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Freitag, 2. März 2018

Abhängen mal anders

Die Tage mit -12 Grad und strahlendem Sonnenschein in der Berliner Vorstadt sind perfekt für einen kleinen, morgentlichen, warm eingemummelten Spaziergang im Grünen (wobei "grün" jetzt nicht der reellen Umgebungsfarbe entspricht; ich würde daher eher sagen "im Graubraunen"), der die Kreativität fördert, Phantasie anregt und den Tag gedanklich vorsortiert. 

So möchte ich Dir heute mein neuestes "verkorkstes" Brainstorming-Ergebnis vorstellen. Von Kork habe ich nach meiner Arbeitsplatz-Verschönerung und meiner kleinen Schmuck-Pinnwand immer noch nicht genug.
Heute geht es jedoch um Hängeampeln für meine kleine Sukkulenten- und Pilea-Sammlung. 


Korkuntersetzer dienen dabei als Halterung für Blumentöpfe, während Schnüre mit hübsch gefädelten Holzperlen das Ganze abrunden und eine schöne Hänge-Dekoration im angesagten Scandi-Stil darstellen. (Die Katze hat gleich eine für ihr neues Kinderzimmer reserviert.)


Für die Hängeampeln benötigt der Urban Jungler folgendes:








🌱 stabile Korkuntersetzer mit einem Durchmesser von ca. 18 cm und einer Dicke von 1cm. Es gibt sie recht günstig in  Haushaltswaren-Abteilungen von Möbelmärkten.
🌱 Holzperlen - natur oder farbig - in verschiedenen Größen. Die poligonalen in Blautönen finde ich besonders schön. Einige Perlen habe ich mir aus dem Perlenglas der Katze gemopst. Sie passten so schön. Aber, pssst!
🌱 weiße Bastelschnur
🌱 Stopfnadel mit dickem Ör
🌱leichte Blumen(über)töpfe, denn die Hängeampel soll ja nicht zu schwer werden. Cremefarbene Töpfe aus Kunststoff mit einem Durchmesser von 9,5 und 12,5 cm habe ich im Baumarkt gefunden.
🌱 hübsche (Rank-)Pflanzen
🌱 Bleistift
🌱 stabiler Cutter und Schneideunterlage

Zuerst stellt man einen Blumentopf mittig auf einen Korkuntersetzer und zeichnet mit einem Bleistift den Bodenrand nach.





Mit einem stabilen Cutter und einer festen Schneideunterlage wird nun der vorgezeichnete Rand mit einem halben bis 1 Zentimeter "Nahtzugabe" ausgeschnitten (damit der Blumentopf später tief genug und stabil im Korkring sitzt) und der mittlere Kreis heraus gedrückt. Ist die Schnittkante nicht ganz sauber, nicht schlimm, denn diese kann mit einer (Rund-)Schere noch einmal sauber nachgefasst werden.



Mit dem Korkring arbeitet man nun weiter und zeichnet sich vier möglichst gleich voneinander abstehende Punkte ein. Um sich den Vorgang zu vereinfachen, kann man ein quadratisches Notizblatt zur Hilfe nehmen, indem man es mittig auflegt und an den Ecken die Punkte markiert.









Hier werden mit der Stopfnadel nun vier ca. 70 cm lange Schnüre durchgefädelt, die jetzt nach Lust und Laune mit Perlen bestückt werden können. 



Am einfachsten ist es, wenn man zuerst mit den Perlen an der Korkunterseite beginnt. Mit einem oder mehreren Knoten lassen sie sich an der gewünschten Stelle positionieren und können so nicht mehr verrutschen.



Danach kann man sich den Perlen "on top" widmen. Sind alle 4 Schnüre ausreichend bestückt, werden sie oben zusammen geführt und zu einer Aufhängeschlaufe verknotet. Wer mag, kann hier abschließend auch noch einmal mit Perlen arbeiten. Gleiches gilt für den unteren Abschluss. 



Sind alle Perlen platziert? Sitzen alle Knoten? Dann kann der Blumentopf mit Lieblingspflanze mittig platziert und an den Lieblingsplatz gehängt werden.



Mittwoch, 8. November 2017

Auf den Hund gekommen

Pileas scheinen schon seit einiger Zeit die Trendpflanze schlechthin zu sein. Jedes mit Scandi-Touch eingerichtete Zimmer - sei es Wohn- oder Schlafzimmer, Küche oder Bad - hat einschlägigen Social-Media-Kanälen zufolge eine hübsch inszenierte Pileapflanze drapiert. 

Selbstverständlich steht auch an meinem Kreativplatz eine Pilea. Ich gehe schließlich mit dem Trend! Letztes Jahr habe ich sie erworben, zart und klein. Mittlerweile ist sie zur Mutterpflanze avanciert und trägt zahlreiche Ableger. Nachdem diese nun genug mütterliche Zuneigung genossen haben, ist es Zeit für sie, Mama adieu zu sagen und ihren eigenen Weg zu gehen. Ich habe mich also mit frischer Pflanzerde ausgerüstet daran gemacht, die lieben Kleinen vorsichtig von Mama zu entwöhnen. 

Selbstverständlich wollte auch das Grinsekätzchen nicht leer ausgehen und fragte mich nach einem Ableger für seine Fensterbank. Nun wollte ich ihm keinen schnöden weißen Blumentopf ins Zimmer stellen und kam auf eine Idee.




Ein längst ausrangierter Blumentopf mit Standfuß aus der nicht mehr beachteten Sammlung der hintersten Ecke bekam mit zwei Paint Markern in schwarz und rosé schnell ein niedliches Hunde-Gesicht verpasst (obwohl es eigentlich ein Hase werden sollte); incl. schwarz-weißem Ringelkragen, denn der ist Trend in dieser Saison. 





Mit Pilea bestückt hat sich das Hündchen direkt auf der breiten Fensterbank des Kinderzimmers gemütlich gemacht und freut sich auf jeden Lese- und Kuschelbesuch von der Katze. Denn jetzt zum Anfang der Winterzeit fühlt auch sie sich hier am aller wohlsten - am liebsten mit einer heißen Milch und ihrer Lieblingslektüre, "die Schule der magischen Tiere". Passt doch, oder? 




Man sagt ja, Katz und Hund vertragen sich nicht. In dem Falle würde ich allerdings glatt das Gegenteil behaupten....





Mittwoch, 3. Mai 2017

Flohmarkt Mai-Light!

Meine letzten Flohmarktbesuche waren unglaublich ergiebig. Mein hässliches Fischlein (aus dem nach einer Sprühkur eine wunderschöne Vase wurde) und meine Osterdekoration hast Du ja vielleicht schon gesichtet. 

Heute stelle ich Dir meine neue Anstandsdame auf der Blumenbank vor. Im früheren Leben war sie wohl einmal ein kleiner Trinkkrug. Jetzt wacht sie mit ihrer etwas eigensinnigen Hochsteckfrisur über die Sukkulenten-Ecke und hat sich dort recht schnell eingelebt. 
Letztens habe ich sie sogar bei einem kleinen Nickerchen erwischt:


Dienstag, 3. Mai 2016

Bubi...kopf

Laut intensiver Internetrecherche sind momentan Blumentöpfe aus Porzellan mit Gesicht wieder richtig "hip". Ich selbst kann mich daran erinnern, dass die Blumenbank meiner Omimi in den frühen 80er Jahren eines dieser Exemplare beherbergte. Schon damals fragte ich mich, wie man auf diese seltsame Design-Idee gekommen ist, weil Omis Kopf, also vielmehr ihr Blumentopf-Kopf, mit den darin befindlichen Pflanzen als Haarpracht ziemlich dämlich aussah.

In einschlägigen Foren dieses Phänomen wieder entdeckt, konnte ich mich dessen seltsamer Anziehungskraft allerdings nicht länger entziehen. Mit Sukkulenten bepflanzt und als Blumentopf-Kopf-Sammlung finde ich diese Dekorations-Idee mittlerweile sogar richtig stylisch.

Ich wollte mich unbedingt selbst daran versuchen! Mit einem alten Tontopf, Tonknete (aus Grinsekätzchens Bastelecke) und Sprayfarbe ist mit etwas Wartezeit folgendes entstanden:



Den Ton habe ich zunächst weich geknetet und mit einem Glas ausgerollt, so dass er eine Dicke von ca. 0,5 cm hatte. Dann habe ich ihn auf den Tontopf gelegt und an den Rändern sanft und sorgfältig ausgestrichen. Dabei macht es gar nichts, wenn der Ton nicht den ganzen Topf bedeckt, denn schließlich ist das Gesicht ja nur vorderseitig sichtbar.


Aus einem weiteren, kleinen Stück Ton habe ich die Nase gefertigt und an der entsprechenden Stelle aufgedrückt. Weil ich einen Kopffüssler fertigen wollte, habe ich ihm rasch noch vier kräftige Beinchen angedrückt, die ich nach dem Trocknen allerdings noch einmal mit Kleber fixiert habe.
Das Gesicht und das "Schürzchen" habe ich mit diversen Haushaltsartikeln einfach aufgedrückt. Hierzu habe ich Verschlusskappen, Gabelspitzen, Strohhalme und Besteckrückseiten verwendet. An einem Stück Test-Ton habe ich die Formen ausprobiert, bevor ich sie final in den Ton gedrückt habe. Und schwups - schon ist der Bubikopf fertig. Also, fast. 


Das Trocknen hat einen Tag in Anspruch genommen. Weil mein Bubi zweifarbig werden sollte mit einem hübschen Farbverlauf habe ich hochwertige Sprühfarbe verwendet. 
Zunächst habe ich den Kopfbereich - also 2/3 des oberen Bereiches weiß (matt) gesprüht. 


Nach dem Trocknen habe ich einen hellblauen Sprühlack verwendet und habe damit das untere Drittel gesprayt. Besonders schön hierbei finde ich die blauen Farbsprenkel, die einen leichten Farbverlauf andeuten.


Nach einem weiteren Tag Trockenzeit habe ich Bubi dann mit einem schönen Pflänzchen versehen. Er wollte keine Sukkulente, meinte, die Frisur wäre jetzt total "out". Also entschied ich mich für ein zartgrünes, kleinblättriges Gewächs, das ihm nun eine hohe Haarpracht beschert. Ihm gefällt´s. Mir auch.


Nur, wo er in Zukunft sein Lager aufschlagen will, ist ihm noch nicht ganz klar. Auf der Fensterbank in der Küche, oder doch lieber am Arbeitsplatz?