Mittwoch, 12. April 2017

You are so BUNNY!

Die Ostervorbereitungen laufen in unserem Wunderland auf Hochtouren. Als kleines Oster-Mitbringsel habe ich mir folgendes Pappmaché-Projektchen ausgedacht. 


Was man für diese Idee braucht, die man schön mit Kindern realisieren kann, sind lediglich einige (farbige) Eierkartons, ein frühlingshaftes Ausstechförmchen, eine Schüssel, einen Pfannenspritzschutz oder eine andere glatte, feinporige Abtropfmöglichkeit. (Glücklicherweise hat mir eine Freundin einen großen Siebdruckrahmen zur Verfügung gestellt, der sich ebenfalls prima für das Projekt eignet.)
Und Samentütchen. Nicht vergessen! Für meine Idee habe ich Kressesamen verwendet. Die passen zum Osterfest so gut, finde ich. Ich selbst liebe es, am Osterfrühstückstisch ein frisches Kräuterquarkbrot mit Kressesamen darauf zu genießen. Mhhh.

Schon kann die kleine Kreativarbeit starten. Zuerst müssen zwei 6er-Eierkartons klein gerissen und in eine Schüssel gegeben werden. Die Schnipsel werden dann mit Wasser übergossen, aber nur so viel, dass die Schnipsel gerade eben bedeckt sind. Dann die Pampe eine Nacht ziehen lassen. 
Sind die Schnipsel aufgeweicht, werden sie mit einem Handmixer zu einem zähflüssigen Brei verquirlt. 
Jetzt kann man der so entstandenen Pappmaché noch etwas Acryl-Farbe hinzu fügen, für den Fall, dass man keine farbigen Eierkartons verwendet hat, oder einen besonderen Ton erzielen möchte. Ich hatte grüne Eierkartons zur Hand und habe einen Minikleks blaue Farbe hinzugemischt.

Die Samen werden nun zur Masse gegeben und mit einem Löffel gleichmäßig unter gehoben. Den Mixer habe ich hierzu nicht mehr verwendet; er könnte die Samen unter Umständen beschädigen. 

Das Ausstechförmchen wird nun auf der Sieb-Unterlage platziert, die ich sicherheitshalber auf dem Balkon postiert hatte. Ist ja doch eine leicht nässende Angelegenheit! 
Mit einem Löffel befüllt man nun das Ausstechförmchen mit der Pappmaché und drückt die Masse mit dem Löffelrücken oder auch den Fingern glatt. Es sollte so viel Pappmaché ins Förmchen gefüllt werden, dass eine Füllhöhe von nicht mehr als einem knappen Zentimeter entsteht.






Nach dem Andrücken wird das Förmchen vorsichtig von der Masse gelöst und die nächste Befüllung vorgenommen. Ich habe ca. 16 Häschen aus 2 Eierkartons heraus bekommen. 

Ist die Masse in Form gebracht, sollte sie nun vorsichtig austrocknen. Um den Trocknungsvorgang zu beschleunigen, platziert man am besten Molton- und/oder Küchentücher unterhalb des Siebes. Nun müssen die Figuren 1-2 Tage trocknen.
Wichtig ist, dass sie weder zu feucht, noch zu warm stehen, sonst beginnen sie zu keimen. Sollten sich die Figuren beim Trocknungsvorgang am Rand verbiegen, kann man sie mit einem aufgelegten Holzbrettchen beschweren und so wieder in Form bringen. 


Nach dem Trocknen - sie schrumpfen durch den Wasserverlust um ca. die Hälfte in ihrer Dicke - werden sie pärchenweise hübsch verpackt. 
Ich hatte noch CD-Hüllen aus Papier mit Sichtfenster zur Hand, in die meine Bunnies perfekt hinein passen. Bunte Klebekreise dienen als hübscher Verschluss. Ein Etikett mit  kleinem Sinnspruch und kurzer Gebrauchsanweisung auf der Rückseite dienst als pfiffiges "Anhängsel". So werden die Bunnies rasch zu einem ausgefallenen Osterpräsent.












Die Häschen eignen sich am besten zum Bepflanzen von (Ton-)Töpfen (#HäscheninderGrube). Hierzu werden sie einfach in etwas Erde gelegt, regelmäßig gegossen und schon nach ein paar Tagen zeigen sich zarte Keime. 



Gibt es einen besseren Hingucker auf dem Ostertisch - neben liebevoll verzierten Ostereiern - als ein "grünes Häschen", das Kressesamen anbietet? Ich finde nicht.... und freue mich schon jetzt sehr auf mein Kresse-Quark-Brötchen!

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