht. Zuerst habe ich mir aus altem Karton eine Schablone gefertigt, die ich zweifach auf den Kork übertragen habe. Aus dem farbenfrohen Folia KreativPack habe ich mir türkisgrünen Fotokarton ausgesucht und die zwei Korkherzen platzsparend aufgeklebt, dann ausgeschnitten. 

Den Fotokarton nun innenliegend habe ich den unteren Rand der Herzen mit türkisgrünem Garn v-förmig zusammengenäht. Fertig. Und herzallerliebst, wie ich finde!




Wie findest Du überhaupt meine Büroklammern, die sich mit Korkfahne und Knöpfen als tolle Merker herausputzen? Endlich herrscht Zucht... ähm Kork und Ordnung im Notizbuch!



Und für meine neuen Lieblings-Washi-Tapes gibt es noch ein rasch gefertigtes Origami-Schälchen aus der Fotokartonvielfalt von Folia. 

Herrlich, was für eine hübsche Ordnung auf dem Schreibtisch - und jetzt auch wieder im Kopf!




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