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Dienstag, 9. Mai 2017

Somewhere over the rainbow...

... way up high..., höre ich Barbara Streisand trällern und wünsche mir nichts sehnlicher, als einen kleinen Regenbogenteppich für das Grinsekätzchen.
Vermutlich finde ich ihn toller als die Katze, aber das ist das Fantastische am Mamadasein, dass man seinen Hang zu Kitsch einfach im Kinderzimmer ausleben und dem Sprössling zuschreiben kann. Tolle Sache!

Soweit, so regenbogenbunt. In einem Online-Shop ist das Objekt meiner Begierde seit Monaten ausverkauft und so habe ich mich bei einem Bummel durch einen Möbel-Discounter entschlossen, mir, also vielmehr dem Grinsekätzchen, einen eigenen Regenbogen-Teppich als Bettvorleger zu fertigen. Denn schließlich heisst es in den Lyrics weiter "... and the dreams that you dare to dream, really do come true....".

Eine ovale (oder auch runde) Badezimmermatte in Weiß war schnell gefunden. Dazu pastellfarbene Acrylfarbe aus dem Bastelmarkt und/oder eine Menge weiße Farbe zum Aufhellen. Dazu ein breiter Borstenpinsel, Schere, Stift und Lineal und schon bin ich ausgestattet für mein DIY-Projekt.







Als erstes habe ich die Badematte nach dem Vermessen hälftig geteilt. Mit einer guten Bastelschere ging das Teilen recht fix. Orientiert habe ich mich an dem rückseitigen Muster - um auch einen geraden Schnitt hinzubekommen. 
Zunächst dachte ich, die Schnittkante würde ausflusen und hatte mir schon für den Notfall Stopfnadel und -garn bereit gelegt, um den Saum mit einem Zierstich zu umketteln. War aber gar nicht notwendig. 












Dann habe ich mir überlegt, mit wie vielen Farben ich den Regenbogen gestalten möchte. Da es sechs Farben sind, habe ich nun die Schnittkante mit dem Lineal in zwölf gleiche Abschnitte von je knapp 4 cm geteilt, denn schließlich verlaufen die Farbbögen ja von rechts nach links und treffen somit doppelt auf die Schnittkante. Die Markierungen habe ich mit einem Aqua-Trickmarker gemacht, dessen Spuren beim Bemalen wieder verschwinden. 
Aus Anfang- und Endmarkierungen habe ich mit dem Marker vorsichtig gleichmäßig dicke Bögen gezogen. Wenn man hier unsicher ist, kann man mit dem Lineal allerdings auch Markierungspunkte beim Bogenziehen machen. Im nächsten Schritt wird nun ausgemalt.



Zum Ausmalen eignet sich am besten ein breiter, borstiger Pinsel. Mit ihm lassen sich Ränder sauber ziehen und die Farbe gleichmäßig in die Teppichstruktur einpinseln.





Jeden Farbbogen musste ich erst ausgiebig durchtrocknen lassen, bevor das Auftragen des nächsten Bogens möglich war. Das hat ein bisschen gedauert. Leider. Bin ja immer so furchtbar ungeduldig.

Dafür kann das Ergebnis sich aber wirklich sehen lassen. Ich bin so verliebt in den kleinen Regenbogen, der perfekt zum selbst genähten Bambi-Kuschelkissen passt. 




Und beim nächsten Sprung ins Bett - über den pastellfarbenen Regenbogen - warten bestimmt zauberhafte Träume auf dich, kleines Grinsekätzchen! Kuschelkissen nicht vergessen...

Aber Moment mal: von einem süßen Betthupferl war nicht die Rede!














Donnerstag, 28. Januar 2016

Regenwetter. Was nu?

Heute morgen um 6.15 Uhr wurde ich von diesem unangenehmen, heftigen Dauerprasseln geweckt, das einen dazu nötigt, sich tiefer ins Kissen zu graben und die Decke über den Kopf zu ziehen. Sonntag heute? Nein.
Es half nichts. Selbst im Halbschlaf - der Radiowecker spielte schicksalshaft den Hit der 80er "and when the rain begins to fall" - hörte ich den Regen gegen die Fenster und Simse peitschen.
Nach einer halben Stunde in der Kissen-Bettdecke-ich-kann-nicht-mehr-atmen-Position schleppte ich mich mit Regen-Tinitus und schlaftrunken (weil kein Morgenmensch) in die Küche und entschloss bei einem lebensgeisterbeschwörenden Tee mit viel Milch heute nach dem tochterbeschwörenden Weckruf zur Schule, in die Kreativ-Offensive zu gehen und dem Wetter zu trotzen.

Der klitzekleine Flur meines Ruhrpott-Refugiums braucht noch einen hübschen Läufer. 
Ich hatte mir vorgenommen, einen alten, eigentlich ausgedienten Läufer aus dem Keller wieder hervor zu kramen und ihn mit Stoffmalfarbe und klassischem Kartoffeldruck wieder zu beleben.
Da ich in der Wohnung viel mit Pastelltönen gearbeitet habe, entschied ich mich für ein dezentes Dreiecksmuster, das perfekt zu einem Vorsprung im Flur passt, den ich erst kürzlich mit farblich passender Tapete - im horizontalen Klebeverfahren (weil schönerer Musterverlauf) - akzentuiert habe.
Die Kartoffel war schnell präpariert, ebenso die abgemischten Farben sowie der Läufer und innerhalb von nur kurzer Zeit kam dieses Ergebnis heraus:
Den Läufer habe ich an zwei schräg gegenüberliegenden Stellen mit jeweils drei bzw. sechs farbigen Dreiecken versehen. Nach dem Trocknen der Farbe - ich mag den etwas ungleichmäßigen Farbauftrag - habe ich sie mit einem Bügeleisen kurz heiß fixiert und hoffe, die Farbe somit dauerhaft tritt- und waschfest gemacht zu haben.
Mustertapete


Aufgepeppter Läufer  nun im Einsatz!