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Freitag, 16. Dezember 2016

Eukalypse

Dass Koalas nun zu unserer Familie gehören (oder wir zu ihrer?) berichtete ich ja bereits ausführlich hier
Grinsekätzchens Schockverliebtheit in diese weiß-grauen, verschlafenen (und hier kommt die Seelen-Verwandtschaft ganz deutlich zum Tragen) Kuscheltiere scheint kein Ende zu nehmen und nötigt mich förmlich dazu, es noch einmal mit einer kleinen Kreativarbeit zu versuchen.

Ich habe mich also mit Wolle und Pompon-Makern bewaffnet und diese kleine Familie kreiert, an der wohl selbst der WWF seine wahre Freude hätte. Also, nehme ich jetzt mal an.



Für das Fotoshooting haben wir die drei Wildfänge mit echtem Eukalyptus versorgt, um sie ordentlich bei Laune zu halten. Hat funktioniert...

Darf ich vorstellen: Mama, Papa, Kind!


Wenn auch Du Dein Zuhause um diese possierlichen Tierchen bereichern möchtest, brauchst Du 

🐨 Wolle in den Farben grau, schwarz und weiß (ich mag Baumwollgarn am liebsten)
🐨 eine selbst gefertigte Pompon-Schablone aus Kartonage  (ganz "oldschool") oder einen Pompon-Maker; mit Letzterem geht es definitiv schneller
🐨 einen dicken Stift, Stock oder ähnliches
🐨 eine gute Schere
🐨 ein klitzeklein wenig Geduld

Nun geht es darum, die Wolle so um die Schablone zu wickeln, dass sich beim späteren Öffnen derselben ein möglichst symmetrisches Koala-Gesicht ergibt. 
Mithilfe der gestrichelten Linie auf dem nachfolgenden Bild, bekommst Du eine Vorstellung, wie die Platzierung der einzelnen Farben erfolgen muss, denn die Linie stellt die Schablonenmitte (hochkant gelegt) dar.





Ich zeige Dir nun Schritt für Schritt, wie Du beim Aufwickeln der Wolle vorgehen musst, wobei ich die Pompon-Maker Schablone der Einfachheit halber für das How-to-do hochkant platziert habe. 
Die obere Hälfte der Schablone wird das spätere Gesicht darstellen, die untere Hälfte den Hinterkopf.

1. Du beginnst mit der schwarzen Wolle und wickelst sie mittig über die obere Schablone. Das wird das Näschen. Da die Koala-Nase später die Form eines Tropfens haben soll, wickelst Du oben weniger Wolle um die Schablone als im unteren Bereich.
An den unteren Bereich lässt Du mit weißer Wolle den Mund anschließen.
2. Du umwickelst alles nun gleichmäßig mit grauer Wolle und setzt oberhalb noch einmal schwarze Wolle an für die Augen. 6-8 Schlingen sollten hier genügen.




3. Hast Du die Augen mit der schwarzen Wolle platziert, wird nun noch einmal die ganze Hälfte mit grauer Wolle umwickelt. 

4. Nun sind die putzigen Koala-Ohren an der Reihe. Hierfür benötigst Du einen dicken Stift, Stock oder ähnliches. Ich habe mir mit einer alten Wäscheklammer beholfen.
Was immer Du auch verwendest, platziere es schräg im oberen Drittel der Schablonenhälfte und drücke es fest an die Schablone, während Du nun mit weißer und grauer Wolle arbeitest und sie fest um Dein "Hilfsstück" wickelst.






5. Jetzt geht es dem Ende zu. Hast Du die Öhrchen gewickelt, musst Du Dich nun dem unteren Teil der Schablone widmen.
Da der untere Teil den Hinterkopf abbildet, brauchst Du nun nur noch mit grauer Wolle arbeiten. Wickele sie "üppig" um die Schablonenhälfte, so das der untere Wickelkreis komplett geschlossen ist.


6. Jetzt wird es spannend: führe beide Pomponhälften zusammen und schließe die Spangen zu einem Kreis. Beginne nun, mit einem geraden Schnitt die Öhrchen zu öffnen, dann vorsichtig den übrigen Kreis.



7. Fixiere die Mitte des Kreises mit einem stabilen Garn und festen Knoten. Erkennst Du den putzigen, wenn auch leicht verknautschten Koala? Gut gemacht.

Dann kannst Du vorsichtig die Schablonenhälften entfernen und musst nun das Gesicht und die Ohren in Form schneiden. Verwende hierzu eine gute Schere. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl und etwas Geduld kommt ein waschechter Koala heraus - nun kannst Du den neuen Bewohner willkommen heißen...








Donnerstag, 23. Juni 2016

Pompom-Parade

Vielen Dank für das liebe Feedback zu meinen DIYourselfies. Heute mag ich Dir meine upcycelten Plasiktüten vorstellen, aus denen ich dekorative und vor allem haltbare Pompoms für den Outdoor-Bereich fertige.

Wie Du in einem meiner letzten Posts vielleicht gesehen hast, zieren sie unter anderem meinen Kronleuchter auf dem Balkon. Sie können aber auch dekorativ im Garten platziert werden. In den Baum gehängt finde ich sie besonders schön. Und ewig haltbar dazu! 
Plastiktüten versuche ich ja, wann es geht, zu vermeiden. Nichts desto trotz schleichen sich hier und da besagte Tüten ein. Die unifarbenen sind mir die liebsten, natürlich können die Pompoms auch mit bunten und beschrifteten Tüten gefertigt werden. Im Endergebnis sind sie dann halt "marmoriert".

Was Du brauchst sind zwei kleinere oder eine große Plastiktüte. Besonders schön sehen die Pompoms aus, wenn Du dünne Tüten verwendest, mit dicken, stabileren funktioniert es nicht so gut. Je nachdem, wie groß Dein Pompom werden soll, empfiehlt es sich, etwas "Materialmenge" vorrätig zu haben.
Zunächst fertigst Du Dir aus festerem Karton zwei Kreise als Schablone. Falls Du keinen Zirkel zur Hand hast, kannst Du Unterteller oder Drehverschlüsse verwenden. In meinem Beispiel hat der Kartonkreis einen Durchmesser von knappen 11 cm. In diese Kreise fügst Du einen weiteren Kreis ein, der einen Durchmesser von ca. 2 cm nicht überschreiten sollte. Sonst "fädelst" Du so lange.
Die Plastiktüten legst Du nun glatt gestrichen vor Dich hin und trennst zunächst die linke und rechte Seite auf bis zur Bodenkante. Dann schneidest Du sie längs - von der Griffseite der Tüte aus -  in ca. 2 cm dicke Streifen. Das machst Du, bis die ganze Tüte in Streifen zerschnitten ist. Für die Pompom-Technik macht es nichts, wenn die Streifen einmal nicht gleich dick sind, "franseln" oder die Bodennaht der Tüte auf ihnen zu sehen ist.
Diese Streifen beginnst Du nun um Deine zwei deckungsgleich übereinander gelegten "Donut"-Schablonen zu wickeln, möglichst gleichmäßig.  
Ist ein Streifen zu Ende, kürze ihn so ein, dass er am oberen Ende des Donutrandes endet. Dann beginne mit dem nächsten Streifen und wickele ihn um die Schablonen. Mit Daumen und Zeigefinger musst Du evtl. kurz den vorangegangenen Streifen festhalten, bis zu ihn mit dem folgenden fixiert hast.
Wenn der "Donut" gleichmäßig umwickelt und das innere Loch fast geschlossen ist, hälst Du mit Daumen und Zeigefinger den Donut mittig fest und schneidest den oberen Rand auf. Da die Donutschablone ja zweifach aufliegt, kannst Du ganz einfach den Innenraum der Schablone für die Scherenführung verwenden.

Hast Du alle Plastikstreifen durchtrennt, musst Du nun ein festes Band oder ein Stück Resttütenstreifen nehmen und dies zwischen den Schablonen festschnüren. Somit befestigst Du alle Plastikstreifen mittig und kannst im folgenden ganz einfach beide Schablonen nach außen hin abziehen (ggfs. kannst Du die Schablone auch aufschneiden).

É voila: Dein Pompom! Falls er leicht unrund geraten ist, was vorkommen kann, schnibbele ihn mit der Schere einfach noch einmal an den entsprechenden Stellen nach.
Fertig ist Dein Wind-und-Wetter-Outdoor-Pompom. Viel Freude beim Dekorieren! And enjoy the summer!


Meine Pompoms umrahmen heute kleine Bartnelken und setzen sie gekonnt in Szene