Mittwoch, 27. Januar 2016

Helau & Alaaf!

Ja, ich weiß: die Karnevals-Kultur ist nichts, mit dem ich hier - in meiner kleinen Berliner Vorstadt - Punkte sammeln kann.
Im Kindergarten seinerzeit darauf hingewiesen, dass die "närrische Zeit" nun startet, bekam ich die Antwort, ob ich wohl "das Verkleidungsfest" meine und falls ja, die Verkleidungskiste selbstverständlich jedem Kind jederzeit zur Verfügung stünde. Nun gut.
Meine Euphorie, die so gar nicht überspringen wollte (hätte ich mich evtl. direkt in meinem weißen-Kaninchen-Kostüm wild Konfetti werfend präsentieren sollen?) sparte ich mir in den Folgejahren, um sie nun erneut im Kinderhort zu präsentieren. Und endlich fand mein Anliegen Gehör - sogar (zunächst) ganz ohne Kostümierung meinerseits. 
Ich freue mich - insbesondere für mein kleines Grinsekätzchen. Sie liebt jede Form von Verkleidung, wilden Frisuren, Schminke und allem, was dazu gehört. Und selbstverständlich ist für uns Nordrhein-Westfalen der Karneval das "Verkleidungs-Highlight" des Jahres. Das liegt quasi im Blut.

Heute Nachmittag startet die Party - mit einem kleinen Umzug durch den Ort -  und so habe ich den folgenden Kuchen für alle Närrinnen und Narren des Kinderhortes gestern Nachmittag zubereitet, damit es auch ihrem Gaumen an nichts fehlt. (Tatsächlich aber hatte ich die Befürchtung, dass der gemeine Brandenburger womöglich irritiert über die Horde "Straßen-Kinder" sein könnte und kein adäquates Naschwerk in Form von Kamellen für diese bereit hält.)
In der Küche gab es im Vorfeld auf jeden Fall ein wildes Luftschlangengemenge und eine Menge Backzubehör zum Abschlecken...



Es ist ein frühlingsverheißender, nach süßem Pfirsich duftender Kuchen nach einem Rezept meiner Tante. Wer dieses fruchtige Naschwerk nachbacken möchte, hier das Rezept:
Für den Teig benötigst Du:
  • 4 Tassen Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 2 Tassen Zucker
  • ein wenig Vanilleschote (ich nehme das aus der Mühle)
  • 1 Tasse Öl
  • 1 Tasse Fanta
  • 3 Eier
Alle Zutaten vermengt ergeben den Boden des Kuchens. Den Teig auf ein gefettetes Backblech geben und bei 170 Grad auf vorletzter Schiene des vorgeheizten Backofens ca. 20 Minuten backen. Die Oberfläche sollte gleichmäßig goldig sein. Mhhhh. Duftet großartig. Jetzt Kuchen auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Creme zubereiten. Hierzu benötigst Du:
  • 2 Becher Schmand
  • 250 g Quark
  • 2 Becher Sahne á 250 ml (fettreduzierte Sahne zum Schlagen ist toll hierzu und mindert das schlechte Gewissen - bei den Großen zumindest)
  • 2 Pck. Sahnesteif
  • 1 EL Zucker
(Einzeln) mit Sahnesteif aufgeschlagene Sahne vorsichtig unter die Schmand-Quark-Zucker Mischung heben und gleichmäßig auf dem ausgekühlten Kuchen verteilen.

Für den "Bienenstock" 2 große Dosen Pfirsiche bereit halten. Pfirsiche gut abtropfen lassen, Fruchtsaft auffangen. Ca 10 - 12 Pfirsiche für die dicken Brummer beiseite legen. Aus den restlichen Pfirsichen ein Pürree mixen. 2 Blatt Gelatine nach Anweisung in Wasser quellen lassen und mit Fruchtsaft erwärmen. Löffelweise das Pürree dazu geben. Langsam und gut verrühren und auf die Creme geben.
Die Bienen nun mit im Wasserbad aufgelöster Kuvertüre verzieren. Hierzu die flüssige Schokolade in eine Spritztüte geben, die man am schnellsten aus einer kleinen Gefriertüte mit leicht abgeschnittener Ecke fertigen kann. Vorsichtig nun die Streifen und den Kopf der Bienen auftragen. Bevor die Schokolade anzieht, Zuckerguss-Augen (Zubehör bei den Backwaren) aufsetzen.
Mit scharfem Messer kleine Schlitze seitlich der Bienen setzen und Mandelblättchen einstecken.

Und nun von Kinderaugen bestaunen lassen!

P.S. Eine schöne Variante für "Große" ist auch das Backen in Muffinförmchen. Schmandcreme mit großer Tülle dekorativ auf die ausgebackenen Muffins setzen und mit Pfirsichspalten dekorieren.

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