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Freitag, 25. August 2017

Daily Soap

Heute möchte ich Dir ein sommerlich fruchtiges DIY vorstellen, das das Kätzchen und ich als Präsent für bevorstehende Familiengeburtstage gefertigt haben. Der Spätsommer ist gespickt davon.

Wir sind nämlich auf Heimaturlaub und - was soll ich sagen - die Hälfte der Mischpoke aus dem Ruhrpott feiert Geburtstag. Klar, dass man als im Exil lebende Familienangehörige gern mit etwas Persönlichem auftrumpfen möchte. 

Ein verregneter Sommertag lud quasi dazu ein, uns mal an selbstgefertigter Seife zu versuchen. Aber nicht an irgend welcher Seife. Neee. 
Ananas, Melone & Co liegen ja derzeit schwer im Trend. Warum also nicht einmal eine Seife fertigen, die wie ein saftiges Stück Melone en miniature anmutet? 






Versehen mit einem frischen Limettenduft verleiht sie jedem kleinsten Badezimmer ein wenig Sommerfeeling. Und das tut an Schlechtwettertagen ja besonders not!

Für unsere Kreativ-Aktion haben wir den hiesigen Bastelmarkt gestürmt und folgendes Utensil erworben:




🍉 einen Block transparente Rohseife
🍉 einen Block weiße Rohseife
🍉 ätherisches Öl "wilde Limette"
🍉 Seifenfarbe grün (als Block)
🍉 Seifenfarbe rot (als Flüssigfarbe)
🍉 zweiteilige Kunststoffkugel

🍉 aus dem Supermarkt außerdem eine Bio-Limette und Chia-Samen.

Zuhause eingetroffen, benötigten wir aus der Küche noch

🍉 ein Brettchen
🍉 ein Messer mit glatter Klinge
🍉 einen kleinen Löffel
🍉 einen kleinen Kochtopf
🍉 eine feuerfeste Schale (für ein Wasserbad)

Zunächst haben wir ein kleines Stück transparente Seife und grüne Seifenfarbe im Wasserbad - also kleiner Kochtopf in mit Wasser befüllter, feuerfester Schale - zu einem satten, dunklen Grün schmelzen lassen. Diese Farbe ergibt die äußeren Streifen auf der Melonenschale. Denn wir sind ja detailverliebt.
Als "Förmchen" dienten uns die Hälften der Kunststoffkugel.
Mit einem kleinen Löffel haben wir fast tröpfchenweise die flüssige Seife in einer der Kunststoffhälften platziert.
Vom Verschlussende beginnend, haben wir die Tropfen der flüssigen Seife langsam bis zum gegenüberliegenden Pol auslaufen lassen. In unserer Schablonenhälfte haben wir nach diesem Schema insgesamt 5 Streifen platziert. Hier ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt. 
Danach wird die Hälfte der Kunststoffkugel zum Trocknen - gern in den Kühlschrank - beiseite gelegt.
Als nächstes wird im Wasserbad ein Stück weiße Rohseife gegeben. Dazu anteilig weniger grüne Seifenfarbe, denn die nächste Schicht der Melonenschale soll sich farblich ja von den Streifen abheben. Der geschmolzenen Seife haben wir Zesten der Bio-Limette beigefügt sowie 4-6 Tropfen des ätherischen Öls. Duftet herrlich! Durch die Zesten wirkt die Melonenschale so besonders natürlich. 
Zurück aus dem Kühlschrank haben wir die Kunststoffhalbkugel nun mit der heller grünen, milchigen Seife befüllt. Nun gilt es, die Halbkugel so zu drehen, dass sich die Flüssigseife nach und nach gleichmäßig im Inneren verteilt. Der Vorgang dauert etwa 3-5 Minuten, dann beginnt die Seife zu härten und lässt sich nicht mehr bewegen. Und? Du ahnst es, ab mit der nächsten Schicht zum Aushärten in den Kühlschrank.





Als nächstes haben wir ein weiteres Stück weiße Seife im Wasserbad schmelzen lassen. Dieses Mal ohne Farbzugabe. Auch sie muss, wie die Schicht zuvor, gleichmäßig in der ganzen Halbkugel durch leichtes Schwenken verteilt werden. Dann Kühlschrank. Klar.
So, jetzt ist es fast geschafft. 
Die letzte zu schmelzende Seifenschicht besteht aus einem Stück transparenter Rohseife, 6-8 Tropfen Duftöl und einem guten Schuss flüssiger, roter Seifenfarbe, der die Seife tiefrot färbt.

Ich hatte mich für Seifenfarbe in flüssiger und fester Form (als Block) entschieden, weil ich einfach ausprobieren wollte, was in der Verarbeitung besser funktioniert. Fazit: beide Aggregatzustände funktionieren tippitoppi.

Ist die Seife geschmolzen, werden ihr nun die Chia-Samen vorsichtig untergemischt. Nicht zu viele, sonst wirkt die Melone unnatürlich. Sanft vermengen und dann ab auf die dritte, weiße Schicht der Melonenschale. Die rote Flüssigseife kann nun bis zur Oberkante der Kunststoffhälfte aufgegossen werden. Zum entgültigen Aushärten gehört sie wieder in den Kühlschrank. 







Das Grinsekätzchen und ich haben jeweils eine Hälfte gefertigt und ich muss sagen, beide Hälften sind fantastisch geworden und ich könnte nicht sagen, welche Melone "saftiger" aussieht.



Auf jeden Fall sind sie in Form geschnitten und hübsch verpackt ein wunderbares Sommer-Add-On für den Geburtstagstisch der Lieben. 


Magst Du wissen, was sich hinter dem wunderbar mintigem Rautenpapier verbirgt? Farblich passende, feine Papeterieware und eine Lightbox mit herrlichen Sommerfrüchtchen natürlich.  Ein riesiger Melonen-Lolli darf auch nicht fehlen. Aber pssssst....

Freitag, 2. September 2016

Kleiner Ausflug nach Paris gefällig?

Meine liebste Tarte kommt wohl der klassischen, französischen "Tarte au Citron" gleich; sie hat einen dünnen, nicht zu festen Boden, einen knusprigen Rand und die Lemon-Curd-Füllung schmeckt so buttrig-zitronig gut, dass man versucht ist, sie schon beim Zubereiten restlos auszulöffeln. Ich konnte mich gerade noch zusammen reißen! Gerade noch.



Für den Mürbeteig, der wirklich rasch gemacht ist, benötigst Du 

- 100 g Butter
- 50 g Zucker
- Vanilleschote (die aus der Mühle)
- 1/2 Bio-Zitrone; hiervon die Zesten
- 150 g Mehl
- 1 Bio Ei

Mit einem Knethaken verrührst Du die obigen Zutaten zu einem glatten Teig und lässt diesen mind. 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.
Danach mehlst Du ihn leicht ein und legst ihn in einer gebutterten Tarteform aus. Mit einem Rest Teig formst Du den Rand, den ich mit einer Gabel vorsichtig fest drücke. Das gibt zudem ein schönes Muster.

Damit der Teigboden beim Backen nicht ungleichmäßig hoch geht, schneide ich aus Backpapier einen Kreis, den ich auf den Boden lege und mit Erbsen beschwere (Reis tut es übrigens auch; hatte keine Erbsen mehr im Haus.)
Bei 170 Grad wird nun der Mürbeteig auf mittlerer Schiene für ca. 25 Minuten abgebacken. Fertig ist der Teig, wenn der Rand goldbraun wird.



In der Zwischenzeit bereitest Du die phänomenale Füllung vor - die wirklich nur etwas für eiserne Nerven ist. Denn die Versuchung des Endlosnaschens ist groß - wie bereits erwähnt....

Für die Lemon-Curd Füllung benötigst Du

- 2 1/2 Bio Zitronen
- 3 Bio Eier
- 2 EL Speisestärke
- 160 g Zucker
- 90 g Butter
- 2 EL Creme Fraiche
- evtl. einige Stiele frische Minze

(Vielleicht planst Du besser die doppelte Menge an Curd-Zutaten ein: falls Du der Versuchung doch einmal erliegen solltest!)
Zunächst wäscht Du die Zitronen und reibst ihre Schale zu feinen Zesten. Die Zitronen presst Du danach aus. In einen kleinen Kochtopf füllst Du nun den Zitronensaft, Zucker und die Speisestärke. Während die Flüssigkeit erwärmt, fügst Du die Butter hinzu und rührst sie unter. Ebenso die Zitronenzesten. Nach leichtem Aufkochen dickt die Flüssigkeit recht schnell ein. Stell den Herd kleiner und rühre nun die vorab gequirlten Bio Eier mit einem Schneebesen in die - wichtig! - nicht mehr kochende, dickliche Masse und rühre gleichmäßig weiter, bis die Masse durch die Eier weiter andickt. Ich verwende hierfür ausschließlich Bio Eier, da ihr Eigelb gelber und somit zitronenfarbener ist, als bei normalen Eiern, die eher orangefarben sind. Zum Schluss fügst Du noch zwei Esslöffel Creme Fraiche unter die Masse. Der Lemon-Curd besitzt nun eine honigartige Konsistenz.

Dein Mürbeteig sollte in der Zwischenzeit fertig abgebacken und leicht ausgekühlt sein. 
Schütte nun die Lemon-Curd-Füllung vorsichtig in die Mitte des Teiges; sie verteilt sich ganz von selbst.



Um der Füllung noch eine leicht minzige Note zu verleihen, habe ich meine Lieblings-Minze aus dem Garten in feine Streifen geschnitten und auf dem Curd verteilt.






Nun ab in den Kühlschrank mit der Leckerei und nach mindestens 2 Stunden Kühlzeit (und/oder Kurzaufenthalt im Gefrierfach) mit einem stilvollen Café au Lait genießen. Aber Vorsicht: extreme Wegmampfgefahr!


Samstag, 25. Juni 2016

Couscous-Kuss

Von der Sonne geküsst sind wir ja wohl so ziemlich alle im Moment. Wir Berliner Umländer auf jeden Fall.
Hier hätte ich noch ein köstliches Sommersalätchen, dessen Genuss einem Küsschen auf jeden Fall gleich kommt.
Der Salat ist etwas orientalisch angehaucht und schon beim Formulieren dieser Worte bekomme ich Pawlowschen Speichelfluss.


Hier nun zu meinem Rezept: Für das "Salat-Küsschen" benötigst Du 125 g Couscous, 150 g kleine Cocktailtomaten, 1 Salatgurke, 2 Stiele frische Minze und 3 Stiele glatte Petersilie, ca. 3 EL gutes Olivenöl, 2-3 EL Saft frischer Zitronen, ca. 100 g Feta, einige klein gehackte Walnusshälften, Salz, Pfeffer aus der Mühle, etwas (Instant-)Brühe, ein Stück Butter.
Zunächst bereitest Du den Couscous nach Packungsanleitung zu, d.h. ich koche ihn kurz in Brühe auf, lasse ihn quellen und verfeinere ihn mit einem Stich Butter, denn ich liebe eine leichte Butternote im Couscous. Nachdem er gequollen ist, muss er vom Herd genommen werden und gut abkühlen.
Dann halbierst Du die gewaschenen Cocktailtomaten, schälst und halbierst die Gurke, entfernst ihr feuchtes Innenleben (geht toll mit einem Melonenlöffel) und schneidest sie in Scheiben. Den Feta schneidest Du am besten in kleine Würfelchen.
Die gewaschenen und getrockneten Kräuter werden klein gehackt.
Mische nun Öl und Zitronensaft und vermenge alle Zutaten mit der Salatsauce. Zum Schluss werden die klein gehackten Walnusshälften unter den Salat gehoben. 
Vor dem ultimativen Genuss sollte er kurz durchziehen. Minz- und Walnussnote sind umwerfend, so viel sei gesagt! Der Salat macht sich hervorragend zu Grillfleisch; besonders zu Lamm!
Hab einen genussvollen Tag!