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Montag, 12. Februar 2018

Kamelle!

Karneval ohne Kamelle ist quasi undenkbar. Ein Rosenmontagszug ohne regenbogenbuntes Süßkram-Wurfgeschoss... das ist wie Kölle ohne BAB und die Bläck Fööss, Helene ohne Florian, Aperol ohne Spritz oder Clown ohne rote Nase. 

Nun habe ich ja bereits hinlänglich darüber berichtet, dass ich seit nunmehr knapp 8 Jahren in einer Vorstadt Berlins wohne, die nicht gerade als Karnevalshochburg bekannt ist. Vielmehr meidet man hier - wohl prinzipiell - solche Festivitäten und schenkt verkleideten Kindern dieser Tage solch seltsame Blicke, als vermute man, sie wären von einer ansteckenden Krankheit befallen. (Nein, mein Kätzchen ist NICHT tollwütig!)

Für die besten Freundinnen des Grinsekätzchens - das dieses Jahr übrigens als... Grinsekätzchen verkleidet ist (wer hätte das vermutet?) - habe ich mir kleine Kamelle-Becher ausgedacht, die prall gefüllt sind mit Süßkram und den heimischen Rosenmontagszug ersetzen müssen, auf den wir nur allzu gern gegangen wären! So gibt es nun "Karneval-to-go" auf vorstadtberlinerisch (mit ein bisschen Bläck Fööss & Co. dazu - siehe oben und Polonese im Garten).


Verbastelt habe ich dabei:

🤡 receycelte Trinkbecher in Naturfarbe
🤡 rote Mini Pompons in verschiedenen Größen
🤡 Tonpapier in Grüntönen, Weiß und Rot
🤡 Pfeifenreiniger in Grüntönen
🤡 evtl. Vorlage für ein Kleeblatt
🤡 schwarzer Paintmarker
🤡 Bleistift zum Vorzeichnen
🤡 Heißklebepistole / Klebestift
🤡 Schere 
🤡 Kamelleeeeeee












Zuerst habe ich dem Kamelle-Becher einen Mund verpasst. Der ist frei Hand schnell aus dem weißen Papier geschnitten und mit einem Paintmarker mit einem breiten Grinsen versehen. 
Der größte Pompon meines Sortiments ist die Nase, die ich mit Heißkleber rasch mittig fixiert habe. Auch halbe Styroporkugeln eignen sich super. Ein Clowns-Gesicht habe ich probehalber damit versehen. Rot angemalt, fertig.
Die Augen sind mit Paintmarker ebenfalls rasch aufgemalt. Wie findest Du den zwinkernden Clown?
Ist das Gesicht fertig, geht es an die Frisur. Pro Kopf habe ich zwei ca. 10 cm lange und 4 cm breite Streifen rotes Tonpapier verwendet, das ich längs in dünne Streifen geschnitten habe, so dass oberhalb noch max. 1 cm Klebekante übrig bleibt. 
Die Streifen habe ich mit einer Bastelschere vorsichtig gekräuselt, ganz so, wie man es mit Geschenkpapier macht. Die "Haare" bekommen so eine leichte Fönwelle. Schick, nä? Mit Klebestift auf der Klebekante sind sie rasch rechts und links vom Gesicht platziert und komplettisieren den Clown. Genauso, wie die Pompon-Frisur. Also fast. Denn jede Verkleidung hat noch ein kleines Extra bekommen. Was sagst Du zum grünen Kleeblatt im Haar? 



Und den Moosgummi-Blümchen am Revers? Den Hut habe ich mit einem kleinen Joghurt-Becher gefertigt, den ich besprüht und mit einer Tonkartonkrempe versehen habe.





Sobald die Jungs getrocknet sind, wartet auf sie eine lustige Füllung. Rein darf, was Spaß macht und schmeckt: Bonbons in glitzernder Papierverpackung, Zuckerperlenketten, saure Stäbchen, Kaustreifen, Smarties, Schaumgummi-Mäuse und selbstgemachte kleine Herz-Bonbons/-Lollies. (Das kleine Bonbon-Making-Of, das sich auch hervorrangend für den Valentinstag eignet, findest Du übrigens hier).

Was mir zu Beginn des Shootings allerdings noch fehlte, waren neben all dem Süßkram auch Konfettis-to-go-and-throw. Also kramte ich rasch in meinem Fundus und besorgte mir 

🤡 dicke, bunte Plastik-Strohhalme
🤡 Tacker
🤡 gepunktetes Masking-Tape
🤡 kleine Konfettis

Die Strohhalme werden nach Wunsch gekürzt und ein Ende mit Tackernadel verschlossen. Damit es schöner aussieht, wird das Halmende mit Masking-Tape umklebt. Dann wird es etwas fisselig (ich hab´s ja nicht so mit der Ausdauer): die Halme müssen nun mit den kleinen Konfettis befüllt werden. Zum Schluss wird die Öffnung ebenfalls getackert und wieder mit Masking-Tape... Du weißt schon. Fertig ist das Konfetti für unterwegs! Aufreißen. Wild umher werfen. Glücklich sein!



So, jetzt noch schnell verkleidet und geschminkt (ich gehe als weißes Kaninchen, was sonst?) und dann nix wie raus an die frische Luft, denn ich glaub, hier fliegen gleich, die Löcher aus dem Käse,....






Montag, 18. Dezember 2017

Weihnachts-Swirl

Was man in dieser Saison immer zu Hand hat sind Ausstechförmchen. Und Bonbons. Überbleibsel von Halloween, aus dem Nikolausstiefel, dem Adventskalender oder rasch gekaufte. 

Für dieses Projekt sehen mehrfarbige, geswirlte am schönsten aus und schaffen den kleinen oha-Effekt. Das Tolle: diese Geschenkidee dauert nicht länger als 10 Minuten in der Umsetzung und lässt sich super mit Kindern zubereiten - toll also für ganz Kurzentschlossene, die etwas aus Kinderhand schenken möchten. 

Du schnappst Dir also rasch weihnachtliche Ausstechförmchen und bestreichst den Rand vorsichtig mit etwas Öl oder Fett. Ich habe Kokosnussöl verwendet. Danach legst Du Deine gefetteten Förmchen auf ein Backblech, das Du vorher mit Backpapier ausgelegt hast. Die Bonbons - am besten reinste Zuckerware ohne Füllung und Tamtam - platzierst Du nun zahlreich und gleichmäßig in den Förmchen. 



Auch Förmchen in Förmchen sieht fein aus. Schau mal, wie gefällt Dir das Doppelherz?
Verwende aber nicht zu feinteilige Förmchen, da sich ansonsten die Bonbonmasse später nicht so gut verteilt und schlecht heraus trennen lässt. 



In den auf 160 Grad vorgeheizten Backofen wird nun das Backblech für maximal 5-7 Minuten platziert. Du kannst nun beobachten, wie sich die Bonbonmasse in den Förmchen verteilt und zu einem wunderbar großen, geswirlten Weihnachtsbonbon wird. 



Lass sie, nachdem sie aus dem Backofen kommen, leicht auskühlen. Wenn Du magst, verpasse jeweils zwei gleichen Motiven nach dem Entfernen des Förmchens mittig einen flachen Holzstiel und drücke sie im warmen Zustand zusammen. Schon hast Du einen Weihnachtslolly, der Kinder- und wohl auch Erwachsenenaugen zum Staunen bringt.